Nonne verklagt Erzbistum nach Vergewaltigung


In Chile hat eine Ordensschwester das Erzbistum von Santiago verklagt. Das berichteten örtliche Medien am Dienstag Ortszeit. Die Frau wurde vor fünf Jahren während Bauarbeiten in ihrem Kloster von einem Arbeiter vergewaltigt und anschließend schwanger. Ihren Angaben zufolge habe die Kirche ihr keinerlei Hilfe zukommen lassen.

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Zwei Nonnen

dpa/P. Cunha Zwei Nonnen

„Sie haben mir gesagt, ich sei schuld und beschuldigten mich obendrein auch noch des Diebstahls“, sagte die 35-jährige Frau der chilenischen Nachrichtenseite „24 Horas“. „Meine Schwestern waren sehr grausam zu mir.“ Bischof Jorge Enrique Concha Cayuqueo erklärte jedoch gegenüber Medien, er habe erst im März von den vergangenen Ereignissen erfahren.

Den Berichten zufolge trat die Frau im Jahr 2002 dem Orden der Klarissen-Kapuzinerinnen bei. „Ich war in meinem Kloster immer glücklich“, sagte sie den chilenischen Medien. Schon mit 16 Jahren habe sie gewusst, dass sie als Nonne leben wollte. Doch im Jahr 2012 sei es in dem Konvent inmitten der Hauptstadt Santiago zur grausamen Tat gekommen.