„Ich kann nicht grundsätzlich gegen Tierversuche sein“


Bild: animalequality.de

Helene Richter ist Professorin für Tierschutz. Im Unigespräch erklärt sie, wie man herausfindet, ob Labormäuse optimistisch sind.

Interview von Matthias Kohlmaier | Süddeutsche.de

In den Unigesprächen befragen wir Forscher und Hochschullehrer, die sich mit einem sehr speziellen Fachgebiet beschäftigen. Diesmal im Interview: Helene Richter, die mit einer neuen Professur für Tierschutz und Verhaltensbiologie ausgestattet neben ihren Kollegen Sylvia Kaiser und Norbert Sachser an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster forscht und lehrt.

SZ.de: Frau Richter, laut Klischee wollen alle tierlieben Studentinnen Tierärztinnen werden. Warum sind Sie einen anderen Weg gegangen?

Helene Richter (lacht): Von diesem Klischee habe ich schon ein- oder zweimal gehört. Aber im Ernst: Weil mich der wissenschaftliche Aspekt mehr interessiert. Jeder tierliebe Mensch glaubt doch, einen Zugang zu Tieren zu haben. Mir reicht es aber nicht, mich auf mein Gefühl zu verlassen. Ich möchte wissenschaftlich belegen können, ob es einem Tier gut oder schlecht geht.

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