Ungarn: Angriff auf die freie Wissenschaft

Das Gebäude der Central European University in Budapest Foto: reuters
Eine Bildungsreform könnte für die Central European University das Aus bedeuten. Das ist auch ein Angriff auf deren Gründer George Soros.

Von Tibor Rácz | taz.de

Die Ukrainerin Swetlana (ihren Nachnamen möchte sie nicht nennen) ist fassungslos. „Das Institut ist fantastisch genauso wie unsere Community. Wenn es hier nicht weitergeht, dann vielleicht in Wien oder Vilnius“, sagt sie.

Swetlana studiert Rechtswissenschaften an der Central European University (CEU) in Budapest – die einzige US-amerikanische Universität des Landes. Doch damit könnte es schon bald vorbei sein. Grund dafür ist ein Gesetz der rechtsnationalen Fidesz-Regierung für eine Reform des Hochschulwesens, das seit Dienstag dem ungarischen Parlament vorliegt.

Die Vorschrift sieht unter anderem vor, dass ausländische Hochschuleinrichtungen, deren Träger außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) angesiedelt sind, nur dann eine Zulassung erhalten, wenn ihr Träger auch im Herkunftsland eine Universität betreibt.

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Katholische Kirche sucht Missbrauchsopfer über Internet

In einem Verdachtsfall von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche sucht das Berliner Erzbistum über das Internet nach Zeugen und Betroffenen.

FOCUS ONLINE

Es sei bisher nicht gelungen, die bereits vorliegenden, anonymisierten Aussagen konkreten Personen zuzuordnen, heißt es in dem jetzt online gestellten Aufruf. In dem kirchlichen Verfahren gegen einen Priester und ehemaligen Jesuitenpater benötige der Anwalt jedoch belastbare Aussagen für die Klageschrift. Der Geistliche sei von Betroffenen beschuldigt worden, sie von 1970 bis 1988 als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Deren Namen seien dem Gericht aber nicht bekannt. Zeugen sollten sich deshalb beim Konsistorium des Erzbistums melden. Das Verfahren gegen den heute in Hildesheim lebenden Pfarrer war auf Antrag der jesuitischen Glaubenskongregation eingeleitet worden.

Inside Islam: „Gott allein ist der Gesetzgeber“

Muslimische Männer in einer Moschee in Moabit © Sean Gallup/Getty Images
Antidemokratisch und konservativ: Mehrere Monate lang hat unser Autor Freitagspredigten in deutschen Moscheen besucht. Sein Fazit ist ernüchternd.

Von Constantin Schreiber | ZEIT ONLINE

„Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“ heißt das neue Buch von Constantin Schreiber, aus dem wir hier einen Auszug veröffentlichen:

„Es ist Freitag, der 29. April 2016, eine turbulente Nachrichtenwoche neigt sich dem Ende zu. In Österreich gewinnt die rechtspopulistische FPÖ die erste Runde der Präsidentschaftswahlen. In Baden-Württemberg steht die erste schwarz-grüne Koalition Deutschlands, nachdem der Grünen-Politiker Winfried Kretschmann bei den Landtagswahlen einen überragenden Sieg errungen hatte.

Aus der Wahl geht die Alternative für Deutschland (AfD) als neue starke Kraft im Landtag hervor. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland weist Forderungen zurück, die Entsendung türkischer Imame nach Deutschland zu stoppen. Der Vorsitzende des Verbandes, Ayman Mazyek, bezeichnet den Vorschlag als „verfassungswidrig, von Doppelmoral durchzogen und nicht zielführend“.

Am Freitagmittag erreicht mich von meiner Redaktion noch ein Auftrag: Ich soll eine Freitagspredigt in eine Berliner Moschee besuchen. Anlass ist die – erneut erhobene – Forderung aus der Politik, Moscheen enger zu überwachen und Predigten auf Deutsch zu halten. Ich kümmere mich in der Redaktion häufig um die Themen Islam und Integration, unter anderem deshalb, weil ich gut Arabisch spreche. Ich habe viele Jahre als Reporter im Libanon und den Vereinigten Arabischen Emiraten gearbeitet und fast alle Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas bereist.

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Mehr Suizidversuche von Flüchtlingen in Bayern

  • 2016 haben in Bayern 158 Flüchtlinge versucht, sich selbst zu töten. Das geht aus einer Landtagsanfrage der Grünen hervor.
  • Ob die Versuche im Kontext mit drohenden Abschiebungen zu sehen sind, geht aus der Statistik nicht hervor.
  • Kritik von den Grünen, die in diese Richtung zielte, wies das Sozialministerium als „haltlosen und ehrverletzenden Vorwurf“ zurück.
  • Experten sehen die Abschiebepraxis der bayerischen Staatsregierung dennoch mit Skepsis.

Von Dietrich Mittler | Süddeutsche.de

In Bayern haben im Vorjahr 158 Flüchtlinge einen Suizidversuch unternommen, weitere vier starben dabei. Dies geht aus einer Landtagsanfrage der Grünen hervor. „Das ist mehr als eine Verdreifachung gegenüber den Vorjahren“, sagte Christine Kamm, die asylpolitische Sprecherin der Grünen. Mitverantwortlich für diese Entwicklung macht Kamm die bayerische Asylpolitik. „Die Politik der Staatsregierung treibt die Menschen in die Verzweiflungstaten“, sagte sie. Das Sozialministerium erklärte am Freitag: „Zu solch einem haltlosen und ehrverletzenden Vorwurf werden wir uns nicht äußern.“ Die Zunahme der Fallzahlen erkläre sich möglicherweise auch durch „die Zunahme der Zahl der untergebrachten Asylbewerber insgesamt“.

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Christliche Politiker sollen stärker Missionieren

Christliche Politiker sollten nach Meinung des Präsidenten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Christopher Hill, in der Öffentlichkeit stärker zu ihrem Glauben stehen.

Von Phillipp Saure | evangelisch.de

Man könne zugleich Christ sein und Menschen anderer Überzeugung  willkommen heißen, sagte der anglikanische Bischof dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Brüssel und nannte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als gutes Beispiel. „Sie geht nicht als ein Kreuzfahrer“, aber habe in der Flüchtlingspolitik auf ihre christlichen Werte gebaut und dies auch geäußert, urteilte Hill. Generell glaube er, „dass christliche Politiker, auch in meinem eigenen Land, irgendwie ängstlich sind, buchstäblich oder im übertragenen Sinn ein Kreuz zu tragen“, sagte der Brite.

Hill rief zugleich die EU dazu auf, den Dialog mit den christlichen Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften zu verstärken. Dass die EU einen solchen Dialog pflegt, ist in Artikel 17 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU vorgesehen. Die Kirchen müssten daher „auf Arbeitsebene“ einen besseren Zugang zur EU erhalten, verlangte Hill. So könnten sie konkreten Input beispielsweise zur Flüchtlingspolitik geben, sagte Hill. „Artikel 17 hat sein volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft.“ Kirchengemeinden existierten in ganz Europa und es gingen mehr Menschen in die Kirche als zu Parteiversammlungen oder zum Fußball, argumentierte der Bischof.

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Berlin: Rot-Rot-Grün möchte auch Straßen gendergerecht gestalten

Aus dem Schilderbuch. Auch Straßenschilder werden gendergerecht gestaltet.Foto: Kitty Kleist-Heinrich; Montage: Repro/Mika
Berlin plant Vorstoß im Bundesrat für gendergerechte Verkehrsschilder. Aus „Verkehrshelfer“ wird „Verkehrshelfende“.

Von Matthias Bernd | DER TAGESSPIEGEL

Der bislang wenig effektiv arbeitende rot-rot-grüne Senat sucht eine Chance zu bundesweiter Profilierung und arbeitet an einer Idee, die vermutlich wieder hohe Wellen schlagen wird. Wie aus einem noch nicht endgültig verabschiedeten Entwurf der Verkehrsverwaltung unter Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) hervorgeht, will die Landesregierung eine Bundesratsinitiative starten mit dem Ziel, Lücken in der Straßenverkehrsordnung (StVO) zu schließen, was die Gendergerechtigkeit der Schilder angeht. Der Blick des Senats ist dabei auf einige Überbleibsel gefallen, die dem aktuellen Stand nicht mehr entsprechen, wie es heißt.

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Seehofer über Merkel: „Unheimlich, wie zäh sie ist. Sie sprüht vor Ideen“

Eine eher wechselhafte Beziehung: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Horst Seehofer Quelle: dpa
Der CSU-Chef äußert sich ungewohnt begeistert, nahezu euphorisch über Angela Merkel. Sie sei ein „Stabilisator“ und der größte Trumpf der Union. Ein paar Schwierigkeiten zwischen CDU und CSU seien normal.

DIE WELT

CSU-Chef Horst Seehofer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trotz der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit ihr um die Flüchtlingspolitik als größten Trumpf der Union bezeichnet. „Wir werden nur mit Angela Merkel diesen Wahlkampf gewinnen. Das ist unser größter Trumpf. Und mit niemandem sonst“, sagte Seehofer. „Das sage ich als jemand, der auch die ein oder andere Debatte mit ihr hat.“

Man müsse ihre wichtige Funktion in einer aufgewühlten Welt als „Stabilisator, als Führungskraft gegenüber den Amerikanern und anderen, insbesondere auch in Europa sehen“. Er fügte hinzu: „Und innenpolitisch kann sie ja für sich reklamieren, dass es Deutschland noch nie so gut ging wie in der Gegenwart.“ In der Geschichte der Bundesrepublik habe es nie eine bessere wirtschaftliche Lage gegeben.

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Thüringen ermöglichte Pkw-Maut nach Zusicherung von Bahnprojekt

Bodo Ramelow bei der Vereidigung im Thüringer Landtag. Bild: FrankSchwarz/Facebook
Die überraschende Entscheidung Thüringens, die Pkw-Maut im Bundesrat doch nicht zu verzögern, ist erst nach der Zusage eines regionalen Bahnprojekts gefallen.

Frankfurter Rundschau

Das Förderversprechen hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt dem Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in der Nacht vor der Abstimmung gegeben, wie mehrere Medien berichteten. Ramelow verteidigte seine Entscheidung auf Twitter: Die Anrufung des Vermittlungsausschusses hätte nur zu Detailänderungen an der Maut führen können.

262 türkische Diplomaten und Soldaten beantragten Asyl in Deutschland

Laut „Spiegel“ – Deutsches Außenministerium warnt vor „systematischer Verfolgung“ in Türkei

derStandard.at

Zahlreiche türkische Diplomaten und Militärangehörige suchen einem Medienbericht zufolge Schutz in Deutschland vor staatlicher Verfolgung in ihrer Heimat. Dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) liegen 262 Anträge vor, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete. Entschieden wurde demnach noch keiner.

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Neue Fotos zeigen Zerstörungen des Pentagons am 11. September

Die US-Bundespolizei FBI hat bisher unbekannte Aufnahmen der Terroranschläge vom 11. September 2001 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Quelle: dpa/FBI
Das FBI hat bislang unbekannte Fotos von der Zerstörung am Pentagon unmittelbar nach dem 9/11-Anschlag veröffentlicht. Die Fotos von Trümmern und Zerstörung zeigen das Ausmaß des Vernichtungswillens von al-Qaida.

DIE WELT


Auch die Rettungs- und Löscharbeiten an sich sind zu sehen.
Quelle: dpa/FBI

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Was ist „Richard Dawkins: Evolution“?

Bild: RDF
Die Kickstarter-Kampagne für „Richard Dawkins: Evolution“ hat am 10. März 2017 begonnen.

Von Rich Stanton | Richard-Dawkins-Foundation

Ich hatte das Glück, mit beiden zusammen zu sitzen, Professor Dawkins und dem Entwickler des Spiels, Gordon Ross, um herauszufinden, was sie tun.

Das Ziel des Spiels ist bescheiden, 50000 Pfund Sterling, aber der Ehrgeiz grandios. Ich begann also mit der Frage, wie ein einzelner Mann, wenn auch mit Hilfe freier Mitarbeiter, etwas in dieser Größenordnung schaffen kann.

„Ursprünglich hatte ich ein probabilistisches Modell vor Augen, ein System etwa so, wie ich mir vorstelle, wie ‚No Man’s Sky‘ funktioniert, prozedural. Aber in unserem Fall haben wir dann doch… wissen Sie, interessanterweise erwähnte Richard sein Buch ‚Climbing Mount Improbable‘. Es ergab sich, dass die Technologie, die wir nutzen, von einem Unternehmen namens ‚Improbable‘ stammt.“

„Die Tests letzte Woche zum Beispiel, Richard würde es bestätigen, die früheren Prototypen, die wir auf dem Desktop laufen hatten, mit einer Population von etwa fünfhundert – wir landeten bei korallenartigen Wesen, fliegenden Kreaturen, allem möglichen, nur von diesem einfachen Startpunkt aus. Und sie evolvierten. So wie wir es bis jetzt machten, evolvierten sie in drei Stunden oder so. Aber jetzt haben wir eine Population von dreißigtausend, die in der ‚Cloud‘ läuft; sie spalten sich ab, migrieren, wandern über große Distanzen, werden isoliert, all diese Dinge. Interessante Effekte zeigen sich, wenn der Populations-Maßstab größer wird.“

Eines frage ich mich – wie wird die Evolution beobachtet? Vermutlich sitzt ihr nicht herum und seht zu, wie Wesen sich paaren und graduell sich verändernden Nachwuchs aufziehen?

„Stell dir ein Massen-Online-Gemeinschaftsspiel vor. Du läufst herum als diese kleinen Roboter, die selbst tatsächlich nicht evolvieren; es ist eher, wie auf einer Safari zu sein, oder Charles Darwin, der Proben sammelt. Wenn du etwas siehst, das dir gefällt, klonst du eine Kopie davon und behältst sie in der Stasis, ‚eingefroren‘.“

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Richter blockieren verstörendes Guantanamo-Video

© Shane T. McCoy/US Navy/dpa Eine Aufnahme aus dem Gefangenenlager Guantanamo im Jahr 2002.
Als Ausbildungsfilm für Soldaten waren die Bilder geeignet, die Öffentlichkeit soll sie aber nicht sehen: Gefangene, die durch einen Schlauch in der Nase zwangsernährt werden, gefährden laut Gericht Amerikas nationale Sicherheit.

Frankfurter Allgemeine

Ein amerikanisches Berufungsgericht hat die Veröffentlichung von Videos blockiert, die die Zwangsernährung eines Häftlings im Gefangenenlager Guantanamo zeigen. Die drei Bundesrichter begründeten ihre Entscheidung am Freitag in Washington mit dem Schutz der nationalen Sicherheit.

Damit hoben sie ein vorinstanzliches Urteil auf, das der Klage von mehr als einem dutzend Medien stattgegeben hatte – danach hatte die Öffentlichkeit ein Recht darauf, die Videos zu sehen. Die Freigabe der Aufnahmen war in Erwartung des Berufungsurteils bereits ausgesetzt worden. Die Behörden hatten argumentiert, bei den Videos handele es sich um ein Verteidigungsgeheimnis, ihre Veröffentlichung gefährde die nationale Sicherheit.

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YouTube: Werden deutsche Nutzer erneut ausgesperrt?

Screenshot TP
Landesmedienanstalten sehen Video-Kanäle als potenziell lizenzpflichtig an

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hat den Twitch-Gamerkanal PietSmietTV dazu aufgefordert, bis zum 30. April bei der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) eine 1.000 bis 10.000 Euro teure Rundfunklizenz zu beantragen. Macht der Betreiber von PietSmietTV das bis dahin nicht, drohen ihm Bußgelder und eine Ausstrahlungsuntersagung.

Als Rechtsgrundlage für ihre Forderung sieht die ZAK den § 2 des deutschen Rundfunkstaatsvertrages (RstV), in dem Rundfunkangebote als „lineare Informations- und Kommunikationsdienste“ definiert werden, die sich „an die Allgemeinheit richten“, „durch die Nutzer weder zeitlich noch inhaltlich beeinflusst werden können“, „entlang eines Sendeplans verbreitet werden“, „sich an mehr als potenziell 500 gleichzeitige Nutzer richten“, „journalistisch/redaktionell gestaltet“ werden und „nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen“. Vorher hatte der ZAK-Vorsitzende Siegfried Schneider verlautbart, „das Netz“ sei „voll von rundfunkähnlichen Angeboten“.

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Komet „TGK“ kommt nahe an der Erde vorbei

Bild: Ron Balke, Twitter
Der Komet „TGK“ schaut mal wieder bei uns vorbei. „41P/Tuttle-Giacobini-Kresák kommt der Erde näher als andere Kometen“, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde  in Heppenheim, Otto Guthier.

Frankfurter Rundschau

„Bei Dunkelheit ist er mit dem Fernglas in den nächsten Tagen gut zu sehen. Er sieht aus wie eine kleine Wolke, die diffus leuchtet.“ Bereits morgen werde der Brocken aus Eis, Staub und Gestein mit rund 21 Millionen Kilometer seinen kürzesten Abstand zur Erde haben.

Katrin Göring-Eckardt: „Gott ist wie Rhabarber“

Die evangelische Kirche feiert 500 Jahre Reformation – und die Politikerin Katrin Göring-Eckardt feiert mit. Denn der Drang nach Freiheit prägt sie seit ihrer Zeit in einer Jungen Gemeinde in der DDR.

evangelisch.de

Die evangelische Kirche feiert 500 Jahre Reformation. Warum feiern Sie mit?

Katrin Göring-Eckardt: Es geht bei der Reformation um Freiheit, es geht um den Auszug aus der Angst. Das ist für mich gerade in diesen Zeiten wichtig. Ich bin in der DDR aufgewachsen, deswegen ist Freiheit für mich ein ganz zentraler Impuls. Dass wir frei von Angst leben können. Martin Luther, die Reformatorinnen und die Reformatoren haben vorgemacht, wie das geht. Obwohl sie unter wahnsinnigem Druck standen, obwohl sie unter starken Zweifeln gelitten haben, haben sie gesagt: „Nein, wir machen es anders, wir haben erkannt, dass es um die Gnade geht und nicht um das, was ihr Oberen uns zu sagen habt!“ Das war für mich schon als Jugendliche in der DDR total wichtig und das ist es bis heute.

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Warum Hunderte Flüchtlingskinder in Schweden ins Koma fallen

„Eine Art gewolltes Sterben“: Das Resignation Syndrome scheint ausschließlich bei Flüchtlingskindern in Schweden aufzutreten (Symbolbild). © aiduke2013/Getty Images
„Sie lösen sich einfach von dieser Welt los“: Hunderte Flüchtlingskinder in Schweden sind in einen komaähnlichen Zustand gefallen, nachdem sie erfahren haben, dass ihre Familien abgeschoben werden sollen.

Von Marc Drewello | stern.de

In Schweden sorgt seit vielen Jahren eine mysteriöse Erkrankung von Flüchtlingskindern für Aufsehen, von der außerhalb des Landes kaum Notiz genommen wird. Hunderte Kinder aus geflüchteten Familien sind seit den frühen 2000er-Jahren an dem Uppgivenhetssyndrom oder Resignation Syndrome (RS) erkrankt, nachdem ihre Familien darüber informiert wurden, dass sie in ihr Herkunftsland abgeschoben werden sollen.

Die Auswirkungen der Krankheit sind dramatisch: Die Betroffenen fallen in einen komaähnlichen Zustand. Der typische Patient sei „vollkommen passiv, unbeweglich, habe keine Muskelspannung, sei zurückgezogen, stumm, unfähig zu essen und zu trinken, inkontinent und reagiere nicht auf physische Reize oder Schmerz“, zitiert das US-Magazin „The New Yorker“ in einem umfangreichen Artikel über die Krankheit den Direktor der kinderpsychiatrischen Abteilung der Karolinska-Universitätsklinik in Stockholm, Göran Bodegård. Ohne medizinische Hilfe würden die Kinder sterben.

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Ein vegetarischer Burger, innen noch blutig

So sieht der vegetarische Bratling aus, wenn man ihn medium brät, also innen rosa lässt Quelle: impossiblefoods.com
Ein Start-up aus dem Silicon Valley hat einen Burger aus pflanzlichen Zutaten entwickelt, der die Fleischeslust der Menschheit in Zukunft befriedigen könnte. Der Clou: Der Veggie-Burger blutet.

Von Michael Remke | DIE WELT

Ein Hamburger für Vegetarier, der blutet? Was beim ersten Gedanken wie ein Widerspruch klingt, könnte schon bald ein fester Bestandteil auf der Speisekarte der Restaurants werden. Das US-Start-up-Unternehmen Impossible Foods aus dem kalifornischen Silicon Valley hat in den vergangenen Jahren einen Fleischklops entwickelt, der nicht nur so aussieht, riecht und schmeckt wie ein echter Burger. Der aus rein pflanzlichen Zutaten gefertigte Klops blutet medium gebraten auch noch so, wie es Hunderte Millionen Karnivore dieser Welt am liebsten auf ihrem Teller sehen.

„Die Art und Weise, wie wir zurzeit Fleisch herstellen, ist für die Menschheit auf Dauer zerstörerisch“, sagt der Gründer von Impossible Foods, Patrick Brown. „Unser Ziel ist es, diese Folgen für die Umwelt zu minimieren.“ Brown ist selbst kein radikaler Vegetarier, der seine Tischnachbarn schief anschaut, wenn sie einen Burger oder ein Steak verdrücken. Der Biochemiker ist ein erklärter Fleischfan. Und die Fleischfans will er mit seinem Vegetarier-Burger ansprechen.

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CRISPR Has a Pro-Life Problem

Image: MOTHERBOARD
The gene editing tech is encountering the same obstacles as stem cell research did in the 90s, but on a whole new level.

By Ankita Rao | MOTHERBOARD

It’s hard to discuss CRISPR without discussing, even tangentially, the issue of abortion. The gene editing technology has now been applied to viable human embryos, opening up a door to editing genetic code in future humans. But there’s an age-old debate, especially in the United States, over using embryos for scientific research, that has higher stakes than ever.

We don’t have to look too far into the past to know how this might go. A decade ago, under the George W. Bush administration, the US government had to grapple with two very different views of stem cell research. On one end, anti-abortion activists and establishment conservatives like then-advisor Karl Rove wanted to outlaw research on cells derived from human embryos. On the other, scientists and research groups said these cells could help develop cures for illnesses like spinal cord injuries or neurological disorders.

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Wahl Dodo des Monats März 2017

Dodo des Monats März 2017 ©HFR

Der Monat März war bestimmt durch das Toben des Osmanischen AKP-Mobs in Europa. Psychotisch zu nennende Verbalinjurien mit nur einem Zweck, den Status des illegalen Dikators in legal zu verwandeln. Die Niederlande, Deutschland, Österreich, alles Nazis oder zu mindestens Nazi-Methoden anwendend. Wer solche Politiker an der Macht hat und deren Auffassung von Politik nicht vertritt kann eigentlich nur noch abhauen oder aber akzeptieren, dass er von Idioten regiert wird.
Die Kriechspur verlassend kommen die Vorbereitungen zum Reformationsjubiläum, eingebunden im Kirchentag der Evangelischen Kirche in die heiße Phase. Den Fettwanst Luther kann man jetzt schon fast überall sehen, spuckt man aus, trifft man ihn. Die Hauptabteilung Kirchen beim Bundeskanzlerinnenamt bietet dem Volk panem et circensis. Der Juden-und Frauenhasser repräsentiert wie kein zweiter den gebückten Gang der Obrigkeitshörigkeit. Die Fete um Luther wird nur möglich, weil man das Schlechte, Widerwärtige ausblendet und sich  auf das Gute konzentriert. Ein Politiker mit solchen Aussagen, wie Luther sie getätigt hat, muss sich um seine politische Zukunft keine Sorgen mehr machen.

Die Wahl ist bis zum 07.04. 2017, 18:00 Uhr befristet. Am folgenden Tag wird der Gewinner hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

  1.  Samir Bouaissa, „in der Schule wird gebetet, gelernt nur in Ausnahmefällen.“
  2.  Hans Michael Heinig, „beklagt die verschwindende Märchendeutung an Universitäten.“
  3.  Techniker Krankenkasse, „Geld fürs Zuckerkügelchen.“
  4.   Jörg Kruttschnitt, „Kirchenrecht gegen Arbeitnehmerrechte.“
  5.  Helmut Kukacka, „träumt den Traum vom Kreuzestod.“
  6.  Franziskus-Krankenhaus Berlin, „Kirchenkonzern mit Profitmaximierung.“
  7.  Heiner Koch, „eloquente Homophobie.“
  8.  Heinrich Bedford-Strohm, „sollte politische Vorschläge in seiner SPD einbringen.“
  9.  Oberlandesgericht Düsseldorf, „Synagogen abfackeln ist Israelprotest, nicht Antisemitismus.“
  10.  Friedrich Schorlemmer, „Luther der Held der DDR.“
  11.  Feridun Zaimoglu, „mädchenhafte Luthersicht.“
  12.  Benjamin Hasslhorn, “ will zum Kern des Luthertums zurück.“
  13.  Rundfunk Berlin-Brandenburg(rbb), „teurer Religions-Spam im Funk.“
  14.  Ekkehart Vetter, „Heilungsgebete gegen Homosexualität.“
  15.  Michael Müller, „Instrumentalisierung der Terroropfer mit Islam.
  16.  Martina Münch, „säkularisiertes Kloster zurück an die Kirche, wer bezahlt den Scheiß?“
  17. Thomas Hartung, „wenn Frauen masturbieren...“

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