Der Treuebruch der Linken


Sarah Haider. Bild: RDF
Ein Gespräch mit der ex-Muslima Sarah Haider

Von Jeffrey Tayler | Richard-Dawkins-Foundation

Was widerfährt im Amerika des 21. Jahrhunderts einer jungen Frau, die erwacht ist und von einer glaubensbasierten Ideologie Abschied genommen hat, die folgendes vertritt:

Frauen sind Menschen zweiter Klasse. Sie haben sich ihren Ehemännern unterzuordnen, auch gewalttätigen Ehemännern. Sie werden zugunsten ihres Partners teilweise enterbt. Steinigung von Ehebrechern (und speziell Ehebrecherinnen angesichts der frauenfeindlichen Launen der Beweis-Bewertung im Zusammenhang mit jener Ideologie). Gefangene Frauen werden zu Sex-Sklavinnen gemacht. Beschwerliche Kleidervorschriften. Weibliche Genitalverstümmelung wird gutgeheißen.

Erntet sie Beifall dafür, für ihre Rechte als Frau einzustehen? Tragen Progressive Lobreden vor, die ihre Tapferkeit besingen und ihre Weitsicht preisen? Wird sie mit Hilfsangeboten überschwemmt?

Fühlt sie, vielleicht zum ersten Male im Leben, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sie vorbehaltlos als eine der Ihren willkommen heißen, jenes einzige Land der Welt, das zumindest gemäß seinen Gründungsdokumenten auf Redefreiheit, Unabhängigkeit und dem Streben nach Glück aufbaut?

Nicht unbedingt. Ist die Ideologie der Islam (und das ist sie) und die Frau eine ex-Muslima (auch das ist sie), muss sie sich stählen angesichts Morddrohungen, eines Hagels von Beschimpfungen von ihren einstigen Glaubensgenossen und hinterlistigen Verrats von jenen, die sich progressiv geben. Sie muss sich wappnen, um in unserem derzeitigen politischen Sumpf Versuche abzuwehren, sie mit ihren unbequemen Ansichten zum Schweigen zu bringen. Unerhörter noch – wenn die Frau versucht, anderen zu helfen, die um die herrliche säkulare Freiheit ringen, die sie selbst für sich erlangt hat, wächst sie zu einer Gefahr für das ganze Gebäude aus Heuchelei, Feigheit und unbelegtem Geschwätz, das eine Perspektive der Linken auf den Islam als „Religion des Friedens“ bildet, die nur von ein paar „verwirrten Bösewichten“ verzerrt wird. Kurz, im heutigen Amerika wird solch eine tapfere Frau keinen Zufluchtsort finden, sondern bildlich gesprochen vielmehr Horden mit Mistgabeln gegenüberstehen, begierig, sie aufzuspießen für das Verlassen ihrer Religion und die Verleumdung ihresgleichen. Mit Donald Trumps Aufstieg zur Präsidentschaft wird ihre Lage prekärer denn je.

Eine solche Frau ist Sarah Haider, geboren in Pakistan, vor Vollendung des achten Lebensjahres in die USA ausgewandert, Mitbegründerin und Direktorin der Beratungsstelle EXMNA, „Ex-Muslims of North America“. EXMNA, so die Website, „tritt ein für die Akzeptanz religiöser Meinungsverschiedenheiten, fördert säkulare Werte und strebt an, Diskriminierung von Menschen zu mindern, die den Islam verlassen“. Die Organisation stellt ihren Mitgliedern eine Auswahl von Leistungen (zeitweise Zuflucht, Beratung) zur Verfügung, in achtzehn über den Kontinent verteilten Ortsverbänden, und bietet ein Podium, von dem aus ex-Muslime in YouTube-Videos ihre persönlichen Geschichten von glaubensfreier Aufklärung erzählen können.

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