So war „Jesu Grab“ seit Generationen nicht zu sehen


In der Grabeskirche Christi Quelle: ABIR SULTAN/EPA/REX/Shutterstock
Das Grab Jesu in Jerusalem strahlt nach zehnmonatiger Restaurierung in neuem Glanz. Doch den Zoff zwischen den Konfessionen konnte der Mörtel nicht kitten. Ein Hausbesuch im Inneren des Christentums.

Von Gil Yaron | DIE WELT

Es ist ein Anblick, der Pilgern seit siebzig Jahren verwehrt war: In minutiöser Feinarbeit gesäubert, mit Titaniumschrauben gefestigt und mit Spezialmörtel gekittet erstrahlt die Ädikula über dem Ort, den Milliarden von Christen in aller Welt als das Grab Jesu verehren, seit wenigen Tagen in neuem Glanz. Weg ist der schwarze Ruß von Millionen von Kerzen, die Pilger in den vergangenen 200 Jahren rund um die heilige Stätte anzündeten. Weg ist die hässliche Stahlkonstruktion, mit der britische Ingenieure 1947 den Kollaps der Struktur verhindern wollten. Weg sind auch viele Ikonen und andere Verzierungen der griechisch-orthodoxen und armenischen Kirche, die zuletzt den Blick auf die Fassade verstellten. Nach monatelangen Restaurierungsarbeiten eines griechischen Expertenteams, die rund vier Millionen Euro kosteten, ist die Einsturzgefahr gebannt und Schluss mit der Verwahrlosung von Jahrzehnten.

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1 Comment

  1. Die „Grabeskirche Christi“ in Jerusalem. = „Das gemeinsame Irrenhaus der christlichen Konfessionen“.

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