Das Voynich-Manuskript wurde in mehreren Sprachen verfasst


foto: beinecke rare book & manuscript library/yale university Bis heute beißen sich Codeknacker an Schrift und Sprache des Voynich-Manuskriptes die Zähne aus.
Russische Forscher finden Belege dafür, dass das mysteriöse spätmittelalterliche Werk kein Schwindel ist

derStandard.at

Bizarre mechanische Apparaturen, seltsame Frauenfiguren, fremdartige botanische und astronomische Welten und vor allen Dingen ein langer Text aus unbekannten Schriftzeichen: Das Voynich-Manuskript beschäftigt seit seiner Entdeckung 1912 in einem Jesuitenkolleg im italienischen Frascati Experten wie Laien gleichermaßen. Trotz jahrzehntelanger Bemühungen widersetzten sich sowohl die Schrift als auch die Sprache, in der das Dokument verfasst worden ist, bisher beharrlich jeglicher Entschlüsselungsversuche.

Materialuntersuchungen ergaben immerhin, dass die 102 von ursprünglich mindestens 116 Pergamentblättern authentisch sind und vermutlich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden sein dürften. Worum es bei dem Text geht, bleibt dagegen weiterhin rätselhaft, obwohl es in den letzten Jahren an Lösungsversuchen keinen Mangel hatte: Anfang 2014 etwa vermutete ein US-Wissenschafter nach eingehender Analyse, dass das Voynich-Manuskript in einer mittlerweile ausgestorbenen präkolumbianischen Sprache geschrieben worden ist und aus der Neuen Welt stammt.

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1 Comment

  1. Es handelt sich beim Voynich-Manuskript mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht um eine direkt niedergeschriebene Sprache, denn es gibt keine Sprache, die klare Strukturen innerhalb einer Schreibzeile und innerhalb einer Seite hervorbringt. Einmal ganz davon abgesehen, dass das »Schriftsystem« einige sehr merkwürdige Eigenschaften hat, die nicht phonetischen Ursprunges sind, sondern die ästhetische Wirkung des »Schriftbildes« verbessern… nein, keine Kleinigkeiten, sondern richtige Strukturbildner.

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