Warum Erdogans irre Spionage-Liste leider keine Überraschung ist


© Picture-Alliance Leider gehen ausländische Geheimdienste meistens geschickter vor als dieser Mann, der für ein Symbolfoto posiert.
Ausländische Spione observieren Cafés, Kindergärten und Oppositionelle. Das ist kriminell und wahnhaft – aber Alltag in Deutschland.

Von Peter Carstens | Frankfurter Allgemeine

Die türkische Liste mit Namen und Adressen angeblicher Terrorunterstützer und Gülen-Sympathisanten hat die Politik in Aufregung versetzt. Es hagelte Proteste und Beschwerden. Innenminister Thomas de Maizière drohte mit dem Gesetz, der Generalbundesanwalt leitete Ermittlungen ein. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius gab eine Pressekonferenz zu den Geheimpapieren. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir beklagte mangelnden Schutz hier lebender Türken vor der Geheimarmee Erdogans. Justizminister Maas stellte klar: „Spionage ist strafbar, dem werden wir nicht tatenlos zusehen.“

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