Brandsätze auf Flüchtlingsunterkünfte in Brandenburg und Thüringen

In Brandenburg und Thüringen sind in der Nacht zum Karsamstag Brandsätze gegen Flüchtlingsunterkünfte geflogen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, weil sich das Feuer nicht ausbreitete oder schnell gelöscht werden konnte.

evangelisch.de

Auf Unterkünfte von Flüchtlingen in Brandenburg und Thüringen sind in der Nacht zum Samstag Brandanschläge verübt worden. Im brandenburgischen Kremmen (Landkreis Oberhavel) wurden zwei Molotow-Cocktails auf ein Gelände mit mehreren Häusern geworfen, in denen Asylsuchende leben, wie die Polizei mitteilte.

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Türkei: Prozess bringt das Thema Waffenlieferungen an syrische Dschihadisten wieder auf

Aus dem Cumhurriet-Video von Dündar und Gül über eine MIT-Waffenlieferung.
Nach der Verurteilung Dündars wird nun auch ein Staatsanwalt des Verrats von Staatsgeheimnissen beschuldigt. Ganz abwegig ist nicht, dass die Türkei mit Giftgas und False-flag-Aktionen agiert

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Im Januar 2014 begingen aus Sicht der türkischen Regierung Polizisten einen schweren Fehler, weil sie einen vermutlich mit Waffen beladenen LKW-Konvoi des türkischen Geheimdienstes Milli İstihbarat Teşkilatı (MİT) nahe der Grenze zu Syrien zwischen Reyhanlı und Kırıkhan stoppten und inspizieren wollten. Die Waffen sollten den „Rebellen“ geliefert werden, das Gebiet an der syrischen Grenze war damals von Ahrar al-Sham kontrolliert worden. MIT-Agenten verhinderten die Durchsuchung. Jetzt verlangt die Staatsanwaltschaft Haftstrafe für einen der Staatsanwälte, die angeordnet hatten, den Konvoi zu stoppen und zu untersuchen. Auch die beteiligten anderen Staatsanwälte und Polizisten müssen mit Strafen rechnen. Präsident Erdogan erklärte, in den LKWs hätten sich Hilfsgüter befunden.

Bekannt wurde der Vorfall durch Can Dündar und Erdem Gül, die 2015 in Cumhuriyet darüber berichtet hatten. Sie wurden bekanntlich angeklagt, Dündar wurde 2016 zu einer Haftstrafe von 5 Jahren und 10 Monaten wegen der Verbreitung von Staatsgeheimnissen verurteilt. Die Tatsache, dass es sich um einen MIT-Konvoi für Syrien handelte, wurde nicht bestritten.

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Neue Zeitschrift „Jalta“: Jüdisch, anders, ungewöhnlich

Die Blattmacher von dem neuen Magazin „Jalta“. (Deutschlandradio / Igal Avidan)
Juden kommen in den deutschen Medien meist beim Thema Antisemitismus oder Shoah vor. Sechs jüdische Blattmacher wollen das ändern – und haben die Zeitschrift „Jalta“ gegründet. In der ersten Ausgabe geht es um rebellische Frauen, Schäferhunde und die Verbindungen von Schwarzen und Juden.

Von Igal Avidan | Deutschlandradio Kultur

In ihrem Video „Jaltas Lehrhaus“ würdigte die Israelin Ruchama Weiss eine rebellische jüdische Frau aus dem vierten Jahrhundert. Jalta stellte damals die männliche Auslegung der Thora in Frage und wurde deshalb, und weil sie die Tochter des Anführer der jüdischen Gemeinde in Babylon war, sieben Mal im Talmud erwähnen – mehr als jede andere Frau.

In einer Lichtung im Wald errichtete Ruchama Weiss, Professorin für Talmud an der Hebräischen Universität in Jerusalem, einen Steinaltar, gegen den sie zahlreiche Weinflaschen zerschlug. Micha Brumlik, Mitherausgeber der neuen jüdischen Zeitschrift „Jalta“ über die Namensgeberin:

„Eine rebellische Frau, die sich in der späten Antike in rabbinischer Zeit sich darüber geärgert hat, dass ihr Vater es nicht erlaubt hat, dass sie den Segen über den Wein spricht und daraufhin, so berichtet es der Talmud, ist sie in den Weinkeller ihres Vaters gegangen und hat vor Wut sämtliche Weinkrüger zerschlagen.“

Juden kommen in den deutschen Medien überwiegend in Bezug auf Antisemitismus und die Shoah vor. Um das zu ändern, schlossen sich die sechs jüdischen Blattmacher von „Jalta“ zusammen. Sie wollen diese Berichterstattung selbst bestimmen und tun das sie in ihrer Zeitschrift „Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart“. Hannah Peaceman vom Herausgeber-Kollektiv erklärt:

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Islamkritiker Abdel-Samad sieht keine Zukunft für Bibel oder Koran

Hamed Abdel-Samad ist einer der schärfsten Islamkritiker im deutschsprachigen Raum. (Peter Wollring/ Knaur Droemer Verlag)
Die deutsche Gesellschaft muss ihre Haltung zu heiligen Büchern wie der Bibel und den Koran ändern.

DLF24

Das verlangt der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad in einem Beitrag für die Zeitschrift „Publik-Forum“. Die Inhalte der Heiligen Schriften seien „die Projektion vormoderner Menschen auf Gott.“ Man müsse Abschied davon nehmen, ihnen angebliche Pläne für die Menschheit zu entnehmen. Selbst wenn nur die friedlichen Passagen der Bücher betont würden, führte Abdel-Samad aus, könne man andere nicht daran hindern, das Gewaltpotenzial derselben Bücher abzurufen.

Der Deutsch-Ägypter ist Politikwissenschafter und Autor zahlreicher Bücher. Er ist umstritten wegen seiner Äußerungen und seiner Schriften. Ihm wird vorgeworfen, Feindseligkeiten gegenüber Zuwanderern und insbesondere Muslimen zu befördern. Abdel-Samad sieht sich Morddrohungen ausgesetzt und steht daher unter Polizeischutz.

Richter nennt Vergewaltiger einen „außerordentlich guten Mann“

Keith Vallejo vor Gericht in Provo im US-Staat Utah Quelle: AP/POOL The Daily Herald
Ein ehemaliger Bischof der Mormonen ist wegen sexuellen Missbrauchs zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Offenbar zum Bedauern des Richters: Der lobte den Täter für seinen guten Charakter.

DIE WELT

Aufregung im US-Bundesstaat Utah: Ein Richter hat einen Vergewaltiger bei seiner Urteilsverkündung einen „außerordentlich guten Mann“ genannt und damit viele Beschwerden ausgelöst.

Richter Thomas Low verurteilte einen früheren Bischof der Mormonen wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen zu einer bis zu lebenslangen Gefängnisstrafe. Dabei sagte er: „Das Gericht hat keinen Zweifel, dass Herr (Keith Robert) Vallejo ein außerordentlich guter Mann ist. Aber große Männer machen manchmal schlechte Dinge.“

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Kriegsethik und Religion: Wann Töten erlaubt ist

Israelische Soldaten im Gaza-Krieg 2014 (MENAHEM KAHANA / AFP)
Die Kriege des 21. Jahrhunderts finden praktisch überall statt, sind asymmetrisch. Wer ist nun ein Feind und wer nicht? Dürfen Drohnen oder Kampfroboter eingesetzt werden? Auch auf neue ethische Fragen geben alte religiöse Schriften des jüdischen Glaubens oder des Islam Antworten.

Von Thomas Klatt | Deutschlandradio Kultur

Für mehr als 1000 Jahre sei die Ethik des Krieges im Judentum nicht diskutiert worden, weil es kein eigenständiges jüdisches Staatsgebilde gab. Erst mit der Gründung des Staates Israel werde wieder vermehrt diskutiert: Wann und wie dürfen Juden Gewalt ausüben. Grundsätzlich gelte in Thora und Talmud das Tötungs-Verbot, aber mit einer gewichtigen Ausnahme, sagt der jüdische US-amerikanische Rechtswissenschaftler Michael Broyde.

„Die Rechtfertigung des Tötens. Die Aufhebung des Verbots des Mordes erfordert eine erhebliche Bedrohung unserer Gesellschaft oder eben des persönlichen eigenen Lebens. Es ist das Recht auf Selbstverteidigung. Es setzt aber voraus, dass die Tötenden, die Soldaten, mit der größten Präzision töten, die überhaupt möglich ist.“

Chemische und biologische Massenvernichtungswaffen seien verboten, ebenso wie Fassbomben oder Streumunition, weil diese Waffen eben wahllos töteten. Immer sei den jüdischen Gelehrten bewusst gewesen, dass es bei jeder legitimen Anwendung von Gewalt auch unschuldige Opfer geben kann. Nur müssten diese so weit wie möglich vermieden werden.

„Maimonides hat es den vierten Pfad genannt. Wenn du eine Stadt belagerst, musst du ein Tor offen halten für unschuldige Bewohner, Alte, Frauen und Kinder, damit sie fliehen können. Und du sollst sie nicht töten.“

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„Dieses System eines Despoten müssen wir Kurden boykottieren“

Die rund 15 bis 20 Millionen stimmberechtigen Kurden stellen circa ein Viertel der türkischen Gesamtbevölkerung / picture alliance
Der Ausgang des türkischen Verfassungsreferendums ist nach wie vor offen. Ausschlaggebend könnten die in der Türkei und Deutschland lebenden Kurden sein. Die meisten haben wohl mit „Nein“ gestimmt. Warum, das haben uns zwei von ihnen erzählt

VON LENA BASELER, JULIA MIRKIN | Cicero

Fragt man *Azad, woher er stammt, dann hat er eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze lautet: „Ich bin Kurde.“ Die lange in etwa so: Er ist in Hessen geboren, lebt aber seit seinem zwölften Lebensjahr in Berlin. Er hat einen deutschen Pass, seine Eltern sind in der Türkei geboren. Sie sind kurdische Aleviten und stammen ursprünglich aus der Provinz Tunceli im Osten Anatoliens.

Azad macht eine Ausbildung zum Erzieher, danach will er studieren. Ab und zu hilft er im Kiosk seines Vaters im gentrifizierten Stadtteil Prenzlauer Berg aus. Sein Vater hat im Gegensatz zu ihm die türkische Staatsbürgerschaft und im Konsulat abgestimmt. „Ich kenne eigentlich niemanden in meinem Umfeld, der mit ‚Evet‘ abgestimmt hat. Alle sind für ‚Hayir‘“, erzählt der Sohn. Hayir – das heißt auf Deutsch „Nein“. Nein zu einer Verfassungsänderung, nein zum Präsidialsystem, nein zu Erdogan.

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Starkult auf dem Kirchentag

Die Organisatoren des Evangelischen Kirchentags haben einen Coup gelandet: Der ehemalige US-Präsident Obama hat ihre Einladung angenommen. Das schafft Publicity, meint Kersten Knipp, aber auch theologisches Unbehagen.

Von Kersten Knipp | DW

Katholische Missionare haben es immer schon gewusst: Wer für den Glauben werben will, darf Opulenz nicht vergessen. Barocke Umzüge mit Schreinen, Heiligenfiguren, bunten Flaggen und Gewändern haben die zu Umwerbenden seit jeher verlässlich in Stimmung gebracht. Gottesdienste und Anbetungen, Mysterienspiele, garniert mit Kreuzen, Kerzen, Weihrauchschwenkern verfehlen ihren Eindruck nie. Das Auge glaubt mit. Auch von den charismatischen Gestalten aus der Heilsgeschichte lassen sich Gläubige und solche, die es werden wollen, regelmäßig beeindrucken. Die Transformation des Saulus zum Paulus, der gnädig geteilte Mantel des Heiligen Martin, Franz von Assisis Anrufung der Sonne, die Wundmale des Pater Pio: Der Katholizismus ist voller aufregender Geschichten, die die Phantasie in Beschlag nehmen.

Darin, in der kreativen Produktion fesselnder Szenen, Bilder und Figuren, unterscheiden sich die Katholiken von den Protestanten. Jedenfalls war das bislang so. Seit geraumer Zeit zieht die evangelische Kirche aber nach. Luther-Umtrunk, Gottesdienste zur Fußball-Weltmeisterschaft, „Churchnight“ mit Hip Hop:  Der Glaube allein scheint blass geworden, kann einen Schub popkultureller Ästhetisierung ganz gut gebrauchen.

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Umfrage: Nur die Hälfte der Christen glaubt an Auferstehung

Jeder zweite Christ glaubt, dass Jesus am Ostermorgen von den Toten auferstanden ist. Insgesamt glaubt das sogar nur jeder dritte Deutsche.

evangelisch.de

Die Osterbotschaft der christlichen Kirchen, dass Jesus am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden ist, glaubt einer Umfrage zufolge jeder dritte Deutsche (35,3 Prozent). Drei von zehn (29,1 Prozent) lehnen diese Aussage ab, der Rest macht keine Angaben, wie die „‚Bild“-Zeitung (Samstag) als Ergebnis einer von ihr in Auftrag gegebenen aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA berichtete.

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„Die Partei“: Bewusste Provokation – Je Suis Brian

Nico Wehnemann (r.) und seine Parteikollegen wollen mit ihrem Stand vor dem Dom ein Zeichen setzen. Foto: Andreas Arnold
Bei einer Mahnwache von „Die Partei“ vor dem Dom wird der Film „Das Leben des Brian“ gezeigt. Kroatische Katholiken sind verärgert.

Von Steven Miksch | Frankfurter Rundschau

Als die Prozession der kroatischen katholischen Gemeinde in den Kaiserdom einzieht, positionieren sich die Mitglieder der Partei „Die Partei“ in ihrem Blickfeld und halten Blätter mit der Aufschrift „Je suis Brian“ (Ich bin Brian) nach oben. Hinter ihnen pfeifen ein paar Schaulustige das bekannte Lied „Always look on the bright side of life“ aus dem Film „Das Leben des Brian“. Es gibt ein paar böse Blicke, manche Kroaten schütteln den Kopf.

„Die Partei“ hatte am Karfreitag zu einer Mahnwache am Dom aufgerufen. An ihrem aufgebauten Stand schenken sie Glühwein aus, verteilen Kekse und zeigen eben jenen Film von Monty Python – eine Satire über die Kreuzigung Jesus. „Ja, wir provozieren“, sagt Nico Wehnemann, Frankfurter Stadtverordneter von „Die Partei“. Er sehe sich dabei in einer Reihe mit Martin Luther, der ja auch provoziert habe. Durchaus passend im Jubiläumsjahr der Reformation, findet Wehnemann.

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Arkansas: Pharma-Firmen klagen gegen Gebrauch ihrer Stoffe bei Hinrichtungen

Das Todesurteil gegen diese Männer will der US-Bundesstaat Arkansas in einer Hinrichtungsserie vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums des Giftcocktails vollstrecken. © Arkansas Department of Correction/AFP
Ehe das Haltbarkeitsdatum für den Giftcocktail abläuft, will der US-Bundesstaat Arkansas noch rasch mehrere Todeskandidaten hinrichten. Mehrere Pharma-Firmen wollen nun den Gebrauch ihrer Mittel vor Gericht verhindern.

stern.de

Eine US-Tochterfirma des deutschen Medizinkonzerns Fresenius geht gegen eine im US-Bundesstaat Arkansas geplante Serie von Hinrichtungen vor. Zusammen mit dem Unternehmen West-Ward Pharmaceuticals schloss sich Fresenius Kabi USA einer Klage vor einem Bezirksgericht in Arkansas an, wie ein Firmensprecher am Freitag mitteilte. Ziel ist es demnach, dass Arkansas Medikamente der Firmen nicht bei den geplanten Hinrichtungen verwenden darf. Der Bundesstaat beabsichtige, das Medikament Kaliumchlorid bei den geplanten Hinrichtungen zu verwenden – als Teil eines Giftcocktails.

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Österreich: Nur jeder Vierte glaubt an Existenz eines einzigen Gottes

Nur neun Prozent der Österreicher und 13 Prozent der Österreicherinnen bezeichnen sich als religiös. 58 Prozent vertrauen auf Schutzengel

Von Conrad Seidel | derStandard.at

Die Österreicher glauben an übernatürliche Wesen – aber nicht im Sinne der Kirche. Das zeigt eine aktuelle Market-Umfrage für den STANDARD. Nur 28 Prozent glauben demnach an die Existenz eines einzelnen Gottes, und nur 21 Prozent an die Dreifaltigkeit. 58 Prozent sind hingegen von der Tätigkeit von Schutzengeln überzeugt. Die Hälfte der Befragten gehen allerdings von einem Leben nach dem Tod aus, aber nur 39 Prozent an eine unsterbliche Seele. Die Samplegröße betrug 412.

Unsere Volks- und Heimatsagen sind voll von der Vorstellung, dass es ein persönliches Böses gibt, einen Teufel, der die Menschen verführt, Böses zu tun. Alles ein Mythos: Nur acht Prozent der vom Linzer Market-Institut befragten Wahlberechtigten sagen, dass der Teufel die Menschen verführt, Böses zu tun.

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USA haben am Karfreitag neue Atombombe B61-12 getestet

Test der neuen Atombombe. Bild: NNSA
Mit der taktischen bunkerbrechenden Atombombe sollen Ziele genauer und mit weniger Sprengkraft zerstört werden, was die Einsatzschwelle senkt

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Während der erste Abwurf der „Mutter aller Bomben“ in der Nähe der Tora-Bora-Höhlen die Aufmerksamkeit auf sich zog (US-Militär wirft stärkste nicht-nukleare Bombe auf Ziel in Afghanistan ab), hat das Pentagon eine weitere „Premiere“ durchgeführt. Gestern fand ein Flugtest der in Entwicklung befindlichen bunkerbrechenden Atombombe B61-12 statt.

Ungewiss ist, welche Folgen der Abwurf der MOAB (GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast) wirklich hatte. Das Pentagon meldet natürlich Erfolg. Es seien keine Zivilisten getötet worden – es soll sowieso nur noch eine Familie in dem Tal gelebt haben -, aber angeblich sollen 36 IS-Kämpfer getötet worden sein, teilte das afghanische Militär mit. Andere sprechen von mehr als 80. Die Bombe wurde während einer Offensive gegen den IS in dem Achin-Gebiet in Nangarhar in der Nähe der pakistanischen Grenze abgeworfen.

Es dürfte sich vor allem um eine Demonstration gehandelt haben, vielleicht auch mit Blick auf Nordkorea oder den Iran, um zu zeigen, dass auch unterirdische Ziele angegriffen und zerstört werden können. Für Donald Trump war es wieder einmal eine „sehr erfolgreiche Aktion“. Ein Sprecher des CentCom sagte der Zeitung The Hill: „We mean business. President Trump said prior that once he gets in he’s going to kick the S-H-I-T out of the enemy. That was his promise and that’s exactly what we’re doing.“

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Event Horizon Telescope: Bilderjagd auf Schwarzes Loch abgeschlossen

So stellen sich Wissenschaftler die Umgebung eines supermassiven schwarzen Lochs mit Resten eines sonnenähnlichen Sterns vor. Bildquelle: ESO, ESA/Hubble, M. Kornmesser
Zehn Tage lang haben mehrere über den Globus verteilte Teleskop-Systeme zusammengearbeitet, um erstmals ein echtes Bild von der Umgebung eines Schwarzen Lochs im Weltall aufzunehmen.

heise online

Nach rund zehn Tagen intensiven Spähens ins All mit der Hoffnung auf ein erstes Bild von einem Schwarzen Loch sind die deutschen Beteiligten des „Event Horizon“-Teleskop-Netzwerks optimistisch. Die Beobachtungen mit dem IRAM-Teleskop in der spanischen Sierra Nevada, an dem die deutsche Max-Planck-Gesellschaft beteiligt ist, hätten „reibungslos“ funktioniert, teilten die Verantwortlichen mit. Das Wetter sei „exzellent für die Jahreszeit“ gewesen. Die Forscher sammeln Daten, um daraus das erste echte Bild eines schwarzen Loches zusammenzusetzen. Bislang gibt es nur Illustrationen davon.

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Neues Bekennerschreiben kündigt weiteren Angriff an

Die Polizei ermittelt nach dem Dortmunder Anschlag in alle Richtungen.Foto: Caroline Seidel/dpa
Die Sicherheitsbehörden befürchten nach dem Sprengstoffanschlag von Dortmund weitere Terrorattacken. Beim Tagesspiegel geht ein neues Bekennerschreiben ein.

Von Frank Jansen | DER TAGESSPIEGEL

Nach dem Sprengstoffanschlag in Dortmund bleibt die Gefahr hoch, dass der Täter oder die Tätergruppierung wieder Terrorattacken verüben. Das Bundeskriminalamt behält in seiner Risikoprognose die zweithöchste Stufe bei. Die Behörden beunruhigt, dass sie keine heiße Spur haben. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt, sagten Sicherheitskreise am Karfreitag. Ein islamistischer Hintergrund sei trotz des fragwürdigen Bekennerschreibens am Tatort möglich. In dem Papier wird im Radebrech-Stil die Terrormiliz IS genannt, Bundeskanzlerin Angela Merkel beschimpft und gefordert, Deutschland solle die Tornado-Kampfflugzeuge aus Syrien abziehen.

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Gloria: „Man hatte Ratzinger von Anfang an auf dem Kieker“

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis Quelle: pa/ZB/dpa-ZB
Verteidigung des Kirchenmannes Joseph Ratzinger, der am Ostersonntag 90 wird: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis nimmt den oft gescholtenen emeritierten Papst Benedikt XVI. in Schutz. Ratzinger ein Rechtsaußen? „Totaler Quatsch!“

Von Christian Eckl | DIE WELT

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sieht den emeritierten Papst Benedikt XVI. als Opfer ungerechtfertigter Kritik und wirft dem amtierenden Papst Franziskus vor, sich auf einen öffentlichkeitswirksamen Kurs zu konzentrieren. „Es ist jammerschade, dass Joseph Ratzinger sowohl in seiner Zeit des Pontifikats als auch als Glaubenspräfekt nicht entsprechend gewürdigt wurde“, sagte Gloria der „Welt“ kurz vor dem 90. Geburtstag Ratzingers am Ostersonntag. „Benedikt bekommt enorme Undankbarkeit zu spüren.“ Allerdings müsse man sagen: „Es kann ja sein, dass ihn die Geschichte in ein paar hundert Jahren ganz anders bewertet.“

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Bischof: Kirchenasyl kann Leben retten

Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) und der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm haben sich zum Thema Kirchenasyl ausgesprochen.

Süddeutsche.de

Bei dem Treffen am Donnerstag in München hätten sie gemeinsame Positionen gefunden, teilte das Justizministerium mit. Das Kirchenasyl sei eine christliche Tradition und Ausdruck des großen humanitären Engagements der Kirchen für die Flüchtlinge, sei aber kein rechtsfreier Raum, hieß es.

Bedford-Strohm sagte, dass in bestimmten Einzelfällen rechtsstaatliche Entscheidungen zu unerträglichen Härten für Flüchtlinge führten. Deshalb kann Kirchenasyl kann aus seiner Sicht sogar Leben retten. Es liege im Interesse des Rechtsstaats, besorgte Hinweise ernst zu nehmen. Darauf wollten Christen die zuständigen Behörden mit dem Kirchenasyl aufmerksam machen. Die Kirchen seien sich ihrer Verantwortung für einen sorgsamen Umgang mit dem Kirchenasyl bewusst.

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Bioarchäologie: Knochen vom Nil helfen bei Malariaforschung

„Während wir bei den Skeletten im Niltal relativ sicher davon ausgehen können, dass es dort Malaria gab“, so Michaela Binder, „wird es bei zentraleuropäischen Stätten wirklich spannend.“ Eine davon ist Podersdorf am Neusiedler See. – Niki Gail/ÖAI/ÖAW
Ein interdisziplinäres Team unter der Führung von Archäologischem Institut und Med-Uni Wien rollt die 3000-jährige Geschichte des Tropenfiebers auf. Was können wir für die Prognose aus der Vergangenheit lernen?

Von Patricia Käfer | Die Presse

Was waren das für Menschen, die vor 3000 Jahren in unserer Weltgegend – Zentraleuropa, Mittelmeerraum, Nordafrika – lebten? Was aßen sie? An welchen Krankheiten und Gebrechen litten sie? Vor allem diese letzte Frage beschäftigt Michaela Binder. Die Niederösterreicherin arbeitet am Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) der Akademie der Wissenschaften und hat sich auf das Forschungsfeld der Bioarchäologie spezialisiert, das erst jüngst ins Interessenzentrum der Disziplin rückte. Das ÖAI gründete dafür im März nun ein neues Department.

„In der Bioarchäologie geht es um die Untersuchung biologischer Reste aus archäologischen Fundstellen, ob die nun von Tieren, Menschen oder Pflanzen stammen“, sagt Binder. Archäologen hätten früher Mediziner oder Veterinäre hinzugezogen; seit Kurzem komme es nun zur intensiven Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern. Binder und ihre Kollegen am neuen Department nähern sich der Archäologie schon als Zoologen, Botaniker oder – in ihrem Fall – als Anthropologin. „Wir versuchen, gemeinsame Fragen zu stellen, um zu erkunden, wie Menschen, Tiere, Pflanzen in der Vergangenheit zusammenlebten.“

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Landtagspräsidentin Aras: Keine Imame mehr aus der Türkei

Der baden-württembergische Landtag fordert, keine Imame mehr aus der Türkei zu importieren.

evangelisch.de

Baden-Württembergs Landtagspräsidentin Muhterem Aras verlangt vom türkischen Moscheenverband in Deutschland (Ditib), sich vom Einfluss der Regierung in Ankara zu befreien. Die Grünen-Politikerin sagte im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ (Samstag), Ditib müsse die Praxis aufgeben, Imame für jeweils wenige Jahre aus der Türkei zu verpflichten: „Die deutsche Politik muss sagen: Schluss mit dem Import von Imamen, wir regeln das selbst.“

Außerdem fordert Aras Ditib auf, die Finanzen offenzulegen, um aus der Abhängigkeit von der türkischen Regierung zu kommen. „Das wären schon mal zwei Kriterien, die belegen, dass sie sich von der türkischen Staatspolitik emanzipieren“, sagte die Parlamentspräsidentin.

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The ‚Mother of All Bombs‘ the US Dropped on Afghanistan Is Nasty, But Mostly for Show

US Air Force
It’s unclear how much damage the bomb caused to its intended target—an ISIS tunnel complex—but it may not matter.

By David Axe | MOTHERBOARD

Yesterday, US forces dropped—for the first time ever in combat—one of the world’s most powerful non-nuclear weapons on ISIS fighters in eastern Afghanistan.

There’s a good chance it was mostly for show. And the audience isn’t necessarily limited to ISIS.

On the evening of April 13, 2017, a US Air Force MC-130 transport lobbed an 11-ton Massive Ordnance Air Blast (MOAB) bomb—a so-called „fuel-air-explosive“—at what the US Defense Department described as a „tunnel complex“ in Achin district in Nangarhar province.

„The strike was designed to minimize the risk to Afghan and US forces conducting clearing operations in the area while maximizing the destruction of [ISIS] fighters and facilities,“ the Pentagon stated.

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