Garagenbastler der Geisteswissenschaften

Was kommt nach der Gelehrtenkultur? Jens Loescher sieht in der digitalen Wende eine Chance, sich methodenkritisch auf das zu…Foto: Imago/Stefan Noebel-Heise
Den Digital Humanities fehlt ein sinnstiftendes Manifest: Es gilt, die Lücke zwischen Datensammlern und Gelehrten zu schließen. Ein Gastbeitrag.

Von Jens Loescher | DER TAGESSPIEGEL

Jüngst gab es – wieder einmal – die Krise der Germanistik. Dabei verdeckt das immanente Rotieren um die nächste Theorie oder das simple „Weiter-so“ das Ausmaß, mit dem die digitale Wende die Geisteswissenschaften fordert. Es geht nicht um Hermeneutik plus digitale Technik, sondern um eine „digitale Heuristik“ (Peter Haber), die alte und neue Methoden verknüpft und so die Perspektive unserer Fächer erneut schärft.

Die viel gescholtene Unfähigkeit unserer Studierenden, sich die historischen Inhalte und die verstehende Methode unserer Disziplinen zu erarbeiten, kann auch damit zusammenhängen, dass die digital natives von unseren Werkzeugen der Wissens- und Evidenzgenese nicht mehr überzeugt sind. Insofern birgt die digitale Wende die Chance, sich methodenkritisch auf das zu besinnen, was unsere Fächer ausmacht.

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SpaceX brachte Spionagesatelliten ins All

Die „Falcon 9“-Rakete über Cape Canaveral. – APA/AFP/GETTY IMAGES/JOE RAEDLE
Erstmals beförderte das private Raumfahrtunternehmen SpaceX einen Spionagesatelliten ins All. Details über seine Aufgabe sind nicht bekannt.

Die Presse.com

Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erstmals einen Spionagesatelliten ins All befördert. Der Satellit sei am Montag in der Früh (Ortszeit) an Bord einer „Falcon 9“-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida gestartet, teilte das Unternehmen mit. Details über die Aufgabe des Satelliten nannte SpaceX nicht.

Ursprünglich war der Start bereits für Sonntag geplant gewesen, doch ein Problem mit den Sensoren hatte das Vorhaben verzögert. Die erste Raketenstufe landete nach dem Start wieder erfolgreich in Cape Canaveral.

Knobloch: „Es macht mich wütend, dass ’nie wieder!‘ zur hohlen Phrase verkommen konnte“

Charlotte Knobloch – ikg-m.de
Anlässlich des 72. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau hat Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, bei der Gedenkstunde am jüdischen Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte Dachau die Halbherzigkeit kritisiert, „mit der die offenkundigen Fehlentwicklungen und Rückschritte hierzulande und in ganz Europa nicht angemessen entschlossen bekämpft werden“.

BUNDESPRESSEPORTAL

Von Politik und Zivilgesellschaft forderte sie mehr Engagement und Ehrlichkeit im Umgang mit dem erstarkenden Antisemitismus. Aus der Geschichte zu lernen, bleibe die Aufgabe der Heutigen, so die WJC-Beauftragte für Holocaustgedenken. „In diesen Jahren, da die Zeitzeugen als Säulen der Erinnerung wegbrechen, da sich das Schicksal Europas entscheidet und auch die Bundesrepublik vor zentralen Weichenstellungen des 21. Jahrhunderts steht, wünsche ich mir mehr Mut, mehr Wehrhaftigkeit, mehr Leidenschaft für Einigkeit und Recht und Freiheit.“

Vor diesem Hintergrund kritisierte Knobloch, dass der Begriff „Populismus“ verharmlost. „Weder Pegida und Co. noch AfD oder Front National sind Populisten. Der Begriff ist zu schwach, er deckt die gefährlichen Phänomene nicht ab, die unsere Gesellschaften mit Hass und Hetze kontaminieren und die Europäische Union – das Jahrhundert-Friedens-Projekt – zerstören wollen. Nationalismus bleibt Nationalismus. Antisemitismus bleibt Antisemitismus. Rassismus bleibt Rassismus – das blaue Deckmäntelchen kann den braunen Kern der AfD nicht verdecken.“

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Der neue deutsche „Hop-on-Hop-off“ #Feminismus a lá Kanzlerin #Merkel

Bild: tagesschau.de
Die neue deutsche Feministin von heute, Angela Merkel rief und sie alle kamen, die „mächtigen“ Frauen der Welt. Zum Women20 Gipfel nach Berlin. Ein besonderer PR-Coup der deutschen Kanzlerin: Mit dabei Ivanka Trump. Die deutsche Presse, besonders die Boulevard-Presse dankt es ihr und ist begeistert.

Von Angela Klassmann | fraupolitik

Womit sich Ivanka Trump für diese Teilnahme qualifiziert hat, bleibt in der PR-Wolke um dieses Event offen? Vielleicht reicht Tochter eines superreichen Mannes in den USA sein, der Präsident wurde und jetzt seine Familie a lá Erdogan in gutbezahlte Jobs hievt, in Deutschland als Kriterium für das W20-Treffen? Die Frage geht an die Veranstalterinnen dieses PR-Events, den Deutschen Frauenrat und den Verband deutscher Unternehmerinnen.Während überall auf der Welt der Krieg gegen Frauen und Mädchen tobt; Frauen und Kinder immer die ersten Opfer von Krieg und Gewalt in der Welt sind; Frauen in religiösen Ländern wie unsere Wirtschaftspartner Saudi Arabien, Iran und andere gegen die dort staatlich verordnete Genderapartheid um ihr eigenes Leben kämpfen; Milliarden Mädchen weltweit nicht zur Schule gehen können, teils weil sie schon früh mit älteren Männern verheiratet werden; Frauen systematisch der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt wird; und so weiter und so weiter …!

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So gefährlich sind Heilpraktiker in Deutschland

Patienten versprechen sich von der Alternativmedizin sanfte Therapien – doch die Behandlung durch Heilpraktiker ist oft gefährlich. Der stern-Report zum Thema erschien im Heft 17/2017 vom 20.4.2017. © iStockphoto/Getty Images
Heilpraktiker genießen in Deutschland fast grenzenlose Therapiefreiheit – und brauchen keine fundierte Ausbildung. Selbst eine Serie von Todesfällen im vergangenen Sommer konnte das bislang nicht ändern. Ein stern-Report deckt erschreckende Gesetzeslücken auf.

Von Bernhard Albrecht | stern.de

Ein kleiner, beleibter Mann in langem Arztkittel öffnet die Tür. Breite Nase, volles braunes Haar, warmherziges Lächeln. „Bitte sehr, die Praxis ist im Untergeschoss.“

Wolfgang Buck [Name von der Redaktion geändert], 66 Jahre alt, Heilpraktiker, bittet zur Behandlung. Das weiße Einfamilienhaus in Franken mit dem neuen Zwölfzylinder-BMW vor der Garage scheint seinen beruflichen Erfolg zu bezeugen. Doch Buck muss sich vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: fahrlässige Tötung.

Am Telefon haben wir uns als Paar ausgegeben. Bei meiner Frau sei Brustkrebs diagnostiziert worden. Sie reicht ihm den Fake-Befund einer Gewebeprobe, den er aufmerksam studiert. Die fiktive Geschwulst ist sehr bösartig. Aber auch so klein, dass eine Therapie nach den von Krebs-Experten entwickelten medizinischen Leitlinien 95 Prozent der Patientinnen dauerhaft heilen würde. „Meine eigenen Diagnosemethoden sind manchmal aussagekräftiger“, sagt Wolfgang Buck – und zückt eine Rute aus glänzendem Stahl mit langer, schwingender Antenne.

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Frustriert und aggressiv

Polizisten am Kölner Dom in der Silvesternacht 2016 ©DPA
Anderthalb Jahre nach „Köln“ sagt jetzt die Kriminalstatistik: Die Zahl der Sexualdelikte durch Flüchtlinge hat zugenommen. Was genau bedeutet so eine Zahl?

Von Julia Schaaf | Frankfurter Allgemeine

Die schlechte Nachricht zuerst: Die Zahl der von Flüchtlingen begangenen Sexualstraftaten in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt.

„Da gibt es nichts zu beschönigen“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vergangene Woche bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2016. Die Gewaltkriminalität, Sexualdelikte eingeschlossen, sei zum ersten Mal seit 2009 deutlich gestiegen, und dieser unerfreuliche Befund gehe vor allem auf das Konto von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Der Minister relativierte zwar: „Wir machen es uns zu einfach, wenn wir analysieren, dass die Verrohung unserer Gesellschaft einfach eine Folge der internationalen Flüchtlingskrise ist.“

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Leitkultur gab es schon mal, von 1933-1945

CDU-Politiker Bosbach: „Die christlichen Werte beeinflussen unsere Gesellschaft nach wie vor, auch wenn Kirchen leider immer mehr an Bindungskraft verlieren.“

kath.net

„Unsere Gesellschaft hat in den letzten Jahrzehnten einen Wertewandel durchgemacht, das stimmt. In einer Demokratie zu leben, ist nicht selbstverständlich. Dass Deutschland eine Leitkultur einfordert, ist deswegen enorm wichtig.“ Dies sagte der bekannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach in einem Vortrag zum Thema „Christliche Werte in unchristlichen Zeiten“ in der lutherischen Martinigemeinde im nordrhein-westfälischen Radevormwald am Wochenende. Darüber berichtete Die „Rheinische Post“. Der Bundestagsabgeordnete stellte fest, dass „die christlichen Werte … unsere Gesellschaft nach wie vor“ beeinflussen, „auch wenn Kirchen leider immer mehr an Bindungskraft verlieren“.

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Hamed Abdel-Samad: „Dann müssen wir Muslime eben beleidigen!“

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Der Politologe und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad beklagt eine mangelnde Streitkultur, wenn es um den Islam geht. Dadurch bestehe die Gefahr, dass man eine Opferhaltung bestätigt und Diskursunfähigkeit zementiert. Ein Kommentar.

Von Hamed Abdel-Samad | hpd.de

Wenn ein normaler gläubiger Muslim, der den Islam nie wirklich studiert hat, mir sagt, dass meine Islamkritik seine religiösen Gefühle verletzten würde, kann ich das schon verstehen. Verletzt wird man von Argumenten oft wenn man selber sprachlos oder diskursunfähig ist. Irgendwann war ich auch ein gläubiger Muslim und ich fühlte mich ständig beleidigt und verletzt, wenn jemand meine Religion kritisiert hatte.

Was ich aber nicht akzeptiere ist, wenn Islam-Experten oder solche, die es gerne werden wollen, die auf meine Argumente ruhig mit Argumenten hätten antworten können, das Thema Beleidigung und religiöse Gefühle ins Spiel bringen, um meine Argumente zu diskreditieren. Auch das ist schwach und Zeichen der Diskursunfähigkeit. Manchmal steckt dahinter Opportunismus oder sogar ein Agenda, oft ist es nur pure Naivität. Solche Menschen erwarten von Muslimen nicht das gleiche was sie von Angehörigen anderer Religionen erwarten. Das ist der sanfte Rassismus der gesenkten Erwartungshaltung von dem ich öfter sprach. Todenhöfer ist das beste Beispiel dafür.

So nimmt man Muslime nicht in Schutz, sondern bestätigt sie in ihrer Opferhaltung und zementiert ihre Diskursunfähigkeit. Denn wer Kritik wegen seiner eigenen Gefühle ablehnt, verpasst eine Chance für Veränderung und lässt zu, dass diese Gefühle alles bestimmen und Debatten im Keime ersticken (Erdogan lässt grüßen). Und genau daran erkrankt der Diskurs in der islamischen Welt seit Jahrzehnten.

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Sonntagsruhe: Der DGB ganz eng bei den Kirchen

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, hat sich für die Sonntagsruhe ausgesprochen. Der DGB sei in dieser Frage „ganz eng bei den Kirchen“, sagte er der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.

evangelisch.de

Der Sonntag müsse arbeitsfrei bleiben, außer in Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder der inneren Sicherheit, wo dies nicht möglich sei. Die Beschäftigten brauchen laut Hoffmann Ruhephasen. „Wir beobachten nicht zufällig seit Jahren steigende Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen, oft aus Überlastung“, sagte der DGB-Chef. Da sei es nicht sinnvoll, über einen siebten Arbeitstag in der Woche zu reden.

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Warum der Staatstrojaner nicht nur für Terroristen gefährlich ist

Image: FUTURISM M.A
Der Bundestag hat über ein Gesetz abgestimmt, das dem Staat das Hacken erlaubt. Ein solcher Eingriff hat nicht nur Folgen für Terrorverdächtige, sondern könnte die Smartphones und Computer von uns allen gefährden.

Von Daniel Mützel | VICE.com

Der Staatstrojaner kommt. Am Donnerstag wurden die neuen Überwachungsmöglichkeiten für Polizeibehörden vom Bundestag durchgewunken. Damit wurde erneut bestätigt, dass der Staat – ganz legal und demokratisch legitimiert – hacken darf.

Tatsächlich ist das Gesetz mehr als eine technische Kleinigkeit: Jahrelang beschränkte sich die staatliche Überwachung von Telefonen und dann auch Computern im Wesentlichen darauf, sich von Anbietern wie der Telekom oder WhatsApp einen Zugang zu Chats oder Telefonaten zu besorgen. Der Staatstrojaner geht einen Schritt weiter: Ermittler dringen in die Geräte der Zielpersonen ein und installieren ein Lauschprogramm für das ganze System. Wie die Bundesregierung den Einsatz staatlicher Hackersoftware begründet und welche Gefahren Kritiker darin sehen, lest ihr im vollständigen Artikel auf Motherboard.

 

Tierschutz-Aktivisten zünden Rauchbombe und springen in Delfinbecken

Eine Rauchbombe während der Show und Protestplakate im Delfin-Becken: Tierschutz-Aktivisten haben im Nürnberger Tiergarten für Aufregung gesorgt.

Frankfurter Rundschau

Ein Mann und zwei Frauen seien während einer Delfin-Vorstellung in das Becken der Tiere gesprungen, teilte die Polizei mit. Zuvor hatten sie eine Rauchbombe gezündet und dann vom Becken aus mit Plakaten gegen die Haltung der Delfine protestiert. Auf sie wartet laut Polizei nun ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Bayerische Versammlungsgesetz.

Leeres Schlauchboot im Mittelmeer – Helfer befürchten Drama

Themenbild. dpa
Eine Hilfsorganisation hat im Mittelmeer ein leeres Schlauchboot entdeckt und befürchtet nun ein neues Drama. Andere Helfer haben bereits Leichen im Meer entdeckt. Ob sie von dem leeren Boot stammen, ist noch unklar.

DIE WELT

Im Mittelmeer hat sich womöglich ein neues Flüchtlingsdrama ereignet: Freiwillige Helfer der deutschen Organisation Jugend Rettet entdeckten vor der Küste Libyens ein leeres Schlauchboot mit Platz für bis zu 140 Menschen, wie die Sprecherin von Jugend Rettet, Pauline Schmidt, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Andere Helfer fanden vier Leichen.

Die Crew des von Ärzte ohne Grenzen gecharterten Rettungsschiffs „Prudence“ fand 42 Seemeilen vor der Küste vier Leichen, wie die Organisation am Sonntag über den Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte.

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Emirate warnen Merkel vor radikalen Predigern

VAE-Botschafter Ali Abdullah al-Ahmed: „Es ist sehr wichtig, dass man darauf achtet, welche Art von Botschaft Prediger in der Moschee in Europa an die Einwanderer weitergeben“. Foto: dpa
Die Emirate beobachten mit Interesse, was Deutschland unternimmt, um Flüchtlinge zu integrieren. In den VAE leben Menschen aus 200 Nationen. Die meisten von ihnen haben „Gastarbeiter“-Status. Das heißt, sie müssen ausreisen, wenn ihr Vertrag endet.

Berliner Morgenpost

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen in der Flüchtlingshilfe und beim Kampf gegen die Armut mit Deutschland zusammenarbeiten. „Die VAE sind, pro Kopf gerechnet, der größte Geber weltweit und Deutschland ist auf diesem Gebiet auch sehr aktiv“.

Das sagte der Botschafter der Emirate in Berlin, Ali Abdullah al-Ahmed, der Deutschen Presse-Agentur vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Abu Dhabi. Sein Land sehe deshalb neue Möglichkeiten für eine Kooperation mit Deutschland, das für die VAE bislang in erster Linie ein Handelspartner sei.

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„Die französische Republik ist nicht das Königreich Gottes“

Pilger begehen die jährliche Kreuzwegsprozession in der Nähe des Eiffelturms in Paris. (Foto: REUTERS)
Adrien Candiard schrieb früher Reden für Politiker, heute lebt er als Mönch und Autor. Den Bedeutungsverlust des Christlichen in Frankreich hat er akzeptiert – und sieht darin sogar eine Hoffnung.

Interview von Simon Conrad | Süddeutsche.de

Adrien Candiard ist ein junger französischer Priester, Dominikanermönch und Autor, er lebt in Kairo. Bevor er dem Orden beitrat, war er für die Sozialistische Partei aktiv und schrieb Reden für ranghohe Politiker, manche von ihnen wurden später Minister. Mittlerweile beschäftigt er sich in seinen Büchern mit einem Thema, das auch den französischen Wahlkampf bestimmt: Religion und nationale Identität. Sein Buch Comprendre l’Islam wurde zum Bestseller, mit dem darauffolgenden über Christentum und Hoffnung gewann er den Preis für religiöse Literatur 2017.

SZ: Vater Candiard, der Front National greift das Gefühl der Hoffnungslosigkeit im katholischen Milieu im Wahlkampf auf. Ihr Buch „Veilleur, où en est la nuit?“ (deutsch: „Wächter, ist die Nacht bald hin?“) versucht hingegen, Mut zu machen. Was bedrückt das katholische Frankreich?

Adrien Candiard: Oft wird vergessen, welchen Stellenwert das Christentum in der französischen Kultur bis vor nicht allzu langer Zeit eingenommen hat. Zwar ist die Kirche schon seit der Französischen Revolution keine politische Institution mehr; kulturell aber war sie bis tief in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts identitätsstiftend. Die Generation meiner Eltern ist getauft, kirchlich verheiratet und geht zumindest sporadisch in die Kirche. Frankreich ist für diese Generation Teil einer christlichen Zivilisation. Mittlerweile haben viele das Gefühl, dass es damit vorbei ist – dass ihre Heimat und die christliche Zivilisation dahinbröckelt.

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Britischer Erfinder stellt Fluganzug vor

Bild: heise online
Am Rande der diesjährigen TED-Konferenz in Vancouver demonstrierte Richard Browning einen Fluganzug mit Rakenantrieb – beinahe im Stil des Comic-Helden Iron Man.

Von Sven Hansen | heise online

Der Brite Richard Browning hat am Rande der Technology, Entertainment and Design conference in Vancouver seinen „Daedalus Suit“ im Rahmen einer Live-Demo vorgestellt. Der Anzug besteht aus einem verstärkenden Exoskelett, das mit sechs Düsentriebwerken bestückt ist. Momentan taugt das Ganze für eine Flugdauer von bis zu 10 Minuten, berichtet BBC online.

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Fünf SS-Forscher auf dem Dach der Welt

Peter Meier-Hüsing, „Nazis in Tibet – Das Rätsel um die SS-Expedition Ernst Schäfer“. € 25,55 / 288 Seiten. Theiss, Darmstadt 2017

Ein neues Buch rekonstruiert die nationalsozialistische Tibet-Expedition Ernst Schäfer und geht auch auf etliche Querverbindungen nach Österreich ein

Von Klaus Taschwer | derStandard.at

Vor fünf Jahren geriet die sogenannte Tibet-Expedition von Ernst Schäfer zum letzten Mal in die Medien: Forscher beschrieben 2012 in einem wissenschaftlichen Fachblatt eine ihrer Einschätzung nach uralte Buddha-Statue, die ein verkehrtes Hakenkreuz zierte und vor allem: aus dem sogenannten Chinga-Meteoriten gefertigt war. Angeblich war die mysteriöse Statue 1939 von Schäfer und seinen vier SS-Kameraden aus Tibet nach Deutschland mitgebracht worden, so die Autoren.

Wie sich nach bald nach der Veröffentlichung herausstellte, wurde der seltsam vollbärtige Buddha zwar tatsächlich aus dem seltenen Meteoritengestein herausgemeißelt. Doch alles andere dürfte eine jüngere Fälschung sein: Vor allem die Angabe eines Mittelsmanns, die Plastik von Schäfer erhalten zu haben, entsprach wohl nicht den Tatsachen. Denn im akribisch geführten Verzeichnis der Mitbringsel tauchte die Statue nicht auf.

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de Maizière: Religion ist Kitt der Gesellschaft

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Rolle der Religion in der Gesellschaft gewürdigt. „In unserem Land ist Religion Kitt und nicht Keil der Gesellschaft“, heißt es in einem Gastbeitrag des CDU-Politikers für die „Bild am Sonntag“. Dafür würden in Deutschland „die Kirchen mit ihrem unermüdlichen Einsatz für die Gesellschaft“ stehen.

evangelisch.de

Die Kirchen verbinden de Maizière zufolge „Menschen, nicht nur im Glauben, sondern auch im täglichen Leben, in Kitas und Schulen, in Altenheimen und aktiver Gemeindearbeit“. Ein solcher Kitt für die Gesellschaft entstehe in „der christlichen Kirche, in der Synagoge und in der Moschee“, fügte der Minister in einem „10-Punkteplan für eine deutsche Leitkultur“ hinzu.

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Bundeswehr soll saudisches Militär ausbilden

  • Deutschland will künftig verstärkt saudi-arabische Soldaten, Polizisten und Grenzschützer ausbilden.
  • Spiegel: Saudi-Arabien will keine deutschen Waffen mehr.
  • Amnesty: Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien nehmen zu.

Süddeutsche.de

Es sind trocken-heiße 35 Grad, als die Kanzlerin in Dschidda landet – gut fünf Stunden nach der Enteisung ihres Flugzeugs wegen Minusgraden in Berlin. Als stünden die Temperaturunterschiede auch politisch für das Wechselbad, das eine Reise von Deutschland nach Saudi-Arabien gemeinhin mit sich bringt. Die Themenliste ist lang: Terror-Bekämpfung, Kriege, Klimaschutz, Wirtschaft, Frauenrechte. Die Kanzlerin trifft sich mit dem König von Saudi-Arabien – aber auch mit Vertretern der Zivilgesellschaft.

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Tourists Are Flocking to Iceland to See the Glaciers Before They’re Gone

An Iceland glacier tour. Image: Lisa Cumming
Iceland’s glaciers are melting, so in January I made a trip there from my home in Toronto, thinking it was time to go see them. I stood at the bottom of the Mýrdalsjökull glacier in my crampons, harness, and snowsuit, marvelling at the monstrosity of this giant natural ice cube

By Lisa Cumming | MOTHERBOARD

Glaciers are melting at an alarming rate because of climate change, the guides said. No wonder tourists like me are rushing to see them.

Between 2010 and 2015, the number of foreign tourists to Iceland more than doubled, partly due to cheap flights from WOW Air, the low-cost airline based in Reykjavík. Another reason was to see the glaciers: 80 percent of visitors decided on the destination because of „Icelandic nature,“ according to a 2014 report from the OECD. Among Icelanders, 75.7 per cent surveyed by the tourist board in 2016 said that tourist pressure on Icelandic nature is too high.

In fact, Iceland has become so overrun it’s been compared to Disneyland. The government recently introduced a new tax on tourists, with up to 2.3 million people expected to visit in 2017.

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Wahl Dodo des Monats April 2017

Dodo des Monats April 2017 ©HFR

Bestimmend im Monat April, Tod und Auferstehung der Spukgestalt namens Jesus. Des menschgewordenen Gottes, der einst sein Ebenbild aus Staub formte um dann später, bei seiner Selbsterzeigung eine Jungfrau benötigte. Also, er hat diese Frau befruchtet, dazu benötigte er einen engelhaften Besamer, um dann selbst völlig ungöttlich geboren zu werden. Jahre später lässt er sich vom weltlichen Pöbel umbringen, als Sohn eines Gottes der er selbst ist, unter Mitnahme aller Sünden und dem Müll seines Leibes verschwindet er wieder gen Himmel und stellt sein Bodenpersonal sündenfrei.

Die Todesstunde wird gefeiert, still unter Zwang, es ist die karfreitägliche Geisterstunde, von 24:00 auf 15:00 vor verlegt. Diesem Stuss muss sich weltlich alles unterordnen. Die Apologeten gehören ausgelacht und in ihren Tempeln für die Dauer der Todesfeier eingeschlossen. Krudes Zeug im Monat gab es reichlich. seht selbst.

Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2017 18:00 Uhr befristet. Viel Spaß!

  1.  Willi Steul, „katholischer Erklärer des Korans.“
  2.  Alexander Van der Bellen, „demnächst mit Kopftuch?“
  3.  Monika Grütters, „Steuergelder für fragwürdige Party.“
  4.  Papst Franz, „liebt Blutzeugen, also tote Katholiken.“
  5.  Stefan Theo Reichel, „Widerstand gegen staatliche Maßnahmen.
  6.  Christina Aus der Au, „Mit Obama Kirchentagswahlkampf für Merkel.“
  7.  Gottfried Locher, „Zwangsmission in Berlin.“
  8.  Margot Käßmann, „Luther-hörige Theologin.“
  9.  Markus Dröge, „Bigottes zum völkischen Denken.“
  10.  Heinrich Bedford-Strohm, „karfreitäglicher Geisterbeschwörer.“
  11.  Bernd Althusmann, „fordert Respekt für seinen Geist.“
  12.  Gregor Gysi, „Welt ohne kirchliche -Moralinstanzen unvorstellbar.“
  13.  Uwe Köster, „Polizeiseelsorger sieht Fußball zu Ostern als Gefahr.“
  14.  Reinhard Marx, „Skrupelloser Erzapostel in Sachen Geld, Steuern, Soziales.“
  15.  Ralf Meister, „mag Kontrolle für anders Denkende.“
  16.  Rauf Ceylan, „Staatsknete für Moschee-Imame.“
  17.  Katrin Göring-Eckardt, „Gott ist wie ein Abführmittel.“

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