Antarktis: Geheimnis des Blutfalls gelöst


Der Blutfall am Ende des antarktischen Taylor-Gletschers speit immer wieder rotes, salziges Wasser. © Erin Pettit
Blutrotes Wasser: Forscher haben die Frage geklärt, woher das seltsam rote Wasser des antarktischen Taylor-Gletschers stammt. Radaraufnahmen enthüllen, dass das Salzwasser nicht unter dem Gletscher fließt, sondern durch verzweigte Kanäle im Gletschereis selbst. Diese leiten das Wasser von einem sechs Kilometer entfernten subglazialen Reservoir bis zur Gletscherzunge. Flüssig bleibt das Wasser dabei nur durch eine spezielle Kombination von Bedingungen.

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Der berühmte Blutfall sorgt schon seit seiner Entdeckung im Jahr 1911 für Aufsehen. Denn immer wieder tritt an der Zunge des Taylor-Gletschers in der Ostantarktis blutrotes, salziges Wasser aus dem weißen Eis aus – scheinbar aus dem Nichts. Tatsächlich färbt sich das Wasser erst bei Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft so rot – der Sauerstoff oxidiert offenbar das im Wasser enthaltene Eisen.

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