Bundesregierung hat „die Armut stark vergrößert“

„Von 2008 bis 2014 stach Deutschland durch eine Politik hervor, die stark die Armut vergrößerte.“ Diese Aussage stammt nicht etwa aus dem Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, sondern direkt von hoher politischer Stelle: der Europäischen Kommission.

Von Marcus Klöckner | TELEPOLIS

In ihrem Länderbericht, der bereits im Februar veröffentlicht wurde, aber bisher keinen Eingang in die mediale Öffentlichkeit gefunden hat, hebt die Europäische Kommission das hervor, was Sozialverbände schon seit Jahren anprangern: Die Bundesregierung unternimmt viel zu wenig, um den Armen in Deutschland zu helfen.

Despite overall positive economic and labour market developments in the last few years, income inequality has increased and moderated only recently, while wealth inequality remains among the highest in the euro area.

Bericht der EU-Kommission

Wie das Versagen der Bundesregierung im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfung im eigenen Land aussieht, bringt die Kommission so auf den Punkt: Bedarfsabhängige Leistungen seien „real und im Verhältnis zur Einkommensentwicklung gesunken“. Die Berliner Zeitung erläutert:

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Anette Schultner :“Ich streite für die großen christlichen Kernthemen“

Anette Schultner, Sprecherin der „Christen in der AfD“Foto: privat
Anette Schultner ist Bundessprecherin der „Christen in der AfD“. Beim Evangelischen Kirchentag in Berlin sitzt sie auf einem Podium. Dagegen gibt’s Proteste.

Von Malte Lehming | DER TAGESSPIEGEL

Angst hat sie nicht. Allenfalls dürfte ihr etwas mulmig zumute sein. Und so wird Anette Schultner an Christi Himmelfahrt zum 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Berlin fahren, wo von den erwarteten 200.000 Teilnehmern höchstens eine Handvoll auf ihrer Seite steht. Denn die 43-Jährige leitet derzeit nicht nur den Wahlkampf der AfD in Schleswig-Holstein, sondern sie ist auch die Bundessprecherin der „Christen in der AfD“ (ChrAfD, sprich: Kraft). Auf dem Kirchentag soll sie mit Berlins Landesbischof Markus Dröge diskutieren und der Rechtsanwältin Liane Bednarz. Als „Camouflage für eine neue Kirchentags-Toleranz“ will Schultner allerdings nicht dienen, sagt sie. „Ich habe die Hoffnung, dass wir trotz kontroverser Ansichten offen miteinander reden können.“
Es gibt Proteste gegen Schultners Kirchentags-Auftritt. Eine Online-Petition haben mehr als 1500 Menschen unterschrieben. Mit Schultner werde die Funktionärin einer Partei aufs Podium gebeten, „die sich nicht eindeutig und klar von nationalsozialistischem Gedankengut und antisemitischer Hetze abgrenzt“, heißt es.

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Gefährliche Viren: Forscher entdecken neuen Überträger der FSME

Gefährlicher Blutsauger: Auch die Auwaldzecke kann FSME-Viren übertragen © Patrick Pleul/DPA
Die Temperaturen steigen, die Zeckenzeit startet. Zu Beginn der Saison haben Forscher schlechte Nachrichten: Sie haben einen weiteren Überträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) entdeckt.

stern.de

Ein kleines braunes Krabbeltier steckt mit dem Kopf voraus in der Haut. Die Füßchen zucken noch, abzupfen geht jetzt nicht mehr. Ekel und Angst sind meist die Reaktion betroffener Menschen. Schließlich können Zecken gefährliche Krankheitserreger übertragen. Darunter auch das FSME-Virus, das in schweren Fällen zu einer Gehirnentzündung und zu einer Schädigung des Rückenmarks führen kann. Bislang galt der Holzbock als Haupt-Übeltäter. Nun hat er Verstärkung bekommen.

Denn auch die Auwaldzecke kann das FSME-Virus übertragen, wie Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart, des Deutschen Konsiliarlabors für FSME in München und des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg herausfanden. Bislang ist den Experten zufolge allerdings nicht klar, ob die winzigen Tiere erst kürzlich zum Überträger wurden, oder ob ihre Gefährlichkeit bislang schlicht nicht bekannt war.

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Die Angst vor dem Tag nach dem Referendum

© dpa Vor dem türkischen Konsulat in Berlin warten Frauen darauf, ihre Stimme abgeben zu können.
Berliner Türkinnen diskutieren temperamentvoll über das Verfassungsreferendum. „Unser Inneres ist aufgewühlt“, sagt eine von ihnen. Manche haben schon jetzt panische Angst vor einer Reise in die Heimat.

Von Mechthild Küpper | Frankfurter Allgemeine

Die Tür steht weit offen. Am Tisch in dem ehemaligen Ladengeschäft sitzen einige Damen mit Kopftüchern, auf dem Tisch stehen Teller mit Brot, Gurken, Tomaten, Oliven und Schafskäse für die anderen Besucher des Freitags-Brunchs des Mehrgenerationenhauses des Vereins Divan. Ein junger Mann kommt mit einer großen Tasche voller gespendeter Kleider. Eine der Damen kocht Tee, sorgt dafür, dass alle stets ihr Glas gefüllt vor sich haben, verteilt Essen auf den Tellern, ermuntert zum Essen. Alle lassen es sich gefallen, versorgt und verwöhnt zu werden.

Die Sonne scheint, die Stimmung ist friedlich und entspannt. Hier war mal „Neue Heimat“-Land. Neue Heimat hieß das Wohnungsunternehmen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), das sich unter Mietern einen denkbar schlechten Ruf erarbeitete, bis es nach Skandalen in den achtziger Jahren abgewickelt wurde. Heute ist das anders.

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Der Hetzer-Yogi polarisiert

Yogi Adityanath, neuer Chief Minister von Uttar Pradesh. (Bild: AP)
Er wurde bekannt, weil er forderte, für jeden getöteten Hindu 100 Muslime zu töten. Jetzt regiert er Indiens grössten Gliedstaat Uttar Pradesh. Das ist kein Zufall.

Von Volker Pabst | Neue Zürcher Zeitung

Auch in Indien wird am 1. April gescherzt. Eine Internetzeitung titelte am Samstag, in Uttar Pradesh, dem grössten Gliedstaat des Landes, sei künftig der Fleischkonsum verboten. Der neue Regierungschef Yogi Adityanath habe den Staat zu einem vegetarischen Gebiet erklärt. Aufgelöst wurde die Zeitungsente beim Anklicken der Schlagzeile. Auch künftig verbietet kein Gesetz den 200 Millionen Einwohnern von Uttar Pradesh, Fleisch zu essen.

«Romeo» und «Love Jihad»

Völlig unglaubwürdig wirkte die Meldung allerdings nicht. Uttar Pradesh mit seinen 200 Millionen Einwohnern ist zum Brennpunkt des interreligiösen Zusammenlebens in Indien geworden. Vor einigen Wochen errang die hindu-nationalistische Bharatiya Janata Party (BJP) des indischen Premierministers Narendra Modi in den Regionalwahlen einen Erdrutschsieg. Kurz darauf traf Modi eine höchst umstrittene Wahl: Er ernannte Yogi Adityanath zum Regierungschef.

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NASA-Sonde Cassini vor großen Finale am Saturn und seinen Ringen

Künstlerische Darstellung Cassinis am Saturn (Bild: NASA/Jet Propulsion Laboratory-Caltech)
In weniger als einer Woche wird Cassini die Steuerungsbefehle erhalten, mit denen die Sonde auf den letzten Teil ihrer Mission geschickt werden soll. Vor ihrem Ende wird sie dem Saturn und seinen Ringen so nahe kommen, wie nie zuvor.

Von Martin Holland | heise online

Die NASA-Sonde Cassini beginnt in wenigen Tagen ihr großes Finale am Saturn mit mehreren Flügen durch den Raum zwischen dessen Ringen und dem Planeten selbst als große Highlights zum Abschluss der erfolgreichen Mission. Wie die US-Weltraumagentur nun zusammenfasste, erwarten die Forscher von diesen letzten Orbits um den Ringplaneten noch einmal wichtige Daten, die Einblicke in dessen System und dessen Geschichte geben und die erst in dieser Nähe gesammelt werden können. Am 15. September schließlich soll Cassini in den Saturn stürzen, um eine mögliche Kontamination der Monde zu verhindern.

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„Zeige niemals, dass du Jude bist“

Die Friedenauer Schule ist Teil der Initiative „Schule ohne Rassismus“. Trotzdem kam es zu antisemitischen Vorfällen.Foto: Thilo Rückeis
Die antisemitischen Übergriffe an einer Friedenauer Schule sind kein Einzelfall. 2016 wurden allein in Berlin 470 judenfeindliche Vorfälle gezählt.

Von Hannes Soltau | DER TAGESSPIEGEL

„Du darfst in der Öffentlichkeit niemals zeigen, dass du Jude bist.“ Diese letzten Worte seines Großvaters hat Levi Salomon tief verinnerlicht. Der Geschäftsführer des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) zeigt sich nach den antisemitischen Vorfällen an einer Friedenauer Gemeinschaftsschule beunruhigt. Denn die Warnung seines Großvaters ist heute für viele Juden in Berlin wieder bittere Realität.

Seit mehr als 25 Jahren ist Salomon Teil der Jüdischen Gemeinde in Berlin. Als seine Familie 1991 aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland kam, sei ein zentraler Gedanke vorherrschend gewesen: „Wir wollen nie wieder im Ghetto leben“. Man versuchte sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren und schnell Deutsch zu lernen: „Die Eltern entschieden sich bewusst dagegen, ihre Kinder auf eine jüdische Schule zu schicken.“ Damals glaubte man, dass der Antisemitismus in Deutschland zunehmend zu einer Randerscheinung werde. Aus heutiger Sicht sei das aber ein Irrglaube.

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Ditib-Imame sehen in Sicherheitsprüfung Akt des Misstrauens

Die Ditib-Zentralmoschee in Köln © Marco Verch (Blog) @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Auch Gefängnisseelsorger des Islamverbands Ditib müssen sich seit Februar in NRW einer Sicherheitsprüfung stellen. Erst ein Bruchteil hat dies bisher getan. Die Sicherheitsprüfung wird als Akt des Misstrauens empfunden.

MiGAZIN

Nur zwölf Imame der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) betreuen aktuell muslimische Gefangene in nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten. Die restlichen Ditib-Seelsorger hätten sich bislang nicht der erforderlichen Sicherheitsüberprüfung des Verfassungsschutzes unterzogen, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Montag in Düsseldorf dem Evangelischen Pressedienst. Sie hätten daher zurzeit keinen Zugang zu den Justizvollzugsanstalten.

Die Ditib äußerte sich auf epd-Anfrage nicht zu der Frage, warum bislang nur zwölf Imame die Sicherheitsüberprüfung zuließen. „Für uns ist es wichtig, dass notwendige religiös-seelsorgerische Dienste weiter angeboten werden“, erklärte Sprecherin Ayse Aydin lediglich. „Die bisherige gute Zusammenarbeit möchten wir in Zukunft qualitativ hochwertiger unterbreiten.“ Voraussetzungen dafür seien gegenseitiges Vertrauen und gute Absichten.

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Brexit 1.0: Wie Großbritannien zur Insel wurde

Bevor die Landbrücke nach England endgültig zerstört wurde, tosten gewaltige Wasserfälle eine hohe Kalksteinbarriere hinab. © Imperial College London/ Chase Stone
Doppelte Katastrophe: Die Abtrennung Großbritanniens vom europäischen Festland verlief viel dramatischer als gedacht. Erst erodierten gigantische Wasserfälle eines überschwappenden Schmelzwassersees die Landbrücke. Dann brach auch die letzte verbindende Kalksteinbarriere und gewaltige Sturzfluten kerbten tiefe Gräben in den Fels. Erst dieses Doppelereignis machte Großbritannien endgültig zur Insel, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

scinexx

Nach landläufiger Ansicht geschah die Abtrennung Großbritanniens vom europäischen Festlandallmählich: Die nach den Eiszeiten ansteigenden Meeresspiegel überfluteten einfach das flache, dazwischen liegende Land. Der Haken daran: Noch vor 450.000 Jahren verband ein hoher Kalksteinrücken die Gegend von Dover mit dem heutigen Calais., der selbst bei höchsten Pegeln nicht überflutet wurde.

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Justizminister Maas: Kinderehe wird verboten

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will die sogenannte Kinderehe verbieten © Markus Schreiber/AP PHOTO
Bundesjustizminister Heiko Maas will Eheschließungen von unter 18-Jährigen verbieten. „Heiraten darf erst, wer 18 Jahre ist“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

stern.de

Das Bundeskabinett will sich im Tagesverlauf mit einem Gesetzentwurf aus seinem Ministerium zur Bekämpfung von Kinderehen befassen. Zwar sind in Deutschland Ehen derzeit grundsätzlich erst mit der Volljährigkeit erlaubt – in Ausnahmefällen aber schon mit 16 Jahren. „Kinder gehören nicht vor das Standesamt und auch nicht an den Traualtar“, so Maas.

Kinderehe: Heirat erst ab 18

Eine Verschärfung der Rechtslage hält der Minister insbesondere mit Blick auf im Ausland geschlossene Ehen für erforderlich. Es seien vermehrt Minderjährige nach Deutschland geflüchtet, die bereits verheiratet seien, darunter auch unter 16-Jährige. „Wir dürfen keine Ehen dulden, die Minderjährige in ihrer Entwicklung beschädigen.“

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Der Zorn Gottes – wie christliche Sekten Kinder misshandeln

Bild: Huffpost.com
Ein Kind will nicht beten. Und kassiert von seinen Eltern dafür Schläge. Ein Kind bittet um ein Eis. Und bekommt von seinen Eltern eine gescheuert. Ein Kind hört von seinen Eltern, dass die Welt untergehen wird. Und nässt in der Nacht aus lauter Angst ein. Das deutsche Recht nennt so etwas Kindesmisshandlung. Einige fundamentalistische Christen nennen so etwas Gottes Wille.

Von Susanne Klaiber | Huffington Post

Und diese radikalen Christen gibt es auch in Deutschland. Sekten-Experten berichten der Huffington Post, dass sie vermehrt Anfragen besorgter Menschen erhalten, die wissen wollen, wie gefährlich neue christliche Gemeinschaften sind. Bei der Sekten-Info in Nordrhein-Westfalen etwa waren 2016 fundamentalistische Christen das Top-Thema, das die Anrufer beschäftigte.

Und immer wieder rufen auch Menschen an, die Hinweise darauf haben, dass radikale Christen ihren Kindern etwas antun. In ihrem neuen Jahresbericht warnt die Sekten-Info ausdrücklich vor der Gefahr.

Am bekanntesten ist wohl der Fall der „Zwölf Stämme“. Die Sekte lebte in Schwaben und Mittelfranken, verweigerte ihren Kindern über Jahre den Schulbesuch. Und ließ dafür die hauseigene Lehrerin prügeln, wenn ein Kind stotterte, etwas falsch vorlas. Bis zu 33 Schläge mit der Rute am Tag erhielten die Kinder.

Je religiöser die Eltern, desto massiver prügeln

Die Lehrerin der „Zwölf Stämme“ sitzt inzwischen für zwei Jahre hinter Gittern. Ende vergangenen Jahres wurde das Urteil rechtskräftig. Die Behörden haben 2013 40 Kinder in Obhut genommen.

Aber die „Zwölf Stämme“ sind nicht die einzigen, die mit der Prügelstrafe für Kinder auffallen.

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Papst genehmigt Trauungen durch Piusbrüder

Bishop Bernard Fellay at an SSPX ordination ceremony for priests in Econe, southwest Switzerland, June 29, 2009/Denis Balibouse
Papst Franziskus geht einen weiteren Schritt auf die umstrittene Piusbruderschaft zu. Ab jetzt sind die Priester der erzkonservativen Vereinigung wieder autorisiert, Trauungen vorzunehmen.

SpON

Der Vatikan ist offenbar entschlossen, die konservativen Hardliner der Piusbruderschaft in den Schoß der Kirche zurückzuholen. Papst Franziskus erteilte ihren Priestern in einem vom Vatikan veröffentlichten Schreiben die Erlaubnis, Trauungen katholischer Paare vorzunehmen.

Ein Diözesanpriester solle dabei die Trauassistenz übernehmen, während ein Priester der Bruderschaft des heiligen Pius X. die eigentliche Zeremonie vollziehe. Sollte dies nicht möglich sein, könne der Ortsbischof die „erforderlichen Vollmachten unmittelbar dem Priester der Bruderschaft“ erteilen.

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Aus Zombie-Angst verstümmelten Engländer im Mittelalter ihre Toten

Das verlassene Dorf ist bei Archäologen und Touristen gleichermaßen beliebt, weil die mittelalterlichen Überreste nicht von modernen Gebäuden überbaut wurden. © British Hertage
Britische Forscher haben an einem Touristenmagneten einen schrecklichen Fund gemacht. In einem idyllischen Dorf verscharrte man schrecklich verstümmelte Leichen außerhalb des Friedhofes. Die posthumen Verletzungen sollten die Toten in ihre Gräber bannen.

stern.de

Lange Zeit wurde das Mittelalter mit dem Beinamen „das finstere“ versehen. Offenbar zu Recht. Forscher der Universität von Southampton entdeckten grauenhafte Sitten im England der damaligen Zeit. Offenbar verstümmelte man die Leichen von Toten systematisch, um auf diese Weise die Heimsuchung durch Untote zu bannen.

Aufgegebene Ortschaft

Erforscht wurde eine Sammlung von Knochen aus der Zeit zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert – also während des Hochmittelalters. Darunter befanden sich die Überreste von Kindern, Teenagern und Erwachsenen. Die Toten waren allesamt in Wharram Percy in North Yorkshire aufgewachsen. Das große Grabfeld konnte die Zeit überdauern, weil die Siedlung im 16. Jahrhundert aufgegeben wurde. Heute sind die Ausgrabungsstätten und die Reste der Kirche ein beliebtes Touristenziel.

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Osterei-Suche umbenannt: Kirche von England empört – Religiotie

Der Schokoladenhersteller Cadbury und die gemeinnützige Organisation National Trust haben ihre traditionelle Osterei-Suche umbenannt: Der Ausdruck „Ostern“ kommt nicht mehr vor. Das stößt auf scharfe Kritik aus Kirche und Politik.

evangelisch.de

Das Weglassen des Begriffs „Ostern“ im Namen der traditionellen Osterei-Suche des Schokoladenherstellers Cadbury sorgt in Großbritannien für Aufregung: Die Kirche von England warf den Organisatoren Medienberichten zufolge vor, damit „jede Spur des Glaubens von Ostern“ zu beseitigen. Die Veranstaltung, die jährlich in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation National Trust stattfindet, wurde in diesem Jahr erstmals als „Cadbury’s Great British Egg Hunt“ (Cadburys große britische Eier-Jagd) beworben. Bislang hieß sie „Easter Egg Trail“ (Osterei-Pfad) – das christliche Fest trug sie damit im Namen.

Die Ostereier-Suchen finden bereits seit zehn Jahren in Partnerschaft mit dem Schokoladenhersteller statt. Der National Trust, der Objekte aus dem Bereich der Denkmalpflege und des Naturschutzes in England, Wales und Nordirland betreut, stellt dafür über das Osterwochenende einige seiner Grundstücke im ganzen Land zur Verfügung.

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Erdogan droht Kurden im Nordirak

Bild: Magazin „The Economist“
Das Hissen der kurdischen Flagge in der ölreichen Stadt Kirkuk stößt in der Türkei auf deutlichen Widerspruch. „Holt diese Flaggen so bald wie möglich ein“, sagt der türkische Präsident Erdogan.

Frankfurter Rundschau

Nach dem Hissen der kurdischen Flagge in Kirkuk hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan der Regierung der autonomen Kurdenregion im Nordirak mit Konsequenzen gedroht.

„Ich finde es falsch, neben der Nationalflagge in Kirkuk eine zweite Flagge zu hissen“, sagte Erdogan am Dienstag in einer Rede. Er rufe die autonome Kurdenregion auf, „diesen Fehler“ baldmöglichst zu korrigieren und die Flagge wieder einzuholen.

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Rekordzuwachs bei den Erneuerbaren weltweit

Verlauf des polaren Jetstream. Bild: Nasa/heise.de/tp
Die Energie- und Klimawochenschau: Über die Zukunft der Lausitz, den wärmsten März seit 1881 und den aufgrund der Klimaerwärmung stockenden Jetstream

Von Jutta Blume | TELEPOLIS

Was Donald Trump kann, kann auch Wladimir Putin. So äußerte er während des Arktisforums in Archangelsk, dass der Klimawandel nicht menschengemacht und damit nicht zu stoppen sei. Dass das Arktiseis schmilzt, stellte Putin nicht in Frage und betonte, die Menschen müssten sich an den Klimawandel anpassen. Zu den Wirtschaftspartnern des Arktisforums zählen die Energieunternehmen Gazprom, Rosseti und Vostok Coal. Unter „Anpassung“ an dem Klimawandel könnte in deren Sinne auch zu verstehen sein, das eisfreie Meer zum Abbau und Transport von fossilen Ressourcen zu nutzen.

Ob präsidiale Unterstützung die fossilen Energieunternehmen retten kann, wird immer öfter bezweifelt, vor allem in Bezug auf die Kohlebranche in den USA. Und tatsächlich sprechen Zahlen eine andere Sprache: Nach dem jüngsten Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) sind Solar-, Wind- und Wasserkraft weltweit ungebrochen auf dem Vormarsch.

2016 wurden mit 161 Gigawatt mehr neue Kapazitäten als je zuvor zugebaut. Die Gesamtkapazität der Erneuerbaren zum Ende 2016 schätzt die IRENA auf 2.006 GW. Ein besonders dynamisches Wachstum verzeichnet die Solarenergie mit Neuinstallationen von 71 GW, gefolgt von der Windenergie mit 51 GW, Wasserkraft mit 30GW und Biomasse mit 9 GW. Die größten Wachstumsraten verzeichnete die Agentur in Asien, aber auch die USA legten mit 9 GW Windenergiekapazität und 11 GW Photovoltaik kräftig zu. Erneuerbare gewinnen auch in Regionen ohne zentrale Stromversorgung zunehmend an Bedeutung. Rund 60 Millionen Haushalte weltweit profitierten von der dezentralen Stromerzeugung durch erneuerbare Energien.

Nicht nur Donald Trump klammert verbissen sich an der Kohleförderung fest, sondern auch einige bundesdeutsche Politiker und Gewerkschafter. Nachdem das Braunkohleunternehmen Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG), seit Herbst 2016 Eigentümer der Tagebaue und Kohlekraftwerke in der Lausitz, am 30. März seinen Abschied von einem Tagebau Jänschwalde Nord bekannt gegeben hatte, ließ es sich Brandenburgs Wirtschaftsminister Alexander Gerber nicht nehmen, für die Erweiterung von Welzow-Süd zu plädieren, über die die LEAG erst in drei Jahren entscheiden will.

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Antisemitismus und Homophobie – Terror im Kleinen

Antisemitismus und Homophobie treffen uns genauso wie die großen Gewalttaten / picture alliance
Muslimische Angriffe auf unsere Demokratie beschränken sich nicht auf Anschläge. Neben den Ereignissen von London und Sankt Petersburg geben auch kleine Vorfälle Anlass zur Besorgnis. Sie zeigen, dass der Schutz von Minderheiten innerhalb unserer Zivilgesellschaft nach wie vor nicht selbstverständlich ist

Von Constantin Wißmann | Cicero

Man schafft es gar nicht mehr, über das Kleine zu schreiben, weil einen das Große immer wieder überwältigt. Zwischen den terroristischen Anschlägen in London und Sankt Petersburg, die eine Stadt das Symbol des Westens, die andere die westlichste Russlands, gab es in Berlin zwei Ereignisse, bei denen keiner getötet worden ist, niemand auch nur ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Im Stadtteil Schöneberg hat ein jüdischer Junge nach antisemitischen Beleidigungen und körperlichen Angriffen eine Gemeinschaftsschule verlassen. Und in einer Kita in Reinickendorf protestierten Eltern massiv, weil der neue Erzieher schwul ist.

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Schweden: Islamische Schule lässt Mädchen nur hinten in den Bus einsteigen

Kinder steigen in einen schwedischen Schulbus Quelle: Getty Images/Johner RF
Skandal in Schweden: An einer islamischen Schule in Stockholm müssen Mädchen einem TV-Bericht zufolge am Schulbus eine andere Tür als Jungen benutzen. Regierungschef Löfven ist empört: „Das ist abscheulich.“

DIE WELT

Schwedens Regierungschef Stefan Löfven hat scharf kritisiert, dass Mädchen und Jungen laut einer Dokumentation an einer islamischen Schule in Stockholm unterschiedliche Türen eines Schulbusses nutzen müssen. „Ich finde, dass das abscheulich ist. Das gehört nicht nach Schweden“, sagte Löfven am Dienstag.

In einer Dokumentation der Fernsehsendung „Kalla Fakta“ auf dem Sender TV4 wird berichtet, dass Mädchen auf dem Weg zu einer privaten islamischen Schule in der schwedischen Hauptstadt angehalten werden, die hintere Tür zu nutzen, während die Jungen durch die Vordertür gehen. Die Doku soll am Dienstagabend ausgestrahlt werden.

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We Don’t Need as Much Protein as We Think We Do

Image: MOTHERBOARD
The protein supplement industry is expected to be worth $58 billion by 2022. But, why?

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

Any vegetarian can tell you that the most common question they get asked by omnivores is „how do you get enough protein?“ (Aside from „don’t you miss bacon?“)

Virtually everything you eat, including vegetables, contains protein, and we don’t actually need that much to be healthy. Yet many meat-eaters and vegetarians alike are preoccupied with this nutrient, and it’s driving a market boom.

A report published Monday showed that the global protein ingredient industry (which is used to make products like protein powders and power bars), is expected to be worth $58 billion by 2022. That’s more than double the projections for the cannabis market. With the popularity of protein-focused fad diets like Atkins and the paleo diet, protein has become a darling of the nutrition industry in recent years.

It’s clear we’ve become protein-obsessed: Americans currently make up 80 percent of the protein ingredient market, according to the report, though other regions are quickly catching up.

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