Ditib-Imame in NRW verweigern Sicherheitsüberprüfung


Die Ditib-Zentralmoschee in Köln Quelle: Getty Images/Getty Images Europe
Seit September 2016 ist für Imame, die in Gefängnissen arbeiten, eine Überprüfung durch den Verfassungsschutz vorgeschrieben. Seitdem ist die Zahl der zugelassenen Ditib-Imame in NRW extrem gesunken.

DIE WELT

Die Imame in Nordrhein-Westfalen (NRW) verweigern sich in großem Umfang den Sicherheitsüberprüfungen durch den deutschen Verfassungsschutz. Die Zahl der Imame des Islamverbandes Ditib, die noch Freitagsgebete in Gefängnissen in NRW abhalten dürfen, ist von 117 im Februar 2015 auf aktuell nur noch zwölf gesunken. Diese Zahlen nannte die NRW-Landesregierung auf Anfrage der „Rheinischen Post“.

Denn seit Februar dieses Jahres dürfen Imame die Gefängnisse nur noch betreten, wenn sie sich zuvor einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen haben. Diese Voraussetzung werde von der überwiegenden Zahl der über die türkischen Generalkonsulate beziehungsweise von Ditib entsandten Imame nicht erfüllt, hieß es.

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