„Ver.di-Schlampen“-Eklat dürfte der SPD schaden


Torsten Albig (SPD, l.) und Daniel Günther (r.) ringen um die Macht in Schleswig-Holstein und lieferten sich ein spannendes TV-Duell. Mit unschönem Ausgang Quelle: dpa
Eine Gewerkschafterin mit SPD-Parteibuch beschuldigt vor laufender Kamera den CDU-Spitzenkandidaten von Schleswig-Holstein: offenbar zu Unrecht. Ihre Partei schiebt den schwarzen Peter dem NDR zu.

Von Ulrich Exner | DIE WELT

Ob und, wenn ja, wem dieser Vorgang am Ende nutzt, werden Schleswig-Holsteins Wähler vermutlich nie erfahren. Dass er aber Einfluss haben wird auf diesen engen Schleswig-Holstein-Wahlgang, das dürfte schon jetzt feststehen. Jedenfalls erhitzt der beim TV-Duell der Spitzenkandidaten überraschend erhobene Vorwurf eines weiblichen SPD-Mitglieds, der CDU-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Daniel Günther, habe sie als „Ver.di-Schlampe“ bezeichnet, die Gemüter. Und zwar mehr als jedes andere Thema, über das Günther und Regierungschef Torsten Albig (SPD) am Dienstag so leidenschaftlich und im besten Sinne für die eigenen Positionen werbend gestritten haben. Das war gut, viel spannender als so manches andere Spitzenkandidatenduell und hätte eine Werbung für die Politik sein können. Nun kommt es leider anders.

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