Verzierungstrend: Frohes Mustern


In der Osterzeit werden vor allem Hühnereier bemalt und gefärbt – über das Jahr hinweg verziert der Mensch fast alles. (Foto: dpa)
Ostereier, Haare, Cappuccino-Schaum und sogar Pferde – der Mensch muss fast alles verschnörkeln oder färben. Woher kommt der Drang zur Verzierung?

Von Laura Hertreiter | Süddeutsche.de

Wo nichts ist, herrscht Leere. Und Leere erträgt der Mensch offensichtlich schlecht. Auf dem Kaffee zum Beispiel: Der ist heute nur dann noch ordentlicher Kaffee, wenn darauf Milchschaum in Form von Schwänen und Blattwerk in die Tassen geschwenkt wurde. Wie auch der Fußballer nur noch ein echter Fußballer ist, wenn er sich wenigstens einmal seltsame Muster ins Haupthaar einrasieren lässt.

Der Mensch malt, fräst, schnitzt, stickt und sprayt, wo auch immer ihm die Leere entgegengähnt. Er strichelt und punktet und kariert und liniert. In den vergangenen Tagen bevorzugt auch auf Eierschalen, denn ein Ei ohne Dekor ist kein Osterei. Woher aber kommt der Drang, jede noch so kleine Freifläche zuzumustern?

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