Bioarchäologie: Knochen vom Nil helfen bei Malariaforschung


„Während wir bei den Skeletten im Niltal relativ sicher davon ausgehen können, dass es dort Malaria gab“, so Michaela Binder, „wird es bei zentraleuropäischen Stätten wirklich spannend.“ Eine davon ist Podersdorf am Neusiedler See. – Niki Gail/ÖAI/ÖAW
Ein interdisziplinäres Team unter der Führung von Archäologischem Institut und Med-Uni Wien rollt die 3000-jährige Geschichte des Tropenfiebers auf. Was können wir für die Prognose aus der Vergangenheit lernen?

Von Patricia Käfer | Die Presse

Was waren das für Menschen, die vor 3000 Jahren in unserer Weltgegend – Zentraleuropa, Mittelmeerraum, Nordafrika – lebten? Was aßen sie? An welchen Krankheiten und Gebrechen litten sie? Vor allem diese letzte Frage beschäftigt Michaela Binder. Die Niederösterreicherin arbeitet am Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) der Akademie der Wissenschaften und hat sich auf das Forschungsfeld der Bioarchäologie spezialisiert, das erst jüngst ins Interessenzentrum der Disziplin rückte. Das ÖAI gründete dafür im März nun ein neues Department.

„In der Bioarchäologie geht es um die Untersuchung biologischer Reste aus archäologischen Fundstellen, ob die nun von Tieren, Menschen oder Pflanzen stammen“, sagt Binder. Archäologen hätten früher Mediziner oder Veterinäre hinzugezogen; seit Kurzem komme es nun zur intensiven Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern. Binder und ihre Kollegen am neuen Department nähern sich der Archäologie schon als Zoologen, Botaniker oder – in ihrem Fall – als Anthropologin. „Wir versuchen, gemeinsame Fragen zu stellen, um zu erkunden, wie Menschen, Tiere, Pflanzen in der Vergangenheit zusammenlebten.“

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