NSU Abschlussbericht in NRW: Ausschuss kritisiert Rassismus bei Ermittlern


Die NSU Rechtsterroristen oder Zwickauer Zelle – Beate Z., Uwe B. und Uwe M. (v.l.n.r.)
Nach zwei Jahren Ermittlungen hat der nordrhein-westfälische NSU-Untersuchungsausschuss seinen Abschlussbericht vorgestellt. Darin wird eine Reformen im Sicherheitsapparat angemahnt sowie eine stärkere Bekämpfung des Rechtsextremismus.

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Mit scharfer Kritik an der Arbeit der nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden hat der parlamentarische NSU-Untersuchungsausschuss am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag seinen Abschlussbericht vorgestellt. Bei den Ermittlungen gegen die rechtsextreme Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) habe es „Fehleinschätzungen“, eine „Vielzahl von Unzulänglichkeiten“ sowie eine „unprofessionelle Zusammenarbeit“ gegeben, so die parteiübergreifende Bilanz der Ausschuss-Mitglieder.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren befasste sich der Ausschuss mit den Ermittlungen zu drei Gewaltverbrechen, die dem NSU zugerechnet werden. Dabei handelt es sich um den Bombenanschlag im Jahr 2001 in der Kölner Probsteigasse, den Nagelbombenanschlag im Jahr 2004 in der Kölner Keupstraße und den Mord an dem Dortmunder Kioskbesitzer Mehmet Kubasik im Jahr 2006. Der Bericht legt auf 1.150 Seiten dar, dass Hinweise auf rechtsextreme Täter weitgehend ignorierten wurden. Stattdessen seien die betroffenen Familien der Opfer kriminalisiert worden.

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