Französisch-Guayana öffnet wieder, Raketen sollen bald starten


Eine Ariane-5-Rakete wird auf dem Weltraumbahnhof Kourou vorbereitet. (Aufnahme vom 13. März 2017) (Bild: Arianespace)
Nach einem Monat Protest mit Straßenblockaden gibt es eine Einigung zwischen Französisch-Guayana und Paris. Damit könnte auch der Weltraumbahnhof in Kourou bald wieder in Betrieb gehen – doch eine Straßensperre wäre da noch.

Von Daniel AJ Sokolov | heise online

Nach einem Monat Stillstand kann das wirtschaftliche und soziale Leben Französisch-Guayanas wieder losgehen. Mit umfassenden Verkehrsblockaden, Streiks und anderen friedlichen Protesten konnte die Viertelmillion Einwohner des südamerikanischen Gebiets der französischen Regierung ein bereits 2013 versprochenes Abkommen abringen. Nun könnte auch der Weltraumbahnhof Kourou bald wieder den Betrieb aufnehmen. Doch gerade dort steht noch eine Straßensperre.

Der Weltraumbahnhof heißt offiziell Centre Spatial Guyanais und ist das Aushängeschild des tropischen EU-Überseegebiets. Gleichzeitig ist er aber auch Brennpunkt für die grassierende Armut und den infrastrukturellen Mangel in Französisch-Guayana. Während auf der einen Seite des Zauns höchstentwickelte europäische Technik brilliert, gibt es auf der anderen Seite oft keinen – und in manchen Dörfern nie – Strom, enorme Arbeitslosigkeit, unzureichende medizinische Versorgung, eine hohe Mordrate, Kinder, die keinen Schulplatz finden, und so weiter.

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