Entwicklungshilfe: Staatsknete für imaginäre Freunde


Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Religion kann nach Einschätzung von Experten eine entscheidende Rolle in der Entwicklungshilfe spielen. „80 Prozent der Menschen weltweit fühlen sich einer Religion zugehörig“, sagte Ulrich Nitschke von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) am Mittwoch.

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Auch die staatliche Entwicklungshilfe müsse dem Rechnung tragen. Wie das geschehen kann, diskutierten die Teilnehmer der Entwicklungspolitischen Konferenz der Kirchen und Werke in der Evangelischen Akademie Villigst bei Schwerte (Nordrhein-Westfalen).

Die Debatte über eine nachhaltige Entwicklung sei unvollständig ohne die Komponente Religion, betonte Wolfram Stierle vom Entwicklungsministerium. „Dabei geht es nicht darum, an der Trennung von Staat und Religion zu rütteln, aber die Diskussion darüber, wie eine Kooperation aussehen kann, muss geführt werden.“ So hätten beispielsweise Imame einen entscheidenden Beitrag bei der Ächtung von Genitalverstümmelung an Frauen. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, brauche es in der staatlichen Entwicklungshilfe mehr Fachwissen zu Religion.

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