Wann ist Kritik an Israel antisemitisch?


Israelische Sicherheitskräfte in Bethlehem.Foto: AFP
Israel das Existenzrecht zu verweigern ist laut dem Chef der Uno eine „moderne Form des antijüdischen Hasses“. Die inhaltliche Konfrontation mit Israel wird für Diplomaten eine wachsende Herausforderung. Ein Kommentar.

Von Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Wenn der neue UN-Generalsekretär Antonio Guterres es notwendig findet, Maßnahmen gegen Antisemitismus zu ergreifen, wie er es soeben angekündigt hat – was ist das? Ein Warnsignal, das nicht überhört werden sollte. Denn Diplomat Guterres hat von Amts wegen einen Überblick über die Lage in Welt. Und da erstarkt der Antisemitismus wieder.

Der Chef der Uno nennt es beispielsweise auch eine „moderne Form des antijüdischen Hasses“, Israel das Existenzrecht zu verweigern. Aber es gibt noch mehr, und hier kann bei der Beurteilung helfen, dass Experten sich vor Jahren schon auf eine „Working Definition of Antisemitism“ geeinigt haben; sie ist vom „European Monitoring Center on Racism and Xenophobia“ vorgelegt worden.

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