Kirchengemeinden prangern Geldverschwendung der Synoden an


Bild: tilly
In den Gemeinden kommt nur ein Bruchteil Kirchensteuer an. Kirchengemeinden kritisieren deshalb die Misswirtschaft der Synoden. Vorschläge, am System etwas zu ändern, gibt es genug.

Von Reinhard Bingener | Frankfurter Allgemeine

Immer mehr Kirchengemeinden sehen sich unzureichend an den Einnahmen aus der Kirchensteuer beteiligt. „Bei uns kommt maximal ein Drittel an“, kritisiert Karl-Friedrich Wackerbarth in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Der evangelische Pfarrer vom „Gemeindebund Bayern“ hält seiner Kirchenleitung zudem vor, zu viel Geld für Events wie das Reformationsjubiläum sowie Sonderstellen und Doppelstrukturen zu verwenden, von denen die einfachen Kirchenmitglieder nur wenig mitbekämen. „Es wird Geld verbrannt ohne Ende“, beklagt Wackerbarth in der F.A.S.

Der Pfarrer macht dafür auch die Synoden mitverantwortlich, die über die Verteilung der Kirchensteuern entscheiden. In den Kirchenparlamenten säßen zu viele Funktionäre, die kaum Interesse an den Kirchengemeinden vor Ort hätten.

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