Glaubenssache – Existenz nach dem Tod

Eigentlich logisch: Zumindest im Christentum können gläubige Menschen auf eine Existenz nach dem Tode hoffen. Das sollte ihnen die Angst vor dem Sterben nehmen. Doch so einfach ist das nicht, wie Studien zeigen. Und warum eigentlich sind auch Atheisten relativ furchtlos?

Von Christian Weber | Süddeutsche.de

Warum haben Hunde und Kaninchen eigentlich keine Religion? Okay, vielleicht, weil sie kognitiv etwas herausgefordert wären, sich einen unfehlbaren Papst und einen Gott auszudenken. Doch es gibt einen weiteren Grund: Ihnen fehlt das Bewusstsein ihrer eigenen Sterblichkeit, sie bellen und springen herum bis sie irgendwann einfach tot umfallen. Anders aber der Mensch: Er weiß, dass er eines Tages sterben wird, und das macht ihm Angst. Um diese Angst zu dämpfen, erfindet er sich eine Religion und glaubt an das ewige Leben, am besten in einem Paradies. So zumindest vermutet es die sogenannte Terror-Management-Theorie (TMT), die Sozialpsychologen in den 80er Jahren entwickelt haben, aber in Ansätzen bereits von Denkern wie Lucretius Carus bis Ludwig Feuerbach vertreten wurde. Es ist eine elegante Theorie, die nur einen Nachteil hat: Sie ist empirisch nie so richtig sauber belegt worden. Zwar gibt es viele Studien, doch zeigen sie sehr widersprüchliche Ergebnisse.

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Wie der Herr, so’s Gescherr

Die Päpstliche Beraterkommission gegen sexuellen Missbrauch von Kindern in der Katholischen Kirche will nach dem Rückzug aller Opfer-Vertreter mit ihrer Arbeit fortfahren.

netzwerkB Pressemitteilung

Das irische Missbrauchsopfer Marie Collins hatte unter Protest als letzte Vertreterin der Betroffenen sich aus der Kommission zurückgezogen, weil die Kongregation für Glaubenslehre ihre Vorschläge für den Schutz von Kindern ignoriere.

Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt Stellung:

Der Rücktritt von Marie Collins hätte den Chef der katholischen Kirche, Papst Franziskus, veranlassen können, sich auf die Seite der Opfer zu stellen und die angebliche Beraterkommission für gescheitert zu erklären.

Stattdessen müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der Protest von Collins ignoriert wird und das verlogene Scheintheater der Päpstlichen Beraterkommission weiter geht.

Wie der Herr, so’s Gescherr, sagt der Volksmund und drückt damit das aus, was seit vielen Jahren auch im Bistum Magdeburg geschieht:

Der Bischof von Magdeburg, Dr. Gerhard Feige, wurde 2003 über die sexualisierten Verbrechen an Kindern und Jugendlichen des Pfarrers Alfons Kamphusmann in Kenntnis gesetzt. In sieben verschiedene Gemeinden hatten seine Vorgänger diesen Pfarrer immer wieder versetzt, um die Verbrechen zu verschweigen, verleugnen und zu vertuschen.

Auch Bischof Feige ist seit 2003 diesen Weg des Verschweigens gegangen, in dem er das Opfer, das den Mut hatte über das Erlebte zu sprechen, versuchte mit 25.000 Euro zum Schweigen zu bringen. „Entweder Sie schweigen oder Sie bekommen kein Geld“, so hieß es damals.

Das Opfer lehnte ab zu schweigen und nahm den Kampf mit dem Bistum Magdeburg auf. Nach zwei Jahren zermürbender Auseinandersetzung, bis hin zum Selbstmordversuch des Opfers, hat das Bistum Magdeburg auf die Schweigeklausel verzichtet. Der SPIEGEL hat im Dezember 2005 ausführlich darüber berichtet.

Eine Aufarbeitung der Verbrechen des Serientäters Alfons Kamphusmann lehnt Bischof Feige nach wie vor ab. Wir von netzwerkB haben ihn diesbezüglich mehrfach darum gebeten. Auch den Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz Bischof Ackermann haben wir mit Schreiben vom 23.09 2016 um Unterstützung gebeten. Bis heute haben wir von beiden Bischöfen keine Antwort erhalten.

Anstatt die Verbrechen aufzuarbeiten, verschweigen, verleugnen und vertuschen nach wie vor auch deutsche Bischöfe – ignorieren die Opfer wie es der Vatikan vormacht.

Weitere Informationen:

SPIEGEL ‘Verirrte Hirten’ 5.12.2005:
http://netzwerkb.org/2005/12/05/413/

Schreiben Bischof Feige, Bischof Ackermann 23.09.2016:
http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2017/03/2016-09-23_an-Bischof-Feige.pdf

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313
presse [at] netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

5 Kilo Fantastereien: Gucci-Kreationist Adnan Oktar missioniert Schweizer Parlamentarier

Symbolbild. Bild: hippo by swatts
Die Bundespolitiker bekamen das umstrittene Buch von Adnan Oktar zugeschickt. Er kämpft gegen die Evolutionslehre.

Von Sven Altermatt | Aargauer Zeitung

Es ist wahrlich dicke Post: Über fünf Kilogramm wiegt das 800 Seiten starke und aufwendig gebundene Buch, das zahlreiche Bundesparlamentarier in den vergangenen Tagen ungefragt nach Hause geschickt bekamen. Der «Atlas der Schöpfung» ist das Hauptwerk des türkischen Kreationisten Adnan Oktar. Unter seinem Pseudonym Harun Yahya hat er Dutzende Bücher veröffentlicht. Darin führt er einen Kreuzzug gegen den Darwinismus.

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Warum man Martin Luther (eigentlich) nicht feiern sollte

links: Bildnis von Gewalt gegen Juden entstanden 1250 ;rechts: „Von den Juden und ihren Lügen“: mit dieser Schrift begann Martin Luthers Serie judenfeindlicher Schriften von 1543. Bild: zu-Daily.de
„Luther war ein großer Mann, ein Riese“, so Adolf Hitler bereits 1923. Diese Einschätzung erläuterte er wie folgt: „Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.“ Eine derartige Anerkennung des Reformators, hier bezogen auf seinen Antisemitismus, fand sich auch noch bei anderen hohen Funktionsträgern des nationalsozialistischen Totalitarismus

Von Armin Pfahl-Traughber | haGalil.com

Der Herausgeber des „Stürmer“ Julius Streicher bemühte sich während der Nürnberger Prozesse, seine Hetze gegen die Juden mit ihm zu legitimieren: „Wenn Martin Luther heute lebte, dann säße er hier an meine Stelle als Angeklagter.“[2] Derartige Bekundungen hatten einen wahren Kern: Martin Luther ließ nicht nur in Büchern seinen Aversionen gegen die Juden freien Lauf, sondern rief dort auch zu Synagogenverbrennungen und Vertreibungen auf. Angesichts der Bezüge auf Luther durch führende NS-Politiker stellt sich die Frage, wie es um den Antisemitismus in Einstellungen und Handlungen bei dem Reformator stand und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede dessen Judenfeindschaft zu der des Nationalsozialismus aufweist.

Luthers Einstellung zu den Juden in der Frühphase

Bilanzierend zeigt sich, dass es eine Entwicklung von Einstellungen Luthers gegenüber den Juden gab, welche in eine Frühphase, Umbruchphase und Spätphase unterschieden werden sollen. Bereits in der ersten bedeutsamen Erklärung des Reformators kommt dies zum Ausdruck: Gemeint ist der Brief an Georg Spalatin zu Johannes Reuchlin von 1514: Der erwähnte Humanist hatte judenfreundliche Auffassungen vertreten und dadurch den Häresievorwurf auf sich gezogen. In einem Gutachten kritisierte Luther das Eifertum von dessen Gegnern und verteidigte die Positionen von Reuchlin. Dies ging aber nicht einher mit einer Anerkennung der Glaubensgemeinschaft der Juden, die einer falschen, gotteslästernden, unverbesserlichen und verderblichen Religion anhängen würden. Gleichwohl sah Luther wie Reuchlin in Strafen und Verboten einen falschen Weg. Es handele sich um kontraproduktive Mittel, welche die postulierte Verstocktheit noch vertiefen würden.[3] Demnach hatte die Einstellung nichts mit einer Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft zu tun.

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Wer hat das Sorgerecht für eine befruchtete Eizelle?

Image of the embryos having developed to the blastocyst stage 80 hours after launch. Image: Enkui Duan. prep.: bb
Die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin führen zu absurd anmutenden rechtlichen Streitereien. Auch weil der Gesetzgeber keinen verlässlichen Rahmen schafft.

Von Viktoria Bolmer | Süddeutsche.de

Ein homosexueller Mann hätte gerne leibliche Kinder. Kein leicht zu erfüllender Wunsch in Deutschland. Hier existiert eigentlich kaum ein legaler Weg für homosexuelle Männer, ein Kind zu zeugen – obwohl die Reproduktionsmedizin dies durchaus ermöglichen könnte. Zum Beispiel mit einer Eizellspende und einer Leihmutter. Beides ist in Deutschland allerdings nicht erlaubt.

Im konkreten Fall lässt der Mann zunächst ein Kind von einer Leihmutter in Indien austragen, zwei Jahre später dann zwei Töchter von einer Leihmutter in Kalifornien. Die Eizellen wurden von einer dritten Person gespendet und mit seinem Sperma befruchtet. Dabei sind neun weitere Embryonen entstanden, die kryokonserviert, also eingefroren werden. Die Befruchtung ist mittlerweile vier Jahre her, die Embryonen liegen noch immer in einer Fortpflanzungsklinik in Kalifornien, als der Mann vor Gericht zieht. Für ihn ist der Fall klar: Er ist der Vater dieser Embryonen. Das möchte er in Deutschland anerkennen lasse, schließlich wolle er die Embryonen „zur Geburt zu führen“, wie er sagt. Er beansprucht nicht nur die Vaterschaft des tiefgefrorenen Gewebes, er möchte auch das Sorgerecht, zumindest aber eine Pflegschaft für die Embryonen.

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US-Botschaft bald in Jerusalem?

Image: NBCNews/YouTube
US-Präsident Donald Trump hält offenbar an dem Plan fest, die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Nach jahrzehntelangem Reden über einen derartigen Schritt ziehe Trump den Umzug „ernsthaft in Erwägung“, sagte US-Vizepräsident Mike Pence am Sonntag vor der Jahrestagung der proisraelischen Lobbygruppe „American Israel Public Affairs Committee“ (AIPAC).

Radio Vatikan

Erstmals nach der Wahl äußerte sich damit ein Vertreter der Trump-Administration konkret zum möglichen Umzug der Botschaft nach Jerusalem. Trumps Wahlkampfversprechen, die Botschaft zu verlegen, hatte für Kritik von Palästinensern, Kirchenvertretern und westlichen Staaten gesorgt.

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DNA-Baukasten gesundheitsgefährdend

Bild: 4ever.eu
Baukästen für gentechnische Experimente lassen sich inzwischen online bestellen. Doch das Bayerisches Landesamt für Gesundheit warnt nun vor einem dieser DIY-Kits

Von Marco Lehner | Technology Review

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit meldet, in einem Gentechnik-Baukasten der Firma The Odin Krankheitserreger gefunden zu haben, die Harnwegs- oder Wundentzündungen beziehungsweise Blutvergiftungen hervorrufen können. Die Erreger sind der Risikogruppe 2 zugeordnet, die besagt, dass die Erreger eine potenzielle Gefahr für Menschen darstellen können, eine Vorbeugung oder Behandlung aber möglich ist.

Nach Herstellerangaben enthält der Experimentier-Kasten nur ungefährliche E. Coli-Bakterien. An diesen können gentechnische Experimente durchgeführt werden, ohne dass ein Labor nötig ist. Auf der Homepage wird ein Experiment beschrieben, in dem eine Aminosäure des Bakteriums ersetzt wird und es so in einer zuvor lebensfeindlichen Umgebung wachsen kann.

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Treffen von SPD und Deutscher Bischofskonferenz

Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx haben sich zu einem Austausch getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs im Willy-Brandt-Haus in Berlin standen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhaltes, die Rolle der Kirche in der Gesellschaft sowie die Flüchtlings- und Integrationspolitik.

BUNDESPRESSEPORTAL

Beide Seiten vereinbarten, den vertrauensvollen Austausch weiter fortzusetzen. Kardinal Reinhard Marx und Martin Schulz stimmten darin überein, dass die Kranken- und Altenpflege aufgewertet werden müsse – unabhängig von der Frage, in welcher Trägerschaft die jeweiligen Einrichtungen betrieben würden.

Mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt waren sich beide Seiten einig, dass dem Schüren von Ängsten und Verunsicherungen kein Platz eingeräumt werden dürfe. Auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz befassten und befassen sich verschiedene Initiativen und Projekte mit der Frage, welchen Beitrag die Kirche zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Demokeratie leisten kann.

Bankgewinne durch Steuerflucht

Bild: heise.de/tp
Oxfam hat die Finanzflüsse von 20 europäischen Großbanken untersucht, die angeblich hohe Gewinne in europäischen Steueroasen machen

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

Eigentlich ist es nicht mehr verwunderlich, wenn nach den großen Firmen wie Apple, Starbucks, Fiat und anderen, nun auch bekannt wurde, dass die Banken wohl die gleichen Steuerschlupflöcher nutzen, um Gewinne zu machen oder zu maximieren. Auch sie verschieben offenbar zur Steueroptimierung Gewinne im großen Stil in Steueroasen, um Steuern zu umgehen. Das legt jedenfalls eine Untersuchung der Entwicklungsorganisation Oxfam nahe. Luxemburg sticht in Europa besonders hervor, wo der Steuerdumper Jean-Claude Juncker für die Schaffung der Schlupflöcher mitverantwortlich war. So ist kaum verwunderlich, wenn Brüssel nur zaghaft versucht, die Steuerparadies in Europa zu beseitigen.

Die Entwicklungsorganisation hat gemeinsam mit dem von ihr ins Leben gerufene Netzwerk „Fair Finance Guide International“ einmal die Finanzflüsse von den 20 größten europäischen Banken unter die Lupe genommen. Die Studie hat den vielsagenden Titel „Opening the vaults“ (Die Tresore öffnen) soll aufzeigen, wie „die größten europäischen Banken die Steuerparadiese nutzen“.

Der Inhalt hat es in sich, obwohl nur die offiziellen Zahlen der Banken ausgewertet wurden. Dass die Banken ihre Zahlen nicht immer wahrheitsgemäß angeben oder weit auslegen, ist aus den letzten Jahren bekannt, wo es in einigen Ländern sogar Strafverfahren gibt, weil sich angebliche Gewinne bisweilen in Milliardenverluste verwandelt haben und diverse Banken zu Rettungsfällen wurden. Verlassen kann man sich oft auch nicht auf die Zahlen derer, die mit der Prüfung der Bilanzen betraut sind, hat sich auch sehr deutlich gezeigt (Das Geschäft mit Bankenrettungen.

Das sei vorangestellt, weil Oxfam nur Daten ausgewertet hat, die die großen „Banken nach den Transparenzregeln“ nun liefern müssen. „Zu der offiziellen länderbezogenen Berichterstattung sind sie nach der Finanzkrise verpflichtet worden“, erklärt der Oxfam-Sprecher Nikolai Link gegenüber Telepolis. Aus diesen Daten sei die „diese Studie destilliert“ worden, fügt er an. Die europäischen Banken müssen nun über Gewinne und Steuerzahlungen in allen Ländern Auskunft geben, in denen sie aktiv sind (Country-by-Country Reporting).

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Der neue Sound der Rechten – und ihre alte Botschaft

(Foto: Lisa Bucher)
Sie verteilen Pfefferspray in Fußgängerzonen, zitieren auf ihren Webseiten Gedichte und geben sich modern – mit welcher Taktik rechte Bewegungen nach Anhängern fischen.

Von Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Neulich haben sie in der Hagener Fußgängerzone Dosen mit Reizgas verschenkt, an Shopperinnen, die jung und deutsch aussahen. „Unsere Mädels“, wie sie hinterher bei Facebook schrieben. „Die Multikultis mit ihrer wahnsinnigen Asylpolitik können und wollen unsere Frauen nicht beschützen, deswegen tun wir es.“

Vor einiger Zeit haben sie in Halle in Sachsen-Anhalt ein Wahllokal zugemauert, in dem das Land eine Probewahl für Neubürger anbieten wollte. Nachts, mit Bauschaum und Ziegeln.

Und in Klagenfurt in Österreich, aus Sicht deutscher Rechter Teil der Heimat, haben sie im Dunkeln alle Statuen in schwarze Schleier gehüllt. Als die Stadt erwachte, trugen die Steinfiguren ein Schild um den Hals: „Integration ist eine Lüge“.

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Australien: Tausende Dino-Fußspuren entdeckt

Im Vordergrund sind einige der im australischen Walmadany entdeckten Dinosaurier-Fußspuren zu sehen. © Damian Kelly
„Tanzboden“ der Riesenechsen: In West-Australien haben Paläontologen tausende von Dinosaurier-Fußspuren entdeckt – darunter auch Riesenstapfen von 1,70 Metern Größe. Die 140 bis 127 Millionen Jahre alten Abdrücke stammen von mindestens 21 verschiedenen Dinosaurierarten, darunter sowohl Raubsauriern als auch großen Pflanzenfressern. Damit könnte dies die umfangreichste und vielfältigste Ansammlung von Dinosaurier-Spuren weltweit sein.

scinexx

Neben Skeletten hinterließen die Dinosaurier in vielen Regionen der Erde auch ihre Fußstapfen. Sie blieben konserviert, weil die Riesenechsen über weichen Schlamm liefen, der dann erhärtete und von schützendem Sediment überdeckt wurde. So haben Paläontologen bisher schon Dino-Abdrücke in Arizona und Alaska gefunden, aber auch in Schottland und sogar mitten in Deutschland.

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Deutsche Politiker geben Zurückhaltung gegen Erdogan auf

Nach den Attacken Erdogans geben deutsche Politiker Contra. Sahra Wagenknecht bezeichnete ihn als Terroristen.

DIE WELT

  • Bundestagspräsident Lammert sieht das Verfassungsreferendum in der Türkei als „Putschversuch gegen die Demokratie“.
  • Erdogan hatte vergangene Woche gesagt, dass „bald kein Europäer mehr sicher auf den Straßen“ sei.

Nach den heftigen Attacken des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen EU-Staaten gehen nun auch deutsche Politiker in die Offensive. Linksfraktionschefin Sarah Wagenknecht bezeichnete ihn gar als „Terroristen“.

Dabei bezog sie sich bei einer Veranstaltung auf einen Satz, den Erdogan vor wenigen Tagen in Ankara gesagt hat: „Wenn ihr euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt einen Schritt auf die Straße setzen können.“

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Studie beschenigt Bundesamt „Asyllotterie“

Lotto © Hermann @ pixabay (CC 0)
Wissenschaftler der Universität Konstanz werfen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Asyllotterie vor. Ihrer Untersuchung zufolge unterscheiden sich die Anerkennungsquoten von Asyl-Anträgen in den Bundesländern erheblich. Das Bundesamt weist die Vorwürfe zurück.

MiGAZIN

Einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Konstanz zufolge sind die Anerkennungsquoten von Asyl-Anträgen zwischen den Bundesländern teils sehr unterschiedlich. Deutliche Unterschiede stellten die Forscher im Zeitraum 2010 bis 2015 bei Antragstellern aus dem Irak und Afghanistan fest. Die Wissenschaftler sprechen von „Asyllotterie“.

So wurden der Studie zufolge in Niedersachsen von den Asylgesuchen aus dem Irak 75,5 Prozent anerkannt, in Sachsen-Anhalt nur 37,5 Prozent. In Nordrhein-Westfalen wurden der Studie zufolge 34,4 Prozent der Gesuche aus Afghanistan positiv beschieden, in Brandenburg zehn Prozent.

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US-Versicherungen verklagen Saudi-Arabien auf sechs Milliarden Dollar Entschädigung für 9/11

Ein von Barack Obama blockiertes Gesetz hat eine neue Rechtslage geschaffen

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Mehrere US-Versicherungskonzerne – darunter Liberty Mutual und Safeco – haben beim Bundesbezirksgericht Manhattan eine Klage eingereicht, in der sie dem Ölkönigreich Saudi-Arabien und einer saudischen Stiftung eine Mitschuld an den Terrorattacken am 11. September 2001 geben, bei dem sunnitische Extremisten Flugzeuge entführten und damit die beiden Türme des New Yorker World Trade Center zum Einsturz brachten.

Diese Mitschuld ergibt sich den Klägern nach durch eine Beteiligung hochgestellter Persönlichkeiten aus Saudi-Arabien an der Finanzierung der sunnitischen Extremisten. Deshalb, so die Klageschrift, sei Saudi-Arabien den Versicherungen mindestens sechs Milliarden Dollar schuldig.

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Climate Change Deniers Believe Carbon Emissions Are Good for Us

Image: MOTHERBOARD
Climate change deniers have settled upon one rebuttal to the established science of human-caused climate change that has them feeling particularly brash, and almost giddy with nihilistic joy: carbon is good for us.

By Grennan Milliken | MOTHERBOARD

At a recent conservative-run climate change conference I attended in Washington, DC, Craig Idso, founder of the Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Climate Change, a nonprofit research group dedicated to undermining climate science, faced the crowd and said: „Atmospheric CO2 is not a pollutant, It is the elixir of life.“

Carbon dioxide is simply plant food, he argued, and its buildup in the atmosphere over the last century has greatly increased global crop production „courtesy of the ever increasing human combustion of fossil fuels.“

The conference was put on by The Heartland Institute, a conservative think tank that’s one of the largest purveyors of climate skepticism in the US. In 2012, leaked documents showed Idso was receiving almost $12,000 a month from them.

Idso claimed, based on his own self published study, that burning fossil fuels has increased crop yield by $9.8 trillion dollars over the years. Emboldened by his own talking points, he went onto say that we could burn all the fossil fuels on Earth and see only environmental benefits.

Unfortunately for climate change deniers, this is not only misguided but profoundly ignorant of the complexity of Earth’s ecosystems and the array of domino effects that occur when balances are tipped.

The biggest problem with this assertion is that it assumes that because plants need carbon, no amount of it could be bad. It also assumes that all plant species need the same amount of carbon, or that they will react in the same way to rising temperatures. One just has to look at the diversity of the over 400,000 described species of plants says otherwise.

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Islamfeindlichkeit: Frauen besonders betroffen

Eine islamfeindliche Beschmierung aus dem Bericht – privat
Die Dokustelle Islamfeindlichkeit spricht im zweiten „antimuslimischen Rassismus Report“ von einer Zunahme der Fälle.

Die Presse.com

Beschimpfungen auf der Straße, hasserfüllte Postings im Internet oder auch tätliche Angriffe auf Menschen – Muslime in Österreich sind immer wieder Opfer von islamfeindlich motivierten Attacken. 253 davon hat die „Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus“ in einem aktuellen Bericht dokumentiert, der am Montag vorgestellt wurde.

So wurden der NGO im Vorjahr 79 Vorfälle gemeldet, die in die Kategorie „verbale Angriffe“ fallen, 75 fallen unter „Hassrede“, 31 sind an muslimische Institutionen gerichtete Aggressionen, die von E-Mails und Briefen bis zu persönlichen Beleidigungen reichen. Dazu kommen 17 gemeldete Beschmierungen, 13 Hassverbrechen und 11 Diskriminierungen – und 27 Fälle, die keiner der Kategorien zugeordnet werden konnten.

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Bedford-Strohm fordert flexibleres Bleiberecht für Asylbewerber

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat ein flexibleres Bleiberecht für Asylbewerber gefordert.

evangelisch.de

Die langen Asylverfahren in der Vergangenheit hätten dazu geführt, dass Asylbewerber mit ihren Familien in Deutschland heimisch geworden sind, sagte der bayerische Landesbischof am Montag in seinem Bericht vor der in Coburg tagenden Landessynode. Viele dieser Flüchtlinge lebten deshalb bereits seit mehreren Jahren in Deutschland und seien gut integriert. Eine Abschiebung dieser Menschen sei widersinnig.

Deshalb sollten für diese Flüchtlinge Bleibemöglichkeiten geschaffen werden, forderte Bedford-Strohm. Das sei „eine humane und eine kluge politische Maßnahme“.

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Wer gegen Erdogan stimmt, sagt nur seinen Vornamen

Bild: FB
Ab jetzt können in Deutschland lebende Türken über die Verfassungsreform abstimmen. Viel steht auf dem Spiel. Das Generalkonsulat in Hamburg setzt in der Zeit einen speziellen Sicherheitsdienst ein.

Von Philipp Woldin | DIE WELT

Und der Nachname? „Wenn der in der Zeitung steht, bekomme ich Probleme.“ So bleibt es bei Ilkay, der Vorname muss reichen. Die 40-jährige Frau hat gerade mit „hayir“ gestimmt, Nein zum Ultrapräsidialsystem von Staatschef Recep Tayyip Erdogan, jetzt steht Ilkay vor dem türkischen Generalkonsulat, blinzelt in die Frühlingssonne und erklärt sich. Sie sei unzufrieden, wie sich die Türkei politisch entwickle, und nun, fürchtet Ilkay, drohe ein Rückfall in alte Zeiten, ein neues Osmanisches Reich.

Deswegen ist sie zum Mittelweg gekommen, um zum ersten Mal in ihrem Leben bei einer türkischen Wahl abzustimmen. Den ganzen Tag strömen die Menschen hierhin, oft kommen ganze Familien gemeinsam, Söhne stützen ihre Mütter und Omas, Männer mit Gebetsketten reihen sich in die Schlange ein. Ilkay ist alleine da, sie ist in Hamburg geboren, neben der türkischen Staatsbürgerschaft besitzt sie auch den deutschen Pass. Ob ihre Stimme etwas ausrichten wird? Ilkay ist skeptisch: „Ich glaube, Erdogan wird gewinnen.“

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Hunderte Anwälte fordern Aus der lebenslangen Freiheitsstrafe

Wie sollen Mörder bestraft werden? Der Strafverteidigertag empfiehlt, die lebenslange Freiheitsstrafe abzuschaffen – und belebt damit die Diskussion um die Reform des Mordparagrafen.

SpON

Die schärfste Norm des deutschen Strafrechts lautet: „Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.“ Doch aus Sicht Hunderter Strafverteidiger aus ganz Deutschland sollte diese lebenslange Freiheitsstrafe abgeschafft werden.

„Wir halten das für eine unmenschliche Strafe. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch eine Chance haben muss, in die Gesellschaft zurückzukehren“, sagte der Rechtsanwalt Armin von Döllen zum Abschluss des 41. Strafverteidigertags in Bremen. Frühestens nach 15 Jahren kann ein zu lebenslanger Haft verurteilter Straftäter entlassen werden.

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A Hackable Dishwasher Is Connecting Hospitals to the Internet of Shit

Image: MOTHERBOARD
Despite all kinds of internet-connected things getting pwned, manufacturers insist of putting stuff on the internet without any security.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

If it’s connected to the internet, it can be hacked. In an age where manufacturers are rushing to put any kind of device onto the internet, we’re quickly finding out that how adage holds true. Crock-pots, light bulbs, thermostats, GPS trackers for kids, billboards, and even teddy bears have all been hacked recently.

Alas, that’s not stopping anyone from connecting stuff to the internet. The German domestic-appliance giant Miele decided to make a dishwasher that can be connected to the internet and, of course, someone found out it has a bug that allows hackers to break into it, infect it with malware, and give them the opportunity to use it as leverage to hack other devices on the network.

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