Mit dem Al-Capone-Prinzip gegen Islamisten


Ein Fahndungsfotos von Anis Amri: Hätte der Anschlag verhindert werden können? (Foto: dpa)
  • Hätte man Anis Amri vor dem Attentat in Berlin aus dem Verkehr ziehen könnten? Gelegenheiten dafür hat es gegeben.
  • Welche Konsequenzen aus all dem nun zu ziehen sind, beschäftigt Behörden und Parlamente in Bund und Ländern.
  • Es geht darum, ob sich nicht nur der Vollzug, sondern das System insgesamt ändern muss. Manche vergleichen die Situation mit den Diskussionen nach dem 11. September 2001.

Von Georg Mascolo | Süddeutsche.de

Mehr als drei Monate liegt der schwerste Anschlag eines Islamisten auf deutschem Boden nun zurück. Und noch immer gehen diejenigen, die eben dies hätten verhindern sollen, den Fall wieder und wieder durch. „Wir prüfen uns täglich seitdem, ob wir etwas anderes hätten machen können,“ sagt der Berliner Generalstaatsanwalt Ralf Rother. „Hätten wir den Attentäter Amri aus dem Verkehr ziehen können?“ Man habe „1001 Chancen“ verstreichen lassen, empört sich der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster, ein ehemaliger Polizist. „Deswegen bin ich sauer.“

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