Eklat um Kunstaktion in Kärntner Kirche: „Frauen dürfen die Kirche nur putzen“


foto: kalian Sechs mal drei Meter groß war das Plakat, das zu Wirbel in einer Pfarre in Klagenfurt geführt hat. Der Künstler wollte damit Frauen in der Kirche thematisieren.
Ein Kärntner Künstler hatte in der Klagenfurter Stadtpfarre ein großflächiges Bild einer gekreuzigten, blutenden Frau entrollt. Die Polizei ermittelt nun wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren „.

Von Walter Müller | derStandard.at

„Ich bin ein gläubiger Mensch und ich habe auch das Recht, die Situation der Frauen aufzuzeigen. Aber dieser Hass, mit dem der Pfarrer mein Transparent mit der gekreuzigten Frau heruntergerissen hat, macht mich schon sehr nachdenklich“, sagt der Künstler Hans Gerhard Kalian. Gegen den Grafiker wird seit Palmsonntag von der Polizei wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“ ermittelt. Für dieses Delikt steht eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten.

Kalian hatte – während der Pfarrer im Außenbereich der Stadthauptpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt zur Prozession rief – in der Kirche ein sechs Mal drei Meter großes Transparent entrollt, auf dem unter anderem eine gekreuzigte Frau mit blutigen Flecken auf ihrem weißen Kleid zu sehen war. Die Gattin des Künstlers verteilte Flyer mit entsprechendem Infomaterial zur Arbeit ihres Mannes.

weiterlesen