„Kirchenasyl gegenüber Behörden verteidigen“ – Widerstand gegen staatliche Maßnahmen


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der Koordinator der Kirchenasyle in Bayern, Stefan Theo Reichel, hat zu einer Verteidigung des Kirchenasyls gegenüber Behörden aufgerufen. Die beiden großen Volkskirchen sollten sich energischer in die gesellschaftliche Debatte einmischen, wie Flüchtlinge aufgenommen und behandelt werden, sagte Reichel am Samstag in Münster.

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Es brauche eine „Zähigkeit und Standhaftigkeit eines Martin Luther“, um die humanitären Interessen von Flüchtlingen notfalls auch gegenüber den Behörden zu verteidigen, sagte der Beauftragte der Bayerischen Landeskirche für die Beratung und die Koordination in Fragen des Kirchenasyls.

Es gebe zwar zum Kirchenasyl eine Absprache zwischen den Kirchen und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, sagte Reichel. Eine tatsächliche rechtliche Grundlage dafür gebe es jedoch nicht. Selbst wenn Behörden eine Anzeige wegen „Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt“ gegen Klöster oder Pfarrer erstatteten, gebe es keinen Grund, sich deswegen einschüchtern zu lassen, sagte Reichel. In den meisten Fällen würden die Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt.

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