Wie Trump das Pariser Klima-Abkommen schon jetzt torpediert


Image: NBCNews/YouTube
Die neue US-Regierung tritt nun doch nicht aus dem Klimaschutzvertrag aus, zu kompliziert wäre das. Stattdessen will Trump die nationalen Verpflichtungen einfach nicht erfüllen – und kopiert damit die Strategie seines Vor-Vorgängers.

Von Michael Donhauser, Teresa Dapp | greenpeace magazin

In der westlichen Welt gibt es derzeit so ziemlich genau nur eine ernstzunehmende politische Kraft, die den Klimawandel als vom Menschen verursachtes Problem abstreitet: Die Republikanische Partei der Vereinigten Staaten. Pech für das Weltklima ist, dass die Republikaner die wichtigste Partei bei der Lösung des Problems wären. Sie stellen den US-Präsidenten und die Mehrheit im US-Kongress, bestimmen also die Politik der größten Volkswirtschaft der Welt. Klimaschützer sprechen von einer Politik des Zertrümmerns.

Denn die Regierung von Präsident Donald Trump tut derzeit alles, um den internationalen Klimaschutz zu torpedieren. Im Wahlkampf hatte Trump erklärt, er werde aus dem jahrelang mühsam verhandelten Pariser Klimaschutzabkommen austreten. Der Plan scheint jetzt ein anderer zu sein. Der offizielle Austritt wäre zu kompliziert, würde Jahre dauern und viel Lärm erzeugen. Stattdessen kündigt die US-Regierung an, ihre selbst auferlegten Verpflichtungen einfach nicht zu erfüllen.

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