Mecklenburg-Vorpommern AfD mahnt Abgeordneten ab


© dpa Spricht gern über „Biodeutsche“: Der Greifswalder Rechtsprofessor und AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber.
So einen Fall dürfte es selbst in der AfD, in der doch manches möglich ist, noch nicht gegeben haben. Ein Abgeordneter wird von seiner Partei abgemahnt – und von seinem Arbeitgeber. Er ist Rechtsprofessor an der Universität Greifswald.

Von Frank Pergande | Frankfurter Allgemeine

In Mecklenburg-Vorpommern wird ein AfD-Landtagsabgeordneter nicht nur von seiner eigenen Partei abgemahnt, sondern auch von seinem Arbeitgeber gerügt. Es geht um Ralph Weber, einen der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Schweriner Schloss. Weber ist eigentlich Professor an der Greifswalder Universität. Nach dem Kölner Treffen der AfD am vergangenen Wochenende hatte Weber auf Facebook von einem „erfreulichen Ausgang unseres Bundesparteitages“ gesprochen. Der Parteitag sei „eine klare und deutliche Absage an alle Versuche einer multikulturellen Umgestaltung unseres Vaterlandes und eine ebenso deutliche Absage an alle Versuche, unser Volk durch Überfremdung mittels Zuwanderung auszutauschen“ gewesen. Weber fuhr fort, der „große Austausch“ dürfe nicht stattfinden.

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