Kinderrechtler wollen Beschneidungs-Verbot


Die Organisation Pro Kinderrechte fordert das Verbot der Beschneidung von Knaben. Es sei eine Verletzung des Rechts des Kind auf Unversehrtheit. Man schneide ein gesundes Körperteil ohne Zustimmung der Person ab. Bild: epa/Vassil Donev
Die Organisation Pro Kinderrechte fordert das Verbot der Beschneidung von Knaben. Muslime und Juden wehren sich.

20min.ch

n der jüdischen und islamischen Religion ist die Beschneidung Tradition und eine weit verbreitete religiöse Praxis – auch in der Schweiz. Das bedeutet, dass die Vorhaut des Penis bei Knaben entfernt wird. Nun aber fordert die Organisation Pro Kinderrechte das Verbot der Beschneidung. «Die Beschneidung des Genitals ist nicht, wie manchmal behauptet, eine Bagatelle», schreibt die Organisation in ihrer Broschüre. «Eine Beschneidung ist ein irreversibler Eingriff mit langfristigen Nachteilen, besonders im urologischen, psychologischen und sexuellen Bereich.» Sie schätzt, dass in der Schweiz knapp 6000 Knaben im Jahr beschnitten werden, meist aus religiösen Gründen.

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