Theologe vermisst Erbe Luthers – Antisemitismus?


Der Theologe Benjamin Hasselhorn fordert 500 Jahre nach der Reformation eine Rückbesinnung auf den Kern des Luthertums. „Ich habe den Eindruck, viel von Luther ist nicht mehr übrig in der evangelischen Kirche“, sagte der 30 Jahre alte Theologe am Freitag auf der Leipziger Buchmesse.

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Das Reformationsjubiläum 2017 sei eine Chance zu fragen, was vom Erbe des Reformators Martin Luther (1483-1546) „in die Zukunft trägt“. Hasselhorn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Kurator der Nationalen Sonderausstellung 2017 in Wittenberg und Autor des Buches „Das Ende des Luthertums?“

Seine große Sorge sei, dass die Zahl der Kirchenbesucher weiter sinke, fügte Hasselhorn hinzu: „Ich kenne niemanden in meiner Generation, der ernsthaft in der Kirche engagiert ist.“ Der Grund für diese Krise sei nicht das Versagen einzelner Personen, sondern er liege in der Geschichte des Protestantismus begründet.

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