Ausstellung „Cherchez la femme“ thematisiert die weibliche Verhüllung


Russisch orthodoxer Gottesdienst in Berlin, 2014 © Marija Mihailova (geb. 1989)
Künstlerische Arbeiten zur Verhüllung von Kopf und Körper sind ab diesem Freitag im Jüdischen Museum Berlin zu sehen. Dabei geht es um die Frage, wie viel Religiosität säkulare Gesellschaften vertragen – und was Frauen selbst dazu sagen.

Von Nadine Emmerich | MiGAZIN

Im Video der Istanbul Modest Fashion Week 2016 tragen die Models auf dem Laufsteg zwar sehr figurbetonte Kleider – sind jedoch verschleiert. Labels aus Bahrain, Indonesien und Malaysia, aber auch Deutschland, Frankreich und Schweden stellen aus, wie sich religiöse Tradition und Mode ihrer Ansicht nach züchtig verbinden lassen. Zur Vorstellung der Ausstellung „Cherchez la femme: Perücke, Burka, Ordenstracht“ erschien die Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin, Cilly Kugelmann, am Donnerstag mit schwarzem Fascinator, einer Art Haarreifen mit Schleife. Damit gingen modebewusste jüdische Frauen in England jetzt in die Synagoge, sagte sie. Fashion Week und Fascinator zeigen: Das Thema der weiblichen Kopfbedeckung ist komplex.

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