Warum Hunderte Flüchtlingskinder in Schweden ins Koma fallen


„Eine Art gewolltes Sterben“: Das Resignation Syndrome scheint ausschließlich bei Flüchtlingskindern in Schweden aufzutreten (Symbolbild). © aiduke2013/Getty Images
„Sie lösen sich einfach von dieser Welt los“: Hunderte Flüchtlingskinder in Schweden sind in einen komaähnlichen Zustand gefallen, nachdem sie erfahren haben, dass ihre Familien abgeschoben werden sollen.

Von Marc Drewello | stern.de

In Schweden sorgt seit vielen Jahren eine mysteriöse Erkrankung von Flüchtlingskindern für Aufsehen, von der außerhalb des Landes kaum Notiz genommen wird. Hunderte Kinder aus geflüchteten Familien sind seit den frühen 2000er-Jahren an dem Uppgivenhetssyndrom oder Resignation Syndrome (RS) erkrankt, nachdem ihre Familien darüber informiert wurden, dass sie in ihr Herkunftsland abgeschoben werden sollen.

Die Auswirkungen der Krankheit sind dramatisch: Die Betroffenen fallen in einen komaähnlichen Zustand. Der typische Patient sei „vollkommen passiv, unbeweglich, habe keine Muskelspannung, sei zurückgezogen, stumm, unfähig zu essen und zu trinken, inkontinent und reagiere nicht auf physische Reize oder Schmerz“, zitiert das US-Magazin „The New Yorker“ in einem umfangreichen Artikel über die Krankheit den Direktor der kinderpsychiatrischen Abteilung der Karolinska-Universitätsklinik in Stockholm, Göran Bodegård. Ohne medizinische Hilfe würden die Kinder sterben.

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