Geldstrafen für Doppelstaatsbürger: Einseitig gegen Türken in Österreich


Seit Jahren kooperieren die türkischen Behörden nicht mehr mit den hiesigen in Sachen illegale Doppelstaatsbürgerschaften

Von Irene Brickner | derStandard.at

Mit seinem Vorschlag, illegale österreichisch-türkische Staatsbürgerschaften mit hohen Geldstrafen zu ahnden, knüpft Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) nahtlos an seine zahlreichen bisherigen Verschärfungspläne an: Um Härte zu signalisieren, geht er rein symbolpolitisch vor – und richtet darüber hinaus auch integrationsmäßig Schaden an.

Denn erstens weiß niemand, wie viele in Österreich eingebürgerte Türken weiterhin einen türkischen Pass besitzen – und überhaupt, wie viele (großteils übrigens völlig legale) Doppelstaatsbürger es im Lande insgesamt gibt. Auf entsprechende parlamentarische Anfragen gab es vom Innenministerium bisher immer nur die Antwort: „Das wird nicht erhoben.“

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