Türkei: Prozess bringt das Thema Waffenlieferungen an syrische Dschihadisten wieder auf


Aus dem Cumhurriet-Video von Dündar und Gül über eine MIT-Waffenlieferung.
Nach der Verurteilung Dündars wird nun auch ein Staatsanwalt des Verrats von Staatsgeheimnissen beschuldigt. Ganz abwegig ist nicht, dass die Türkei mit Giftgas und False-flag-Aktionen agiert

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Im Januar 2014 begingen aus Sicht der türkischen Regierung Polizisten einen schweren Fehler, weil sie einen vermutlich mit Waffen beladenen LKW-Konvoi des türkischen Geheimdienstes Milli İstihbarat Teşkilatı (MİT) nahe der Grenze zu Syrien zwischen Reyhanlı und Kırıkhan stoppten und inspizieren wollten. Die Waffen sollten den „Rebellen“ geliefert werden, das Gebiet an der syrischen Grenze war damals von Ahrar al-Sham kontrolliert worden. MIT-Agenten verhinderten die Durchsuchung. Jetzt verlangt die Staatsanwaltschaft Haftstrafe für einen der Staatsanwälte, die angeordnet hatten, den Konvoi zu stoppen und zu untersuchen. Auch die beteiligten anderen Staatsanwälte und Polizisten müssen mit Strafen rechnen. Präsident Erdogan erklärte, in den LKWs hätten sich Hilfsgüter befunden.

Bekannt wurde der Vorfall durch Can Dündar und Erdem Gül, die 2015 in Cumhuriyet darüber berichtet hatten. Sie wurden bekanntlich angeklagt, Dündar wurde 2016 zu einer Haftstrafe von 5 Jahren und 10 Monaten wegen der Verbreitung von Staatsgeheimnissen verurteilt. Die Tatsache, dass es sich um einen MIT-Konvoi für Syrien handelte, wurde nicht bestritten.

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