Blutprobe im Bernstein


Diese Zecke hat das Blut eingesammelt – und wurde gemeinsam mit den Säuger-Zellen konserviert. © George Poinar
Außergewöhnlicher Fund: In einem 20 bis 30 Millionen Jahre alten Bernstein haben Forscher zum ersten Mal überhaupt konserviertes Blut eines Säugetiers entdeckt. Die Zellen sind mitsamt einer vollgesaugten Zecke in dem erstarrten Baumharz eingeschlossen – und halten eine weitere Überraschung bereit. Denn in dem Blut sind zudem krankmachende Babesien enthalten. Diese Parasiten infizieren noch heute die roten Blutkörperchen von Mensch und Tier.

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Das zu Bernstein erstarrte prähistorische Baumharz ist eine echte Zeitkapsel. Was einst in ihm eingeschlossen wurde, bleibt über Jahrmillionen konserviert. Ob Giftblume, Vogelflügel oder Dinosaurierschwanz: Die Bernstein-Fossilien öffnen immer wieder ein Fenster in eine vergangene Welt und versorgen Wissenschaftler mit wertvollen Einblicken.

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