Türkische Medien: „Fehlen nur die Gaskammern. Die gibt es bald bestimmt auch“


Die türkische Tageszeitung „Günes“ veröffentlicht im März 2017 eine Fotomontage auf der Titelseite, die Bundeskanzlerin Merkel mit Hitlerbart und Nazigruß zeigt Quelle: dpa
Erdogan-nahe Zeitungen behaupten, dass türkische Wähler in Deutschland massiv von Politik und Medien unter Druck gesetzt würden. Dabei schrecken sie auch vor absurden Anschuldigungen nicht zurück.

Von Ricarda Breyton | DIE WELT

Seit knapp zwei Wochen sind rund 1,4 Millionen Türken in Deutschland aufgerufen, über die geplante Verfassungsänderung in der Türkei abzustimmen. Die Stimmabgabe ist in 13 deutschen Städten möglich – und ist offiziell geheim, gleich und frei. Gerade an letztem Punkt zweifeln türkische Zeitungen offenbar massiv. In Erdogan-freundlichen Medien wird einer Studie der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung zufolge behauptet, dass die im Exil lebenden Türken beträchtlich durch die deutsche Politik und die Medien unter Druck gesetzt würden, mit Nein zu stimmen. Die angeführten Beispiele strotzen nur so vor absurden Anschuldigungen gegen deutsche Behörden und Medien.

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