Mutmaßlicher „Mopo“-Brandstifter: Rache ja, aber kein Islamismus


Nach dem Brandanschlag auf das Archiv der Hamburger Morgenpost lagen verbrannte Dokumente vor dem Verlagshaus. Foto: dpa/Archiv
Vier Männer sind wegen versuchter schwerer Brandstiftung angeklagt. Tat nur wenige Tage nach „Charlie Hebdo“.

Von Bernhard Sprengel | shz.de

Zum Auftakt eines Prozesses um zwei mutmaßlich islamistisch motivierte Brandanschläge auf das Verlagsgebäude der „Hamburger Morgenpost“ und eine Schule in Altona haben die Angeklagten Teilgeständnisse abgelegt. Drei der vier Männer im Alter zwischen 20 und 22 Jahren beteuerten jedoch in schriftlichen Erklärungen, die ihre Anwälte am Montag verlasen, dass sie nicht strenggläubig seien und Gewalt im Namen des Islams ablehnten.

Mohammed-Karikaturen, wie sie Schüler nach dem Terroranschlag auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in der Schule aufhängten oder die Zeitung auf ihrer Titelseite nachdruckte, müssten toleriert werden, erklärte ein 22-Jähriger über seine Anwältin vor dem Landgericht.

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