Vererbung der zweiten Staatsangehörigkeit steht infrage


§ 4 Staatsangehörigkeitsgesetz © MiG
Die Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft hält seit dem Verfassungsreferendum in der Türkei an. In Diskussion ist ein sogenannter Generationenschnitt, der die Vererbung der zweiten Staatsangehörigkeit auf wenige Generationen begrenzt.

Von Corinna Buschow | MiGAZIN

Seit dem Verfassungsreferendum in der Türkei ist angesichts des Wahlverhaltens der Deutsch-Türken die Debatte um den Doppelpass wieder aufgeflammt. Unionspolitiker stellen erneut die seit 2014 geltende Rechtslage infrage, nach der in Deutschland geborene Kinder von Ausländern in der Regel zwei Pässe behalten dürfen. Konkret diskutiert wird ein neues Modell, das die Vererbung der zweiten Staatsangehörigkeit auf wenige Generationen begrenzen soll.

In Deutschland lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2015 rund 1,7 Millionen Menschen, die neben dem deutschen Pass noch den eines anderen Landes hatten. Bei rund 740.000 Einwohnern war die zweite Staatsangehörigkeit die eines anderen EU-Landes. 246.000 Menschen hatten zusätzlich zum deutschen einen türkischen, 228.000 einen russischen Pass. 555.000 Doppelstaatler sind der Statistik zufolge als Deutsche geboren, haben ihre beiden Pässe also „geerbt“ und keine eigene Einwanderungsgeschichte.

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