Kirchenrechtler Heinig: Kirchentag ist keine Gegenmacht zur Kirche


Der Kirchenrechtler Hans Michael Heinig empfiehlt dem Kirchentag, seine Abgrenzung zur Amtskirche aufzugeben. „Er ist Teil der evangelischen Kirche, nicht ihr Gegenüber“, schreibt der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Beitrag für die „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Stattdessen verharre der Deutsche Evangelische Kirchentag aus seiner Geschichte heraus in einer Pose als „basisorientierte Gegenmacht von ‚unten'“.

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Der Göttinger Juraprofessor argumentiert, nachhaltige soziale Impulse könnten nur von einem Kirchentag ausgehen, der von Gemeinden und kirchlichen Diensten getragen wird. Dass sich der Kirchentag als Laienbewegung von der verfassten Kirche abgrenze, verkenne die evangelische Ämtertheologie und die synodale Kirchenleitung – „als ob die verfasste Kirche von einem Klerikerstand mit vorreformatorischem Amtsverständnis beherrscht würde“.

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