Groteske um NS-Mörderin


Maria Mandl (so der richtige Name) wurde zum Tod verurteilt. – (c) Wikipedia/Public Domain
Nach Intervention des Mauthausen Komitees hebt die Justiz eine falsche Todeserklärung einer KZ-Aufseherin auf.

Von Günther Haller | Die Presse.com

Ihre Opfer gaben der Oberaufseherin den Beinamen „Die Bestie“. Maria Mandl aus dem oberösterreichischen Münzkirchen war wegen ihrer Brutalität besonders gefürchtet, seit 1938 war sie Mitglied der SS und Aufseherin in insgesamt vier Konzentrationslagern, darunter Ravensbrück und Auschwitz. Sie nahm an Selektionen für die Gaskammern und medizinischen Experimenten teil, „sie hat schlagen können, sie hat erschlagen können“, so eine Zeitzeugin, das habe ihr Lust bereitet.

Auf sie ging die Gründung des Mädchenorchesters in Auschwitz zurück. Das Orchester musste täglich zum Appell der Arbeitskolonnen aufmarschieren und spielen. Maria Mandl wurde von den KZ-Insassen als schön, intelligent und grausam beschrieben: „Sie misshandelte sogar Häftlingsfrauen, die von ihr auf dem Selektionsweg zum Tode ausgesondert waren.“

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