Arktis: Algenblüten unter dünnem Eis


Durch das dünner werdende Meereis der Arktis dringt immer mehr Licht – eine optimale Bedingung für Plankton. © Melnikot/ thinkstock
Versteckte Blüten: Durch den Klimawandel wird das Meereis der Arktis immer dünner. Dieser Trend ebnet offenbar den Weg für unerwartetes Leben. Weil mehr Sonnenlicht durch die gefrorene Masse dringt, breitet sich unter dem Eis zunehmend Phytoplankton aus. Modellberechnungen zeigen, dass solche Algenblüten womöglich bereits seit Jahren zum Alltag in der Arktis gehören. Ihre Rolle für das Klima und das arktische Ökosystem könnte somit drastisch unterschätzt worden sein.

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Phytoplankton spielt für das Ökosystem Ozean eine entscheidende Rolle: Die winzigen Algen und Cyanobakterien leben in den lichtdurchfluteten Zonen der Weltmeere und treiben dort biologische, chemische und geologische Kreisläufe an. So nehmen die Organismen zum Beispiel Kohlendioxid zur Photosynthese auf und geben Sauerstoff in die Atmosphäre ab. Sobald sie absterben und zu Boden sinken, verfrachten sie einen guten Teil des aufgenommenen Treibhausgases in den Tiefen des Ozeans – und regulieren so das Klima. Zudem bildet das Plankton mit seinem Wachstum und Zerfall die Basis des marinen Nahrungsnetzes.

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