Chaos nach strengeren EU-Grenzkontrollen


Grenzübergang zwischen Slowenien und Kroatien wurde nach Massenstaus geöffent. – REUTERS
Nach der Einführung von schärfern Personenkontrollen an den EU-Außengrenzen, kam es zu erheblichen Staus und Wartezeiten. Erste Länder springen ab, Brüssel ist alarmiert.

Von Wolfgang Böhm | Die Presse

Die Lage hat sich zugespitzt. Nach der Einführung verschärfter Kontrollen an allen EU-Außengrenzen bilden sich seit vergangener Woche Staus an Straßenübergängen und Warteschlangen an Flughäfen. Die neuen Regeln, wonach nicht nur jeder Drittstaatsangehörige, sondern nun auch jeder EU-Bürger bei der Ein- und Ausreise detailliert kontrolliert und erfasst werden muss, stellt die Behörden vor eine offenbar unbewältigbare Aufgabe.

Kroatien, Slowenien und Ungarn hatten die Verschärfung der Grenzkontrollen wegen allzu langer Staus schon am Wochenende ohne Absprache mit den EU-Partnern ausgesetzt. Die EU-Kommission reagierte verärgert und wies daraufhin, dass solche Alleingänge ohne eine dafür vorgesehene Risikoanalyse nicht möglich seien. In Brüssel berät heute, Mittwoch, eine Expertengruppe über die aktuelle Situation an den Grenzen. Denn ähnlich wie bei den von einigen Mitgliedstaaten eingeführten temporären bilateralen Grenzkontrollen kosten auch die verschärften Maßnahmen an der Außengrenze derzeit nicht nur Zeit, sondern auch Geld. An Straßengrenzen kommt es zu Verzögerungen für den Lkw-Verkehr. Güter werden nicht mehr rechtzeitig geliefert. Ganze Produktionsabläufe werden verzögert.

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