Warum Rechtsparteien oft Frauen nach vorne stellen


Die Erfahrung zeigt: Radikales kommt gesellschaftsfähiger daher, wenn es nicht von Männern geäußert wird. Frauen können das mit ihrer Art besser an den Wähler bringen.

Von Hannelore Crolly | DIE WELT

Jean-Marie Le Pen, der alte Extremist aus Frankreich, hat seine Tochter scharf gerügt. Ihr Wahlkampf sei viel zu lasch, schimpfte der Front-National-Gründer, und das, obwohl Marine Le Pen in der Stichwahl um den Elysée-Palast steht. Der Papa findet, sein Töchterchen solle lieber einen „sehr aggressiven Ton“ à la Trump anschlagen, statt immer so zu strahlen. Dann seien ihre Chancen besser.

Pardon, Monsieur, umgekehrt wird ein Schuh draus: Nur weil die blonde Frontfrau ihre radikalen Botschaften mit Schleifchen verpackt und bei der Übergabe ein Liedchen singt, ist sie so weit gekommen.

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