Berlin – Warum in Mitte plötzlich eine neue Kirche steht


Foto: Wilms, Berliner Zeitung
Verwundert reiben sich Passanten die Augen: Der Rosa-Luxemburg-Platz sieht plötzlich so anders aus. Und tatsächlich, da hat jemand in Windeseile eine Kirche gebaut! Keine Attrappe für eine Aufführung der dortigen Volksbühne, sondern ein echtes Gebäude. So eine Kirche in der Größe einer überdimensionierten Datsche, wie man sie etwa in Norwegen besichtigen kann – aus Holz, aber voll gottesdiensttauglich. Die Frage ist nur: Was soll das alles?

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Einen ersten Hinweis gibt die Tatsache, dass die Kirche schief steht und halb im Erdboden zu versinken scheint. In etwa, als würde das ganze Bauwerk gen Hölle rutschen. Und in der Tat hat sich hier keine echte Kirchengemeinde eingerichtet, sondern eine Truppe kirchenkritischer Kunst-Aktivisten. Rechtzeitig zum Kunst-Spektakel Gallery Weekend (28. bis 30. April) hat die freie Opernkompanie Novoflot des Berliner Regisseurs Sven Holm die kuriose Aktion gestartet. Motto: „Wo Gott eine Kapelle baut, da baut der Teufel eine Kirche daneben.“

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