Vom Deutschland-Erklärer zum Moschee-Reporter


Constantin Schreiber bei der Vorstellung seines Buches „Inside Islam“ (picture-alliance / dpa / Britta Pedersen)
Das Buch „Inside Islam“ des Journalisten Constantin Schreiber ist aus dem Stand auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste gesprungen. Warum wird eine Sammlung von übersetzten Freitagspredigten aus 13 deutschen Moscheen zum Verkaufshit?

Von Sandro Schroeder | Deutschlandradio Kultur

Vom Gesicht der Willkommenskultur zum Gesicht der Misstrauenskultur, schreibt die Tageszeitung „Taz“ über Constantin Schreiber. Schließlich hat der Journalist für seine arabischsprachige Integrations-Sendung „Marhaba – Ankommen in Deutschland“ 2016 den Grimme-Preis bekommen.

In seinem Buch „Inside Islam“ wechselt Schreiber nun die Rollen: Vom Deutschland-Erklärer für Geflüchtete zum Moschee-Reporter für die Deutschen.

Allein dieser oberflächliche Gesprächswert wird dem Buch zu mehr Verkäufen verholfen haben, als der eigentliche Inhalt. Der bleibt weit zurück hinter dem aufbauschenden Titel „Inside Islam“. Hier wird keine Weltreligion beschrieben, kein „Moschee-Report“ geliefert – sondern ein sehr kleiner und subjektiver Einblick durch die Brille eines Laien.

„Inside Islam“: Kein echter Versuch, die Religion für Laien zu erklären

Constantin Schreiber hat sich 13 Moscheen ausgesucht – aus deutschlandweit deutlich über 2.000 – und dort jeweils eine einzige Freitagspredigt besucht. „Inside Islam“ besteht größtenteils aus den übersetzten Predigten in voller Länge, ergänzt um Experten-Meinungen, Reportage-Eindrücke und Deutungen von Schreiber sowie kurzen Interviews mit den predigenden Imamen.

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