Neutralitätsgesetz: Berliner Lehrerin darf kein Halskreuz tragen


Das Kreuz mit den Religionen
In Berlin dürfen Lehrer keine religiöse Kleidung tragen. Das gilt nicht nur für das Kopftuch, sondern auch für christliche Symbole. Kritik daran kommt von der Kirche.

ZEIT ONLINE

Einer evangelischen Lehrerin ist an einer staatlichen Schule offenbar per Dienstanweisung verboten worden, ein Kreuz um den Hals zu tragen. Das sagte Jörg Antoine, Präsident des Evangelischen Konsistoriums. Das ist die oberste Verwaltungsbehörde der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Hintergrund ist das Berliner Neutralitätsgesetz, dass Polizisten, Lehrern und Justizmitarbeitern verbietet, religiös geprägte Kleidungsstücke tragen zu dürfen.

Antoine forderte, dass das Land Berlin gelassener mit dem Tragen von religiösen Symbolen umgehen solle. Die EKBO halte die Regel für verfassungswidrig, seit das Bundesverfassungsgericht im März 2015 ein pauschales Kopftuchverbot abgelehnt hatte, sagte Antoine.

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