Boko Haram macht immer mehr Kinder zu Selbstmordattentätern

Ein Selbsmordanschlag zerfetzte im Oktober 2016 dieses Auto in Maiduguri, Nigeria. (Foto: AP)
  • Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres sind nach Angaben von Unicef 27 Kinder von der Terrromiliz Boko Haram als Selbstmordattentäter in den Tod geschickt worden.
  • Das ist deutlich mehr als 2016. Die „überwiegende Mehrheit“ der Attentäter seien Mädchen gewesen.
  • Die islamistischen Terroristen verschleppten tausende Mädchen und Jungen und missbrauchten sie als Kämpfer, Helfer oder Sexsklavinnen. Nach ihrer Befreiung hält die nigerianische Armee sie wegen angeblicher Verbindungen mit Boko Haram fest.

Süddeutsche.de

Die nigerianische Islamistengruppe Boko Haram missbraucht immer mehr Kinder als Selbstmordattentäter. In Nigeria und den Nachbarländern Tschad, Niger und Kamerun haben sich nach einer Zählung des UN-Kinderhilfswerks Unicef seit 2014 insgesamt 117 Minderjährige an öffentlichen Plätzen in die Luft gesprengt. Die „überwiegende Mehrheit“ der Attentäter seien Mädchen gewesen.

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Rätsel der sich lösenden Schnürsenkel gelöst

Warum lösen sich die Knoten in Schnürsenkeln beim Laufe oft von allein – und wie genau passiert das? Das haben Forscher jetzt herausgefunden. © Jenmdlc/ pixabay
Physik eines Alltagsproblems: Warum geht die Schleife am Schuh so oft von alleine auf und was genau passiert dabei? Diese Frage haben nun Forscher in einem Experiment mit Highspeedkameras aufgeklärt. Demnach versagt der Knoten in einem zweischrittigen Prozess – und erst durch die Kombination vom Auftreten und dem Schwingen des Beines beim Laufen. Interessant auch: Egal welchen Knoten man macht, der Mechanismus des Versagens ist der Gleiche.

scinexx

Wissenschaftler erforschen schon seit längerem, wie sich Knoten spontan bilden und warum glattes Haar sich sogar schneller verknotet als lockiges. Doch über das spontane Versagen von Knoten weiß man kaum etwas. „Obwohl die meisten Menschen schon erlebt haben, dass sich ihre Schnürsenkel von alleine lösen, ist über die physikalischen Mechanismen dahinter nur wenig bekannt und noch weniger dokumentiert“, sagen Christopher Daily-Diamond von der University of California in Berkeley und seine Kollegen.

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Geistige Brandstifter

Hani Ramadan bei einer Konferenz des Islamischen Zentrums in Genf. Foto: Martial Trezzini (Keystone)
Die Rückkehr des Genfer Imam Hani Ramadans zeigt, wie beschränkt die Handhabe für Islamisten mit Schweizer Pass ist.

Von Kurt Pelda | Der Bund

Schweizer Imame machen selten weltweite Schlagzeilen. Im Fall des ägyptischstämmigen Genfer Predigers Hani Ramadan ist das anders. Er wurde eben erst aus Frankreich ausgewiesen, weil ihm die dortigen Behörden vorwerfen, eine ernsthafte Bedrohung für die innere Sicherheit darzustellen. Ausserdem verhängte Paris eine Einreisesperre. Das führte zu Berichten nicht nur in europäischen, sondern auch in arabischen und fernöstlichen Medien. Weil der Mann in den 80er-Jahren eingebürgert wurde, blieb der Schweiz nichts anderes übrig, als den umstrittenen Imam wieder ins Land zu lassen.

Umgekehrt hat die Schweiz solche Einreisesperren schon in vielen Fällen verhängt, zum Beispiel im Fall der deutschen Hassprediger Ibrahim Abou Nagie – Gründer der Koranverteilaktion «Lies!» – und Pierre Vogel. Wenn Bern ausländische Extremisten ausschafft, erfährt die Öffentlichkeit kaum je davon.

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Religiotie: Sachsen hält an Tanzverbot fest – Zustimmung von katholischer Kirche

democraticunderground.com
Sachsen hält am ganztägigen Tanzverbot zu Karfreitag fest und erhält dafür Zustimmung von der katholischen Kirche. Wie das Innenministerium in Dresden auf Anfrage der dpa mitteilte, sind derzeit keine politischen Initiativen bekannt, die eine Lockerung anstreben.

Sächsische Zeitung

Neben Discos oder Konzerten dürfen zwischen null und 24 Uhr auch keine Sportveranstaltungen stattfinden. „Alle Veranstaltungen sind verboten, wenn sie nicht der Würdigung dieses Feiertages dienen“, hieß es.

„Der Karfreitag erinnert uns an das Leiden und Sterben Jesu. Er ist ein Tag der Stille und für alle Christen ein hoher Feiertag“, sagte Bischof Heinrich Timmerevers vom Bistum Dresden-Meißen. Die Gesellschaft zolle durch den Verzicht auf öffentliche Tanzveranstaltungen der christlichen Tradition und allen Gläubigen Respekt, teilte das Bistum Dresden-Meißen mit. „Wir schätzen die bestehende Regelung in Sachsen und sind der Ansicht, dass diese auch heute sinnvoll ist. Als katholische Kirche sind wir für dieses Zeichen sehr dankbar.“

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«Es gibt keine direkte Linie von Luther zu Hitler»

Dass manche hofften, Luther werde gar zum Judentum konvertieren, entspricht nicht dem gängigen Klischee. (Bild: Stefan Sauer / Keystone)
Für viele Juden war Luther nicht einfach Antijudaist, sondern Antisemit. Hitlers Wüten wollen sie ihm dennoch nicht anlasten. Sie sehen viel Verbindendes zwischen Protestantismus und Judentum.

Von Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Der durchschnittliche Israeli hat keine Ahnung, wer Martin Luther war, und denen, die es wissen, ist er in der Regel egal. Das Eigene, der Judaismus, ist wichtiger, die Politik dominiert, und man hat genug andere Sorgen. Die Wissenschaft allerdings beschäftigt sich intensiv mit Martin Luther und der Reformation. Im Februar erst fand in Jerusalem eine grosse Konferenz über «500 Jahre Reformation – Juden und Protestanten, Judaismus und Protestantismus» statt, ein faszinierender Anlass mit über vierzig Wissenschaftern, vor allem Religionsspezialisten, aus aller Welt.

Begriffliche Untrennbarkeit

Geschichtsbewussten Juden ist Luther selbstverständlich ein Begriff. Es gibt einen regen akademischen Streit darüber, ob der Reformator Antisemit war oder einfach nur Herold einer antijudaistischen, nicht primär rassistisch, sondern religiös geprägten Haltung. Und in diesem Kontext interessiert dann nicht weniger die Frage, ob eine direkte Entwicklungslinie von Luther zu Hitler führe, ob es Luther gewesen sei, der «den Boden bereitet habe» für jenen urdeutschen, mörderischen Antisemitismus, den etwa Daniel Goldhagen diagnostiziert hat und der in dessen Analyse den Holocaust erst möglich machte.

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Trumps spirituelle Führerin

Mit 18 Jahren wurde Paula White Christin und änderte ihr Leben radikal. Im Januar rief sie bei der Amtseinsetzung Gottes Präsenz auf den Präsidenten herab. Foto: Sam Hodgson (NYT, Redux, Laif)
Paula White hat eine eigene Kirche, eine eigene TV-Show, Reichtum und Erfahrung mit Skandalen. Und das Ohr des Präsidenten.

Von Michael Meier | Der Bund

«Donald Trumps ökonomischer Erfolg ist der beste Beweis dafür, dass Gott ihn segnet.» «In seinem Herzen ist er hungrig nach Gott.» Die dies sagt, ist die religiöse Beraterin des Präsidenten, eine Seelenverwandte: Paula White, «Pastorin, Lehrerin, Autorin, internationale Evangelistin, inspirierende Figur, beliebte TV-Persönlichkeit – eine Frau Gottes». So preist sich die 51-Jährige auf ihrer Website an. Ähnlich wie Trump twittert sie gern, hat eine eigene Fernsehshow, ist geschäftstüchtig und zum dritten Mal verheiratet. Nicht von ungefähr mit dem Musiker Jonathan Cain, der für die Band Journey Songs wie «Don’t Stop Believin’» oder «Faithfully» geschrieben hat. In den USA gehören Religion und Showbiz nun mal untrennbar zusammen.

Trump kennt White seit 15 Jahren. Er sah sie am Fernsehen, war begeistert von ihr und rief sie an. Bald flog sie von Florida nach New York und kaufte eine 3,5-Millionen-Dollar-Wohnung im Trump Tower. Seither betet sie mit ihm und, wie es im charismatischen Jargon heisst, über ihm. 2011 einmal volle sechs Stunden lang. Da soll Gott zu ihr gesagt haben: «Zeig ihm, wer ich bin.»

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Dodo Gysi würdigt Kirchen als Moralträger

Gregor Gysi. Bild: FB

Linken-Politiker Gregor Gysi hat die Kirchen als moralische Instanzen der Gesellschaft gewürdigt. Die politische Linke sei für diese Aufgabe durch das Scheitern des Staatssozialismus diskreditiert, sagte der 69-Jährige am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion in Leipzig.

evangelisch.de

Auch der Kapitalismus könne „nicht wirklich Moral erzeugen“, ergänzte er. „Wenn wir die Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht hätten, hätten wir keine allgemeinverbindlichen Moralnormen in unserer Gesellschaft. Und das ist ein unglaublich großer Wert.“

Bei der Podiumsdiskussion mit der evangelischen Theologin Margot Käßmann äußerten sich beide Diskutanten entschieden antimilitaristisch. Gysi sagte, Deutschland unterstütze den Nato-Partner Türkei mit Waffen, die dann im Kampf gegen die Kurden im Nordirak eingesetzt würden. Zugleich unterstütze Deutschland die kurdischen Peschmerga in ihrem Vorgehen gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“. „Darf ich mal nach einem Minimum an Logik fragen?“, sagte Gysi. Abgesehen davon sei er der Meinung, „dass wir im Nahen Osten militärisch überhaupt nichts zu suchen haben“.

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Biosensoren für Landminen

Die genetisch veränderten Bakterien geben in der Nähe von Minen ein Leuchtsignal. © Hebrew University
Mikroben als Minensucher: Durch genetische Modifikation von Bakterien könnten Landminen in Zukunft gefahrloser aufgespürt werden. Die veränderten Mikroorganismen sondern in der Nähe von Blindgängern einen fluoreszierenden Farbstoff ab. Dieser kann aus sicherer Entfernung mit einem Laser sichtbar gemacht werden und so die genaue Position der vergrabenen Sprengfallen preisgeben.

scinexx

Sie sind eine unsichtbare Gefahr unter der Erde: die mehr als 100 Millionen Landminen und anderen explosiven Überreste aus vergangenen Kriegen. Sie verletzen jährlich rund 15.000 bis 20.000 Menschen – oder töten sie sogar. Um die tödlichen Schläfer aufzuspüren, müssen in der Regel auch heute noch Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen, wenn sie direkt in den Minenfeldern nach den Sprengstoffen suchen.

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Graz: Deutschtrainerin darf doch mit Kopftuch unterrichten

Symbolbild – (c) Clemens Fabry
Das Berufsförderungsinstitut Steiermark hat Mitarbeitern das Tragen religiöser Symbole verboten. Nun will man ein Rechtsgutachten abwarten.

Die Presse.com

Eine Deutschtrainerin aus Graz darf am Berufsförderungsinstitut (BFI) Steiermark nun zumindest vorerst doch mit Kopftuch arbeiten. Das BFI hatte eine Dienstanweisung erlassen, die Mitarbeitern das Tragen religiöser Symbole untersagt. Die als freie Dienstnehmerin am BFI tätige Muslima schaltete daraufhin die Arbeiterkammer ein.

Die Dienstanweisung gelte weiterhin, werde aber derzeit nicht sanktioniert, sagte der Geschäftsführer des BFI, Wilhelm Techt, am Mittwoch dem „ORF“. Man warte ab, bis ein von der Arbeiterkammer beauftragtes Rechtsgutachten der Universität Innsbruck vorliege.

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Dodo Hahne: Obama auf dem Kirchentag ist ‚parasitäre Publizität‘

„Neue Osnabrücker Zeitung“: Autor und Ex-EKD-Ratsmitglied kritisiert Christentreffen und Reformationsfeiern – Der frühere US-Präsident habe trotz seiner „Heilsversprechen“ das Häftlingslager Guantanamo betrieben und Syrien im Stich gelassen

kath.net

Der geplante Auftritt Barack Obamas auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin stößt auf Kritik. Der Theologe, Bestseller-Autor und ZDF-Moderator Peter Hahne sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch): „Ist seine Politik es nicht, die Trump überhaupt erst möglich machte?“ Der frühere US-Präsident habe trotz seiner „Heilsversprechen“ das Häftlingslager Guantanamo betrieben und Syrien im Stich gelassen. Obama sei ein „abgehalfterter Messias“. Hahne warf der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) „parasitäre Publizität“ vor, also sich in der Gegenwart Prominenter zu sonnen. „So wenig protestantisches Selbstbewusstsein tut schon weh“, sagte Hahne, der von 1992 bis 2009 Mitglied des Rates der EKD war.

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Kein Abschied von der Willkommenskultur, sondern „Willkommensrealismus“

Willkommenskultur © Joe Shlabotnik @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Aus der jüngsten Bertelsmann-Studie über die Willkommenskultur haben Medien überwiegend die zurückgehende Aufnahmebereitschaft hervorgehoben. Dass die Bürger weiterhin und mehrheitlich Flüchtlinge in Deutschland weiter willkommen heißen, ging dabei unter.

Von Ulrich Kober | MiGAZIN

Willkommenskultur auf der Kippe, Willkommenskultur, das war einmal, Abschied vom Willkommen– so kommentieren einige nationale Medien die jüngste Studie der Bertelsmann Stiftung zur Willkommenskultur. Dafür wird vor allem der Befund herangezogen, dass jetzt eine knappe Mehrheit von 54 Prozent gegenüber 40 Prozent der Befragten Anfang 2015 sagt, Deutschland habe die Belastungsgrenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen erreicht. Das greifen vor allem auch internationale Medien auf: „We cannot take in any more refugees, say most Germans“, titelt der Irish Independent und ähnlich die britischen Daily Telegraph, Daily Express oder die türkische Daily Sabah.

Die zurückgehende Aufnahmebereitschaft überrascht allerdings nicht wirklich. Schließlich hat Deutschland seit Januar 2015, als die Frage zur Aufnahmebereitschaft zum ersten Mal gestellt wurde, in den letzten beiden Jahren 1,2 Mio. Asylsuchende und damit die weitaus meisten Flüchtlinge aufgenommen, die nach Europa gekommen sind. Andere Länder in der EU haben sich zurückgehalten.  Auch dieser Kontext ist wichtig, um das Antwortverhalten richtig einzuordnen. Denn 81 Prozent in Deutschland wünschen sich zugleich mehr Fairness bei der Verteilung der Flüchtlinge.

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«Mein Mann dachte, nur Atheisten glaubten an den Klimawandel»

«Nur ein Mitglied der eigenen Gruppe kann die Evangelikalen erreichen», sagt Katharine Hayhoe. Foto: Lexey Swall («The New York Times»)

Die evangelikale Atmosphärenphysikerin Katharine Hayhoe versucht, gläubige Klimaskeptiker zu bekehren.

Mit Katharine Hayhoe sprach Christopher Schrader | Der Bund

Die Diskussion über den Klimawandel ist in den USA verworren – nicht erst seit Donald Trump Präsident ist. Republikanische Politiker und konservative Geistliche behaupten, Klimaschutz lasse sich nicht mit Christentum und Patriotismus vereinen. Solche Gräben überbrücken könnten Fürsprecher, die das Vertrauen der strengreligiösen Gemeinden besitzen. Ein Beispiel ist Katharine Hayhoe von der University of Texas. Sie ist Klimaforscherin und evangelikale Christin.

Klimaforscherin, Mitglied einer evangelikalen Kirche und Ehefrau eines Pastors. Ist das alles kein Widerspruch?
Ich habe Physik und Atmosphärenforschung studiert und untersuche zum Beispiel, wie Waldgebiete, ­Rinderfarmen und Seen auf den Klimawandel reagieren. Warum sollte es da einen Widerspruch zu meinem Glauben geben?

Sind nicht gerade die Evangelikalen in den USA überzeugt, dass die Erkenntnisse über den Klimawandel ein gewaltiger Schwindel sind?
Ja, aber ich teile diese Ansicht nicht. Wenn Wissenschaft und Glaube im Konflikt zu stehen scheinen, dann verstehen oder interpretieren wir eines der beiden falsch, manchmal sogar beide.

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Why I Published Cartoons of Muhammad and Don’t Regret It

Image: Church and State
Almost a decade has passed since I commissioned drawings of the Prophet Muhammad to run in Jyllands-Posten. But despite countless op-eds and even a book that laid out my motivation for publishing the drawings, confusion and bizarre conspiracy theories continue to cause controversy about that fateful decision.

By Flemming Rose | Church and State

In 2006, for example, a Syrian television series portrayed me as a Ukrainian Jew with close ties to neoconservative circles in the U.S. My purpose for publishing cartoons of the Prophet Muhammad, according to the show, was to stir up conflict between the Muslim world and the West.

The echo of those cartoons still reverberates in different parts of the world. The recent attacks on cartoonists and artists in France and Denmark are just the two most recent examples.

A few days ago, a Guardian commenter wondered: “I’d like to ask Flemming Rose why he commissioned the infamous cartoons. What news story was he seeking to illustrate, or what political statement was he seeking to make?”

Well, I wasn’t making any political statement. Back in 2005, I was trying to cover a story about self-censorship and fear among writers, artists, museums, publishers, comedians and other people in cultural life in Denmark and Western Europe. A children’s writer had made headlines when he claimed that he had difficulties finding an illustrator for a book about the life of the Prophet Muhammad; the reason, he said, was fear. That was the starting point for a debate about self-censorship in dealing with Islam. Several other examples followed. In one example, a Danish comedian admitted he was afraid of mocking Islam the same way he did with Christianity. In another, two imams called on the Danish government to pass laws criminalizing criticism of Islam.

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Von Kurt Westergaard

Holocaustleugner vor Gericht: Ein Prozess wie im Stummfilm

© AP Wer ein Vernichtungslager Industriegebiet nennt, kann auch in Luxemburg wegen der Leugnung des Holocaust vor Gericht gestellt werden: Jugendliche Besucher aus Israel in Auschwitz-Birkenau im Juni 2015.
In seinem Buch spricht er von Auschwitz als „Industriegebiet“ und von „manipulierter Holocaustgeschichte“: In Luxemburg muss sich ein Lehrer vor Gericht verantworten. Doch das Gericht ist nicht zu hören.

Von Jochen Zenthöfer | Frankfurter Allgemeine

Vor einigen Tagen wurde im großen Saal des luxemburgischen Strafgerichts über das Buch eines Verschwörungstheoretikers verhandelt. Der Autor, ein ehemaliger Lehrer für katholische Religion, hatte darin den Holocaust verharmlost, was auch im Großherzogtum strafbar ist. Von den 676 während der deutschen Besatzung deportierten Juden überlebten nur vierzig die Konzentrationslager, viele kamen nach Auschwitz. Über ebendiesen Ort hatte der Autor behauptet, es sei ein „Industriegebiet“ gewesen. Wohlweislich im Konjunktiv und in Frageform folgten dann Ausführungen über eine „manipulierte Holocaustgeschichte“.

Im Gerichtssaal forderte die Staatsanwältin achtzehn Monate Haft – allein, man verstand sie nicht. Denn anders als der Angeklagte, der deutlich in das bereitgestellte Mikrofon sprach, verzichteten Richterin und Staatsanwältin die meiste Zeit auf die Unterstützung der Beschallungsanlage. Die Pressevertreter hörten am Ende des Saales ebenso wenig wie die noch weiter hinten sitzenden Bürger und Nebenkläger. Das verstößt gegen das Prinzip der Öffentlichkeit in Gerichtsverfahren, das in Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention festgelegt ist.

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Ägypten: „Wir Christen werden in unserem Land wie Insekten behandelt“

Der Bischof der koptisch-orthodoxen Christen in Deutschland, Anba Damian, glaubt, dass kein Mensch als Gewalttäter geboren wird Quelle: AFP
Der Bischof der Kopten in Deutschland warnt, radikale Muslime seien nicht nur in Ägypten sehr stark, sondern auch hierzulande. Gegen den Islamismus empfiehlt er, junge Muslime besonders zu schulen.

Von Marcel Leubecher | DIE WELT

Bischof Anba Damian steht den 12.000 in Deutschland lebenden koptisch-orthodoxen Christen vor. Er wuchs in Kairo auf, studierte dort Medizin und arbeitete jahrelang als Arzt in Deutschland, bis er beschloss, sein Leben Gott zu widmen. 1993 wurde er in Ägypten zum Priester geweiht und als Seelsorger nach Deutschland entsandt. Deutscher Amtssitz der Kirche ist das „Kloster der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Mauritius“ im nordrheinwestfälischen Höxter.

Die Kopten sind die größte christliche Gemeinschaft in Ägypten. Sie führen ihre Anfänge auf den Evangelisten Markus zurück. Realistische Angaben über Mitgliederzahlen schwanken zwischen sieben und zehn Millionen unter den rund 94,5 Millionen Einwohnern Ägyptens. Etwa eine weitere halbe Million Kopten lebt in anderen Ländern.

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Regensburg bekommt ein Denkmal für Papst B16

Bild: brightsblog
Regensburger Bischof Voderholzer präsentiert bei Pressekonferenz den „Denkmal-Entwurf zur Erinnerung an den denk-würdigen Pastoralbesuch Benedikts im Jahr 2006 hier in seiner bayerischen Heimat“.

kath.net

„Das diesjährige Osterfest ist für die ganze Kirche, besonders aber für uns Regensburger mit noch einem freudigen Ereignis verbunden, denn exakt am Ostersonntag, den 16. April, feiert unser emeritierter Papst Benedikt seinen 90. Geburtstag. Wir schätzen uns glücklich, den bevorstehenden Geburtstag vor allem durch die Präsentation des Denkmal-Entwurfs zur Erinnerung an den denk-würdigen Pastoralbesuch Benedikts im Jahr 2006 hier in seiner bayerischen Heimat begleiten zu dürfen“, sagte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der ein erstes Modell des Papst-Denkmals vorgestellt werden konnte.

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Wenn Würmer sich bis ins menschliche Gehirn fressen

Parasitäre Fadenwürmer leben unter anderem in Schnecken und können auch über den Schleim auf Menschen übertragen werden Quelle: UIG via Getty Images/Universal Images Group Editorial
Es klingt wie aus einem Horrorfilm: Würmer bohren sich durch das Gehirn, verursachen schlimme Schmerzen und neurologische Ausfälle. Auf Hawaii bereitet ein solcher Parasit aktuell den Ärzten Sorgen.

Von Mario Lips | DIE WELT

In der jüngsten Vergangenheit plagt ein heimtückischer Wurm Bewohner und Besucher auf den Inseln des abgelegenen US-Bundesstaates Hawaii.

Allein in den vergangenen drei Monaten meldeten die US-Gesundheitsbehörden sechs Patienten mit Ratten-Lungenwürmern (Angiostylus cantonensis). Im gesamten vergangenen Jahrzehnt waren lediglich zwei Erkrankungen beobachtet worden.

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Chaos nach strengeren EU-Grenzkontrollen

Grenzübergang zwischen Slowenien und Kroatien wurde nach Massenstaus geöffent. – REUTERS
Nach der Einführung von schärfern Personenkontrollen an den EU-Außengrenzen, kam es zu erheblichen Staus und Wartezeiten. Erste Länder springen ab, Brüssel ist alarmiert.

Von Wolfgang Böhm | Die Presse

Die Lage hat sich zugespitzt. Nach der Einführung verschärfter Kontrollen an allen EU-Außengrenzen bilden sich seit vergangener Woche Staus an Straßenübergängen und Warteschlangen an Flughäfen. Die neuen Regeln, wonach nicht nur jeder Drittstaatsangehörige, sondern nun auch jeder EU-Bürger bei der Ein- und Ausreise detailliert kontrolliert und erfasst werden muss, stellt die Behörden vor eine offenbar unbewältigbare Aufgabe.

Kroatien, Slowenien und Ungarn hatten die Verschärfung der Grenzkontrollen wegen allzu langer Staus schon am Wochenende ohne Absprache mit den EU-Partnern ausgesetzt. Die EU-Kommission reagierte verärgert und wies daraufhin, dass solche Alleingänge ohne eine dafür vorgesehene Risikoanalyse nicht möglich seien. In Brüssel berät heute, Mittwoch, eine Expertengruppe über die aktuelle Situation an den Grenzen. Denn ähnlich wie bei den von einigen Mitgliedstaaten eingeführten temporären bilateralen Grenzkontrollen kosten auch die verschärften Maßnahmen an der Außengrenze derzeit nicht nur Zeit, sondern auch Geld. An Straßengrenzen kommt es zu Verzögerungen für den Lkw-Verkehr. Güter werden nicht mehr rechtzeitig geliefert. Ganze Produktionsabläufe werden verzögert.

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Polizeiseelsorger kritisiert Hochrisikospiele der Bundesliga an Ostern

Der Bremer Polizeiseelsorger Uwe Köster hat die Ansetzung der als Hochrisikospiele geltenden Partien der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga an den Ostertagen in Bremen und Hannover scharf kritisiert. Das bedeute für besonders viele Einsatzkräfte lange Arbeitstage und zeuge von wenig Fingerspitzengefühl bei den Planern der Deutschen Fußball Liga, sagte der Vorsitzende der Konferenz Evangelischer Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Gesellschaftliche Verantwortung, die der Sport hat, geht anders.“

Von Dieter Sell | evangelisch.de

Am Karsamstag ist in Hannover das emotionsgeladene Derby zwischen den Zweitligisten Hannover 96 und Eintracht Braunschweig geplant. Rund um die Spiele zwischen Hannover und Braunschweig war es in der Vergangenheit immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Am Ostersonntag empfängt in der ersten Bundesliga Werder Bremen den Hamburger SV zum brisanten Nordderby.

Dann seien alleine in Bremen mehr als 1.000 Polizisten im Einsatz, die gerne mit ihren Familien Ostern gefeiert hätten, sagte Köster. „Wenn die meisten Menschen freihaben, müssen andere arbeiten – darauf haben wir uns in der Gesellschaft geeinigt und das ist auch grundsätzlich okay“, räumte Köster ein.

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Chicago Says It Will Make All City Buildings 100 Percent Renewable By 2025

Sergey Gabdurakhmanov/Flickr/CC-by-2.0
The Windy City wants to switch its municipal buildings entirely to clean energy in eight years.

By Meredith Rutland Bauer | MOTHERBOARD

The Windy City is trying to live up to its name in more ways than one. Chicago Mayor Rahm Emanuel announced Sunday the city would transition all of its city-owned buildings and operations to clean energy by 2025—just eight years from now. This marks the largest city-specific commitment to renewable energy in the United States so far, at least in terms of the number of public buildings that will be affected, according to the Sierra Club.

The move comes as more large cities have been adopting and expanding self-imposed renewable energy goals—and as federal greenhouse gas emission regulations are expected to weaken under the Trump Administration. President Donald Trump has recently set his sights on curtailing that regulation by signing an executive order eliminating the Clean Power Plan put in place by former President Barack Obama.

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