Medien: „Ja“-Lager in der Türkei liegt vorne

Bild: Magazin „The Economist“
  • Mehr als 55 Millionen Türken haben über die von Präsident Erdoğan gewünschte Verfassungsreform abgestimmt – und ersten Medienberichten zufolge liegt das „Ja“-Lager vorne.
  • Oppositionspolitiker kritisieren, dass ihre Wahlbeobachter von der Polizei an ihrer Arbeit gehindert würden.
  • In der Kurdenprovinz Diyarbakir sterben drei Menschen nach einer Auseinandersetzung.
  • CNN Türk und die Zeitung Hürriyet berichten Zwischenstände.

Süddeutsche.de

In einem historischen Referendum haben die Türken am Sonntag über die Einführung des von Staatschef Recep Tayyip Erdoğan angestrebten Präsidialsystems abgestimmt. Ersten Medienberichten zufolge liegt das „Ja“-Lager vorne. Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen stimmte ein Großteil der Wahlberechtigten für die Verfassungsreform des türkischen Präsidenten. Hürriyet Daily News zufolge liegen die „Ja“-Stimmen bei 53,6 Prozent, die „Nein“-Stimmen bei 46,4 Prozent. Umfragen sagten einen knappen Wahlausgang voraus.

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Woher kommt der Schlick in der Elbmündung?

© Franziska Gilli. Tanja Schlampp und Peter Roland laufen am Strand des Seeheilbades Cuxhaven durch den Schlick im Watt.
In Cuxhaven legt sich unheimlicher Schlamm über das Watt. Bürger fürchten Gifte – und machen die Elbvertiefung verantwortlich.

Von Jörn Wenge | Frankfurter Allgemeine

Peter Roland ist nach Cuxhaven gezogen, um seinen Ruhestand an der Küste zu genießen. Mittlerweile aber ist für den pensionierten Amtsrat, der in Wuppertal im Ordnungsamt gearbeitet hat, aus dem Ruhestand ein Unruhezustand geworden. Schuld daran, sagt der Vierundsechzigjährige, ist nicht zuletzt ein „persönliches Verklappungserlebnis“. Roland war im September vergangenen Jahres bei Ebbe durch das Watt auf die Insel Neuwerk gewandert. Als die Flut einsetzte, fuhr er mit einem Ausflugsschiff zurück nach Cuxhaven. Dabei erblickte er ein Baggerschiff. Offenbar randvoll gefüllt mit einem Gemisch aus Schlick, Sand und Wasser, lag es ganz tief in der See, erinnert sich Roland.

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Syrien: Anschlag auf Buskonvoi

Bild: Ahrar al-Sham-Propaganda auf Twitter
Bei Aleppo führte eine Autobombe zu mindestens 100 Toten. In den Bussen hatten Bewohner der schiitischen Enklaven Fuah und Kafraya in Idlib auf Weiterfahrt gewartet

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Kinder, so wird berichtet, liefen dem Fahrzeug entgegen, weil es Essen bringen sollte. Doch der Wagen war voller Sprengstoff und am Steuer saß ein Selbstmordattentäter. Die Zahlen der Opfer differieren, wie so oft, manche geben über 100 Tote an. Außer Frage steht, dass am gestrigen Samstag, den 15.April, wieder einmal ein arglistiger, grauenhafter Anschlag vorführte, welche Hölle der Krieg in Syrien für die Zivilbevölkerung bedeutet.

In den Bussen hatten ausgehungerte und ausgezehrte Bewohner der schiitischen Enklaven Fuah und Kafraya in Idlib länger als einen Tag auf die Weiterfahrt gewartet. Sie standen an der Peripherie im Westen Aleppos, an der Raschidin-Straße, einer Zone, die von der al-Qaida-Allianz Hay’at at-Tahrir ash-Sham (HTS) kontrolliert wird. Den Kern des Bündnisses stellt die al-Nusra-Front, militärischer Chef ist dessen Führer Abu Mohammad al-Jolani. Auch der Konvoi wurde in diesem Gebiet durch Milizen und nicht durch die syrische Regierung überwacht.

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Dürfen Frauen Priesterinnen werden?

Die Autorin und Theologin Jacqueline Straub und der Publizist Andreas Püttmann (Meli Straub )
Die Rolle der Frau in der katholischen Kirche wird leidenschaftlich diskutiert. Vor allem die Frage, ob Frauen Priesterinnen sein können, erhitzt die Gemüter in der Kirche. „Es braucht Priesterinnen in der katholischen Kirche“, fordert die Theologin Jacqueline Straub. „Keine Frauenordination“, betont dagegen der Publizist Andreas Püttmann.

Moderation: Christiane Florin | Deutschlandfunk

Jacqueline Straub, Autorin und Theologin die Priesterin werden möchte:

„Ja, es braucht Priesterinnen in der katholischen Kirche, weil Jesus Christus schon damals die Frauen zuerst aufgefordert hat, die Auferstehungsbotschaft in die ganze Welt zu verkünden. Und Paulus hat auch die Taufe höher bewertet als das Geschlecht. Das sieht man daran, dass in der Urkirche Frauen die gleichen Möglichkeiten hatten wie die Männer und auch in der Mission und in der Seelsorge tätig waren. Die katholische Kirche hat im Zweiten Vatikanischen Konzil in „Lumen gentium“ den Grundsatz der Rechtsgleichheit verankert, also Mann und Frau auf die gleiche Stufe gestellt. Frauen sollten Priesterin in der katholischen Kirche werden, weil es dem Evangelium entspricht und weil es ein großes Unrecht ist und ein Verstoß gegen die fundamentale Gleichheit aller, wenn jemand nur aufgrund seines Geschlechts nicht in die Lage kommt, zur Priesterin geweiht zu werden.“

Andreas Püttmann, Publizist und Politikwissenschaftler:

„Nein, die Kirche ist keine rein menschliche Organisation, die sich zu einer je neuen Zeit neue Regeln gibt nach eigenem Gusto oder eigenen Gerechtigkeitsvorstellungen, sondern auch eine übernatürliche Stiftung und Wirklichkeit. Es gibt ein Mitspracherecht der uns vorausgegangenen Generationen von Christen und da ist der Befund ziemlich klar: Keine Frauenordination, außer in Ausnahmefällen, nicht in der römisch-katholischen Kirche, nicht in der Orthodoxie, nicht in der Selbständig-Evangelisch Lutherischen Kirche, nicht in den meisten evangelikalen Freikirchen. Also ein überwältigendes Zeugnis Contra. Und es entspricht auch der Vorstellung der allermeisten Christen, keine Vollmacht von Jesus zu haben, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, obwohl er revolutionär war im Frauenbild. Er hat zwölf Männer ausgewählt beim letzten Abendmahl, wo die Eucharistie eingesetzt wurde.“

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Ö: Neues Versammlungsrecht betrifft auch Kirche – die will Ausnahmen für sich

Karlskirche in Wien – AFP
Die katholische Kirche in Österreich möchte eine Ausnahmestellung im reformierten Versammlungsrecht.

Radio Vatikan

In einem Entwurf des Gesetzes, das am 20. April im Innenausschuss des Parlaments verhandelt wird, heißt es, dass bei beabsichtigter Teilnahme eines Vertreters eines ausländischen Staates oder einer internationalen Organisation Versammlungen eine Woche vorab gemeldet werden müssen. Das beträfe etwa den Nuntius, also den Botschafter des Papstes, und Vertreter weltweiter Kirchlicher Organisationen.

Das Generalsekretariat der Bischofskonferenz geht in seiner Stellungnahme davon aus, dass Versammlungen mit kirchlichem Bezug von den Bestimmungen des Gesetzes ausgenommen sind.

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Wo lag Jesus begraben? – Nirgends

Jerusalem, Grabeskirche, Eingangsbereich. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Berthold Werner
Jeder will ein Stück abhaben von dem Ort, an dem Jesu gekreuzigt und zu Grabe getragen worden sein soll: die Grabeskirche in Jerusalem teilen sich sechs christliche Konfessionen, einige Freikirchen und Anglikaner schufen sich sogar ein „Ausweich-Grab“. Im Mittelalter glaubten die Menschen sogar, dass sich in der Grabeskirche der Nabel der Welt befinde.

Von Claudia Schwarz | evangelisch.de

Im Neuen Testament finden sich nur wenige Hinweise zum Ort der Kreuzigung und Grablegung Jesu. Was man weiß: Die Kreuzigung geschah außerhalb der Stadtmauern, an einer Stelle mit dem Namen „Golgota“ (Schädelhöhe) und in der Nähe eines Gartens (Mk 15,22-41; Mt 27,33; Joh 19,17). Ob die Grabeskirche im Christlichen Viertel der Jerusalemer Altstadt sich genau dort befindet, wo Kreuzigung und Grablegung Jesu stattgefunden haben, ist folglich umstritten. Von den möglichen Orten für Golgota und das Grab Jesu ist jener der Grabeskirche der überzeugendste. Die Grabeskirche liegt heute zwar innerhalb der Altstadtmauern, doch konnten archäologische Untersuchungen beweisen, dass der Golgota-Felsen sich in der Antike als Teil eines Steinbruchs außerhalb der damaligen Stadtmauern befand.

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Verzierungstrend: Frohes Mustern

In der Osterzeit werden vor allem Hühnereier bemalt und gefärbt – über das Jahr hinweg verziert der Mensch fast alles. (Foto: dpa)
Ostereier, Haare, Cappuccino-Schaum und sogar Pferde – der Mensch muss fast alles verschnörkeln oder färben. Woher kommt der Drang zur Verzierung?

Von Laura Hertreiter | Süddeutsche.de

Wo nichts ist, herrscht Leere. Und Leere erträgt der Mensch offensichtlich schlecht. Auf dem Kaffee zum Beispiel: Der ist heute nur dann noch ordentlicher Kaffee, wenn darauf Milchschaum in Form von Schwänen und Blattwerk in die Tassen geschwenkt wurde. Wie auch der Fußballer nur noch ein echter Fußballer ist, wenn er sich wenigstens einmal seltsame Muster ins Haupthaar einrasieren lässt.

Der Mensch malt, fräst, schnitzt, stickt und sprayt, wo auch immer ihm die Leere entgegengähnt. Er strichelt und punktet und kariert und liniert. In den vergangenen Tagen bevorzugt auch auf Eierschalen, denn ein Ei ohne Dekor ist kein Osterei. Woher aber kommt der Drang, jede noch so kleine Freifläche zuzumustern?

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Helfer retten 3000 Flüchtlinge im Mittelmeer

Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa – Themenbild
„Wir mussten uns noch nie um so viele Menschen gleichzeitig kümmern“, sagt eine Helferin. Am Samstag haben Hilfsorganisation etwa 3000 Menschen vor der Küste Libyens geborgen.

SpON

Schiffe der italienischen Küstenwache und von privaten Hilfsorganisationen haben am Samstag 35 Rettungsaktionen gestartet, um rund 4000 Bootsflüchtlinge vor der libyschen Küste aufzunehmen. 15 Einsätze gingen bis in die Nacht zum Sonntag, wie die Küstenwache mitteilte. Nach Angaben der deutschen Nichtregierungsorganisation Jugend Rettet wurden am Samstag rund 3000 Menschen gerettet.

Bei Einbruch der Dunkelheit hätten mehr als tausend Menschen noch auf ihre Rettung gewartet, sagte Pauline Schmidt, Sprecherin von Jugend Rettet. Sechs Schlauchboote trieben noch in der Nähe ihres Schiffes. „Wir mussten uns noch nie um so viele Menschen gleichzeitig kümmern“, sagte Schmidt. Weitere Schiffe wurden zur Ablösung erwartet.

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Neuer Leak: „Die Mutter aller NSA-Exploits“ veröffentlicht

foto: apa Mit den NSA-Tools sind nun Millionen Windows-Rechner in Gefahr
Hackergruppe „Shadow Brokers“ veröffentlichte Hackertools des US-Geheimdienstes

Von Markus Sulzbacher | derStandard.at

Wieder sorgt die ominöse Hackergruppe „Shadow Brokers“ für Schlagzeilen. Die Gruppe, die in den vergangenen Monaten bereits NSA-interne Programme und Informationen veröffentlichte, legte am Freitag neue Enthüllungen nach. Und Diese haben es in sich: US-Medien sprechen sogar vom „schlimmsten Leak seit Snowden“.

Kein Schutz für Windows

So finden sich in den von den Hackern veröffentlichten Dateien auch Programme der NSA, mit denen es möglich ist, Windows-Rechner zu hacken und vollständig zu kontrollieren. Diese sogenannten Exploits funktionieren auf Rechnern mit Windows XP bis Windows 8. Servervarianten aus dem Hause Microsoft sind mit diesen Tools ebenfalls ein leichtes Ziel für Angreifer.

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Geheimakte BND & NSA: Die rätselhafte Supergeheim-Operation Glotaic

Symbolbild. heise online
Nicht nur im Rahmen von Eikonal sondern auch mit einem Programm namens Glotaic hat der BND daran gearbeitet, einen Netzbetreiber direkt anzuzapfen. Trotz NSA-Untersuchungsausschuss bleiben viele Details dazu aber im Dunkeln.

Von Stefan Krempl | heise online

Das Projekt Eikonal war zwar in seiner engen Kooperation mit der NSA im gewissen Sinne einzigartig, blieb nach dem einmal trainierten Zugriff an einem Internetknoten aber trotz all der damit verknüpften großen rechtlichen Schwierigkeiten beileibe kein Einzelfall. Anfang Dezember 2014 ließ sich der technische Leiter der Operation beim Bundesnachrichtendienst, S. L., von der Obfrau der Linken im NSA-Untersuchungsausschuss, Martina Renner, aus der Nase ziehen, dass der BND einen weiteren Netzbetreiber angezapft hatte.

Große Lernkurve bei den Überwachern

„Es gab noch einen zweiten Ansatz, in dem Meldungen an einen ausländischen Nachrichtendienst weitergeleitet worden sind“, entfuhr es dem Zeugen nach mehrfachen Nachfragen. Zuvor hatte er behauptet, dass es sich bei Eikonal „um das einzige Projekt dieser Art“ gehandelt habe. Der zweite Fall bei einem anderen Netzbetreiber, also nicht bei der Deutschen Telekom, sei dagegen ein „kompletter BND-Ansatz“ mit eigenem Gerät gewesen. Einzelheiten dazu könne er aber nur in nicht-öffentlicher Sitzung offenbaren. Einen dritten vergleichbaren Vorgang habe es nicht gegeben.

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Türkei: Wasser als Waffe

Hasankeyf. Foto: Elke Dangeleit
Mit ihren Staudämmen kann die Türkei Syrien und dem Irak das Wasser abdrehen

Von Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Die tagespolitische Berichterstattung über das Referendum und die damit verbundene Gefahr einer Diktatur in der Türkei, sowie die nicht enden wollenden Enthüllungen über Spitzeleien des türkischen Geheimdienstes in Europa lenken die Medien davon ab, was im Südosten der Türkei passiert.

Jenseits der alltäglichen Repressionen gegen die kurdische Bevölkerung zerstören Großprojekte eine einzigartige Natur und eine uralte Kultur. Unbeachtet von der Weltöffentlichkeit werden immer mehr Kulturgüter, die nicht islamisch sind – ganz in IS-Manier – von der türkischen Regierung zerstört.

Neben den Zerstörungen in den kurdischen Städten im Südosten hält die Türkei am umstrittenen Ilisu-Staudammprojekt fest. Dort wird nicht nur eine antike Stadt unter den Wassermassen begraben, sondern dieser riesige Staudamm dient unter anderem auch dazu, mit Wasser Krieg gegen die Kurden in der Türkei und in Syrien zu führen. Mit ihren Staudämmen kann die Türkei Syrien und dem Irak das Wasser abdrehen. Gegen die Kurden und Christen in Nordsyrien wurde diese Waffe bereits eingesetzt.

Die historischen Hevsel-Gärten in der türkischen südöstlichen Provinzhauptstadt Diyarbakir (kurd.: Amed) sind 7000 Jahre alt. Sie liegen am Hang zwischen der Stadtmauer und dem Euphrat-Ufer und wurden 2015 von der UNESCO zusammen mit der Stadtmauer von Diyarbakir zum Weltkulturerbe ernannt.

Der Leiter der Architektenkammer von Diyarbakir berichtete im März, dass das türkische Ministerium für Umwelt und Urbanisierung eine Moschee, Cafés, Restaurants und Parkplätze an den Seiten des Kirklar Berges, also direkt neben den Hevsel-Gärten bauen will. Er befürchtet, dass die Bebauung langfristig dazu führen soll, die Hevsel-Gärten zu zerstören, denn in der Zeit der Zerstörung des historischen Bezirks Diyarbakir-Sur, auch UNESCO-Weltkulturerbe, wurden die Gärten bereits beschädigt.

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Letzte bekannte Erdenbürgerin aus dem 19. Jahrhundert ist tot

Emma Morano, geboren am 29. November 1899, verstorben am 15. April 2017. – APA/AFP/OLIVIER MORIN
Die Italienerin Emma Morano wurde 117 Jahre alt. Sie war der letzte lebende Mensch, der noch im 19. Jahrhundert auf die Welt gekommen ist.

Die Presse.com

Die letzte bekannte Erdenbürgerin aus dem 19. Jahrhundert ist gestorben. Die Italienerin Emma Morano starb laut Medienberichten am Samstag mit 117 Jahren in ihrer Wohnung in Verbania am Lago Maggiore. „Ihr Leben war einzigartig“, erklärte der Bürgermeister von Verbania. „Wir werden uns immer an ihre Stärke erinnern, die uns dabei half, im Leben voranzukommen.“

Morano wurde am 29. November 117 Jahre alt. Sie wurde im Jahr 1899 geboren. Andere Menschen, die vor der Wende zum 20. Jahrhundert geboren wurden, sind nicht bekannt. Morano hat in drei Jahrhunderten gelebt, zwei Weltkriege und elf Päpste überdauert.

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„Vögeln fürs Vaterland?“ Das Kinderkriegen wird schöngeredet

© Jens Kalaene/DPA
Regine Schneider, Autorin von über 20 Büchern, darunter „Sieben Gründe, keine Kinder zu kriegen“, berichtet aus eigener Erfahrung, wie schwer es Frauen in Deutschland gemacht wird, Mutter zu sein.

stern.de

Ich bin mehr oder weniger zufällig Mutter geworden. Wenn ich erst mal „ordentliche Verhältnisse“ geschaffen hätte, also mir eine Existenz aufgebaut und dann den passenden Mann dazu gesucht hätte, wäre ich nie Mutter geworden. Ich bin da reingerasselt.

Ich lebte damals mit einem Mann zusammen, der partout keine Kinder wollte, aber ich hatte einen Geliebten, Ismail, Student in Wuppertal. Ich arbeitete bei einer Lokalzeitung, war eine der wenigen Journalistinnen in Deutschland, die über Autos schrieben. Und dann bekam ich das Angebot, als Autoredakteurin nach Hamburg zur Frauenzeitschrift Brigitte zu gehen. Mein Traum!

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Verfassungsreferendum in der Türkei hat begonnen

In der Türkei hat das Referendum über die Einführung des von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebten Präsidialsystems begonnen.

Frankfurter Rundschau

Seit 7.00 Uhr deutscher Zeit sind im ganzen Land die Wahllokale geöffnet. Sie schließen am Nachmittag, Ergebnisse werden am Abend erwartet. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Das Präsidialsystem würde Erdogan deutlich mehr Macht verleihen. Die Opposition warnt vor einer Ein-Mann-Herrschaft.

This Site Sells Replica ISIS Suicide Vests and Pressure Cooker Bombs

Image: Inert Products LLC
Islamic State’s weaponized drones are now so ubiquitous that you can even buy replicas of the bombs they drop for training purposes. They look just like the real thing, and even feature removable fuzes and safety pins. Of course, they won’t explode, and are made out of solid urethane.

By Ben Sullivan | MOTHERBOARD

Welcome to the replica ISIS weapon emporium, Inert Products LLC, the self-titled „world’s leading supplier of inert training products“.

Pennsylvania-based Inert Products is an eye-opening seller of fake Islamic State weapons, fake casualties (including body parts), simulated explosives, and replica ordnance—all in the name of military, government, and law enforcement training purposes.

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„Wenn meine Familie kommt, werden sie mich töten“

Skyline von Manila. Auf dem Flughafen der philippinischen Stadt verliert sich die Spur der jungen Frau Bild: WELT.de
Eine junge Frau aus Saudi-Arabien ist spurlos verschwunden. Die 24-Jährige wollte vor einer Zwangsehe nach Australien fliehen. Sie kam nur bis Manila. Dort sollen sich schreckliche Szenen abgespielt haben.

DIE WELT

Menschenrechtler sorgen sich um das Schicksal einer jungen Frau aus Saudi-Arabien. Die 24-jährige Dina Ali Laslum habe versucht, vor einer Zwangsheirat zu fliehen. Sie sei auf dem Weg nach Australien gewesen. Beim Umsteigen in den Philippinen sei sie jedoch aufgehalten und gegen ihren Willen zurück in ihre Heimat gebracht worden, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) mit.

Eine Kanadierin wurde Augenzeugin des Vorfalls. Sie sagte der Menschrechtsorganisation, Laslum habe sie auf dem Flughafen von Manila angesprochen und gesagt, Mitarbeiter des Airports hätten ihren Pass und ihre Bordkarte für den Flug nach Sydney beschlagnahmt. Die Kanadierin half der jungen Frau laut HRW, Videos für soziale Netzwerke über ihr Schicksal aufzunehmen. In einem sagte sie demnach: „Wenn meine Familie kommt, werden sie mich töten.“

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Der Schlüssel zum Ursprung der menschlichen Sprache steckt in der Phonetik des Pavians

Makaken in Taiwan. Foto: CC0 Public Domain

Ist die menschliche Sprache sehr viel älter, als man bisher geglaubt hat? – Teil 3

Zu Teil 1: Die Zunge des Pavians

Zu Teil 2: Was der Affe spricht

Von Tom Appleton | TELEPOLIS

Es klingt unglaublich, nicht wahr? Aber unsere nächsten Verwandten, die Hominiden – Gorilla, Schimpanse, Orang-Utan – besitzen nicht einmal ein elementares Pidgin. Man kann von ihnen nicht sagen, dass sie uns in spätestens sechs Millionen Jahren sprachlich eingeholt haben werden. Einzig die Bonobos piepsen sich gegenseitig im Befehlston an, in einem elementaren Binärkode, wie eine amerikanische Ampel: „Walk!“, „Don’t Walk!“ – „Tu das. Tu das nicht.“ Und sie verstehen die Message, weil sie die Blicke des Sprechenden deuten können. „Gib mir die Nuss.“ – „Nimm du den Stock dort.“ Das ist immer noch um Etliches weniger als Tarzans berühmtes „Me Tarzan. You Jane.“

Andererseits wiederum taten unsere Wissenschaftler sich schwer damit, ihre Scheuklappen abzuwerfen. 150 Jahre lang weigerten sie sich, den Neandertaler als „Menschen“ anzuerkennen, sie sprachen ihm beharrlich die Sprachfähigkeit ab. Mal fehlte ihm das Zungenbein, bis sich endlich einmal eines fand, in Israel. Dann wieder lag sein Kehlkopf zu hoch, wie bei den Hominiden. Er hätte also gar kein normales Timbre, wie wir es gewohnt sind, aufweisen können; bestenfalls hätte er alles, was er sagte, mit Falsetto-Stimme auf den einen Vokal „E“ reduzieren müssen.

Allan Wilson, der neuseeländisch-amerikanische Genetiker, der die These vom afrikanischen Ursprung aller heute lebenden Menschen entwickelte, vermutete ebenfalls, dass Neandertaler „sprachlos“ gewesen sein müssten. Sie starben aus, meinte er, weil beim Sex zwischen Homo sapiens und Neandertalern sprachlose Kinder gezeugt worden wären, die als „Dorftrottel“ für die nächste Generation sexuell wenig anziehend gewesen sein dürften. Das war durchaus noch die gängige These, als Wilson 1991 starb.

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Vom Papst-Schock noch nicht erholt

Norbert Lammert – Deutscher Bundestag – Achim Melde
Als herausragenden Theologen, wahrhaftigen Diener Gottes und konservativen politischen Denker hat Bundestagspräsident Norbert Lammert den emeritierten Papst Benedikt XVI. aus Anlass seines 90. Geburtstag am kommenden Ostersonntag gewürdigt. Benedikts Argumentation sei nie bequem gewesen, heißt es in einem Grußwort des Bundestagspräsidenten an eine Konferenz zu Ehren Papst Benedikts in Warschau.

BUNDESPRESSEPORTAL

In seinem geduldigen Bemühen, den Glauben in unsere Zeit zu tragen, nicht aber den Zeitgeist in den Glauben, habe er immer wieder Anstoß erregt. Benedikts Bücher, Vorträge und Aufsätze präsentierten „einen wahrhaftigen Diener Gottes, der an der politischen Verfassung der Welt nicht weniger interessiert ist als an der Situation der Kirche, für die er als Papst die oberste Verantwortung übernahm.“

Benedikts Bemerkungen zum Verhältnis von Politik und Moral und zur Praxis der Politik, insbesondere auch zu den vorpolitischen moralischen Grundlagen eines freiheitlichen Staates, seien „konservativ im allerbesten Sinne des Wortes: selten aufregend, immer anregend und an der Erhaltung der Ordnung ebenso interessiert wie an der Veränderung der Welt“, so Lammert.

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Erdogan: Sieg bei Referendum wird Todesstrafe Weg ebnen

Präsident Erdogan wirbt für ein „Evet“ beim Verfassungsreferendum. – APA/AFP/Turkish Presidential Pre
Präsident Erdogan tritt am Samstag vier Mal auf, um für sein Präsidialsystem zu werben und bringt die Todesstrafe erneut aufs Tapet.

Die Presse.com

Am letzten Wahlkampftag vor dem Referendum in der Türkei hat Staatschef Recep Tayyip Erdogan um massenhafte Zustimmung zu dem von ihm angestrebten Präsidialsystem geworben. „Geht an die Urnen und wählt“, sagte Erdogan am Samstag vor jubelnden Anhängern in Istanbul. „Denkt daran, was passieren wird, wenn die Urnen – so Gott will – vor „Ja“-Stimmen platzen. So Gott will, wird diese Nation morgen Abend ihr eigenes Fest feiern.“

Ein Sieg von Präsident Erdogan beim Referendum an diesem Sonntag werde den Weg für die Wiedereinführung der Todesstrafe ebnen. „Meine Brüder, meine Entscheidung über die Todesstrafe ist offensichtlich“, sagte er am letzten Wahlkampftag vor dem Verfassungsreferendum vor jubelnden Anhängern in Istanbul.

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I Farmed Seaweed in Belize to Learn Why It’s the Food of the Future

Seaweed farmer Lowell Godfrey holds seaweed fragments to take out to plant. All images by Sarah Hewitt
It was a jarring, hour-long boat ride to Little Water Caye, a sliver of an island 30 km off the coast of Placencia, Belize. There was only a small wooden house on a beach, and palm trees waving in the Caribbean breeze. But offshore, invisible from the surface, lay the first sustainable seaweed farm in Central America. I helped unload the boat—food, yellow twine ropes, and snorkelling gear—everything we’d need to spend a few days planting seaweed.

By Sarah Hewitt | MOTHERBOARD

The previous day, I’d walked past the headquarters of the Placencia Seaweed Co-operative on the mainland. Packages of dried seaweed, and seaweed in gel form, sat on a shelf inside the open door. The head seaweed farmer, Lowell Godfrey, greeted me and I asked him about the farm. He told me that they farm two types of red seaweed—Eucheuma and Gracilaria—and they do it using sustainable farming practices. He invited me to see for myself.

Prior to this, I knew nothing about seaweed. Yes, I ordered the occasional spicy tuna roll, but seaweed is a multi-billion dollar industry, and I soon discovered that I consume and use seaweed all the time without knowing it. So do you. It’s the ultimate multitasker.

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