Russland: Justiz fordert dreieinhalb Jahre Haft wegen „Pokémon Go“ in Kirche


Geht es nach der russischen Staatsanwaltschaft, soll ein russischer Blogger für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Der skurrile Grund: Er spielte Pokémon Go in der Kirche. Mitte Mai soll das Urteil fallen.

Handelsblatt

Die russische Justiz hat dreieinhalb Jahre Haft für einen Blogger gefordert, der in einer orthodoxen Kirche das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ gespielt hat. „Ich bin schockiert, dass die Anklage eine solche Strafe für mich beantragt hat“, sagte Ruslan S. am Freitag bei einer Anhörung in Jekaterinburg. „Ich habe niemandes Recht und Freiheit verletzt, seinen Glauben auszuüben“, sagte er der Agentur Tass zufolge. Die Staatsanwaltschaft betonte, sie sehe keine Basis für einen Freispruch. Die Verteidigung erklärte, sie hoffe auf eine Bewährungsstrafe. Das Urteil soll am 11. Mai fallen.

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