Karfreitag: Ohnmacht als Alleinstellungsmerkmal


Das Kreuz hat sich als Symbol des Christentums durchgesetzt, obwohl es für Ohmacht und Verlassenheit steht / picture alliance
Der Osterglaube an die Auferstehung hat die Botschaft des Karfreitags versüßlicht. Umso wichtiger, dass sich das Kreuz als Symbol des Christentums durchgesetzt hat

Von Alexander Grau | Cicero

Es macht das Christentum zum Christentum und begründet dessen singuläre Stellung unter den Religion: das Karfreitaggeschehen, der Tod Christi. Denn keine andere Religion liefert ein vergleichbar starkes Bild: den gekreuzigten Gott, der zugleich – und insbesondere hier – ganz Mensch ist.

Götter, das waren und sind in den meisten bekannten Religionen entweder unberechenbare Wesen, launisch, selbstgefällig und allzu menschlich. Oder sie sind wahre Himmelsfürsten, Inkarnationen des Absoluten, herrliche Schöpfer, allmächtig und allwissend.

Kleine jüdische Sekte wurde zur römischen Staatsreligion

Auch das Christentum konnte den Verlockungen dieses triumphalistischen Gottesbildes nicht lange widerstehen. Und so ist sein Aufstieg von einer kleinen jüdischen Sekte zur römischen Staatsreligion zugleich die Geschichte der Erhebung und Ästhetisierung Gottes zum antiken Himmels-Cäsaren.

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