Europäische Satellitenstarts sind blockiert


© Optique/REX/Shutterstock Der Weltraumbahnhof in Korou
Vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou können derzeit keine Trägerraketen ins All starten. Das trifft auch eine Airbus-Tochtergesellschaft – zur Freude der Konkurrenz.

Von Christian Schubert | Frankfurter Allgemeine

Französisch-Guyana befindet sich in Aufruhr. Die Bevölkerung protestiert massenweise gegen die hohe Arbeitslosigkeit und steigendende Kriminalität. Die Gewerkschaften haben zu einem Generalstreik aufgerufen, und die Regierung in Paris hat bisher keine Wege gefunden, um die Gemüter zu beruhigen.

Diese Meldung erscheint zunächst wenig Relevanz für einen Leser in Deutschland zu haben. Doch in Französisch-Guyana befindet sich Europas Weltraumbahnhof. Die Starts der Trägerrakete Ariane 5 sind seit Tagen blockiert. Schon dreimal musste das europäische Weltraum-Unternehmen Arianespace, eine Airbus-Tochtergesellschaft,  den zuletzt geplanten Flug absagen. Ein neues Datum steht bisher nicht fest. In Branchenkreisen wird nicht ausgeschlossen, dass auch der nächste, für Ende April vorgesehene Flug, gefährdet ist.

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