Erdogan regelt Haarentfernung – per Notstandsgesetz

Bild: Magazin „The Economist“
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat neue Dekrete unterzeichnet – am Parlament vorbei und mit absurdem Inhalt. Die Notstandsgesetze regeln jetzt Haarentfernungen und Datingshows.

stern.de

Seit rund einem Dreivierteljahr herrscht in der Türkei der Ausnahmezustand, seit rund einem Dreivierteljahr kann Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan fast beliebig Notstandsdekrete erlassen. Tausende Staatsdiener fielen den Anordnungen schon zum Opfer, indem sie ihre Posten räumen mussten – meist, weil die türkische Führung sie verdächtigt, den gescheiterten Putsch im Sommer vergangenen Jahres oder die als Terrororganisation eingestufte PKK unterstützt zu haben.

Mit seinen jüngsten Dekreten zielt Erdogan jedoch nicht auf Oppositionelle ab, sondern auf Epiliermethoden und Datingshows. Bereits im März – vor dem Referendum über die neue Verfassung – unterzeichnete Erdogan bei der Zeremonie „Für eine schöne Türkei“ mit Kosmetikerinnen ein Dekret, das die Haarentfernung regelt.

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Der älteste Verwandte des Brachiosaurus

So könnte der frühe Brachiosaurus-Verwandte Vouivria damparisensis ausgesehen haben. © Imperial College London/ Chase Stone
Überraschung aus dem Bestand: Ein seit Jahrzehnten im Museum gelagertes Dino-Fossil, hat sich nun als bedeutender Fund entpuppt. Eine neue Analyse zeigt: Die Knochen sind rund 160 Millionen Jahre alt und gehörtem einem Dinosaurier aus der Familie der Titanosauriformes. Es ist damit das älteste bekannte Fossil aus der Gruppe dieser Dinos – und wirft ein neues Licht auf deren Evolution.

scinexx

Langer Hals und Schwanz, kleiner Kopf und vier mächtige, säulenartige Beine, die den schweren Rumpf tragen: Ihre oft gigantischen Ausmaße von bis zu 30 Metern und Dutzenden Tonnen Gewicht erreichten die Sauropoden aus der Gruppe der Titanosauriformes durch rein pflanzliche Kost. Die Riesen-Dinos waren einst die größten Landtiere unseres Planeten. Sie bevölkerten die Erde vom Oberjura bis zum Ende der Kreidezeit und eroberten im Laufe der Zeit wahrscheinlich alle Kontinente.

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Flughafen Stuttgart: Gotteswahn am Terminal 3 – der „Gebetomat“ ist da

Der Gebetomat. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de/ Oliver Sturm

Kurz vor dem Einstieg ins Flugzeug, ein Gebet. Sieht aus wie ein Passbildautomat, ist aber wesentlich mehr. Multireligiöse Zwiesprache. Durch Knopfdruck wird Gott zur Anhörung gerufen. Die Weltreligionen Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum sind installiert und eine automatische Verbindungsaufnahme zum jeweiligen himmlischen Freund möglich. Nutzer können aus 300 Gebeten wählen.
Ein Betreten des Gebetomats ist nur nach vorhergehender Sicherheitsüberprüfung möglich, die Flughafen übliche. Die multiplen Gottespersönlichkeiten mögen keine Waffen im Automaten.

Nach Berlin, Frankfurt am Main, Baden-Baden und Karlsruhe jetzt in Stuttgart verfügbar, endlich.

„Keine Muslima muss Herrn de Maizière die Hand geben“

Jürgen Habermas (Archivbild). FOTO: Endermann Andreas
Jürgen Habermas hält eine deutsche Leitkultur für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Der Vorschlag des Innenministers irritiert ihn. Ein Gastbeitrag.

Von Jürgen Habermas | RP ONLINE

Der juristisch gebildete Innenminister erstaunt mich. Eine liberale Auslegung des Grundgesetzes ist mit der Propagierung einer deutschen Leitkultur unvereinbar. Eine liberale Verfassung verlangt nämlich die Differenzierung der im Lande tradierten Mehrheitskultur von einer allen Bürgern gleichermaßen zugänglichen und zugemuteten politischen Kultur. Deren Kern ist die Verfassung selbst. Erforderlichenfalls können Minderheiten sogar kulturelle Rechte einklagen, die ihnen erlauben, die Integrität ihrer Lebensform im Rahmen der gemeinsamen politischen Kultur zu wahren. Keine Muslima darf dazu genötigt werden, beispielsweise Herrn de Mazière die Hand zu geben.

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Xavier Naidoo: „Deutschland ist kein souveränes Land. Wir sind nicht frei“

Den Abstand zwischen Kopf und Brett nennt man Horizont.

Xavier Naidoo veröffentlicht einen neuen Song und polarisiert damit mal wieder – wie eigentlich schon seit Jahren. Mit dem stern sprach der Sänger über seinen Glauben, seine Weltanschauung und die Suche nach der Wahrheit.

Von Nora Gantenbrink, Hannes Roß | stern.de

Dieses Interview erschien bereits am 12. März 2015 im stern. Wir haben uns entschieden, es erneut zu veröffentlichen. Die meisten Antworten von Naidoo haben nicht an Aktualität verloren.

Er sieht nicht aus wie ein Geläuterter, sondern wie einer, der nicht zu altern scheint. Wie ein Zeitloser. Xavier Naidoo, 43, erscheint zum Interview in einem Hamburger Hotel in grauer Jogginghose. In der linken Hosentasche hat er ein kleines Büchlein, das deutsche Grundgesetz. Naidoo sagt, er habe es immer dabei. Mitgekommen sind seine Pressefrau und sein Hund, die Bulldogge Sinclair. Der Popstar aus Mannheim, den Udo Jürgens „den größten Hoffnungsträger der deutschen Musik“ nannte, verkaufte mehr als fünf Millionen Platten, doch die Schlagzeilen über ihn waren zuletzt schlecht. Sie lauteten: „Vom Popstar zum Populisten“ oder „Prophet des rechten Glaubens“ . Wie konnte es so weit kommen?

Herr Naidoo, Sie wuchsen als Sohn südafrikanischstämmiger Eltern in Wallstadt auf, einem Stadtteil von Mannheim. Ihre Mutter war Schneiderin, Ihr Vater Industrieschweißer. Sie nannte man als Kind „Lenor“.
Ja. Leibeigener Neger ohne Rechte. Ich muss so sieben oder acht gewesen sein. Die anderen Kinder bespuckten mich, weil ich schwarz war. Aber viel schlimmer waren für mich die Erwachsenen, die mich „Bimbo“ nannten. Letztendlich habe ich allen, den Kindern voran, verziehen, mit einigen bin ich heute sogar befreundet.

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Papst zu Lebensschützern: Pro-Life-Arbeit wichtigste Aufgabe auf Erden

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Franziskus: „Rettet so viele Menschenleben wie möglich! Ich ermutige euch dazu und möchte euch segnen. Es gibt keine wichtigere Aufgabe als das, was ihr macht. Seid beharrlich! Betet, betet und betet!“

kath.net

Papst Franziskus hat die Pro-Life-Arbeit als „wichtigste Aufgabe auf Erden“ bezeichnet. Dies berichtet jetzt die kroatische Organisatoren der Lebensschutzorganisation „40 Tage für das Leben“. Die Verantwortlichen wurden am 12. April nach der Generalaudienz von Papst Franziskus empfangen. P. Marko Glogović, the Geistliche Direktor der Organisation und Ante Čaljkušić, der Hauptverantwortliche der Pro-Life-Initiative, erzählten nach der Audienz Papst Franziskus davon, dass ihre Arbeit vor den Abtreibungskliniken in Kroatien viele Leben gerettet hat. Dann sagte Franziskus: „Ihr macht die bestmögliche Arbeit! Rettet so viele Menschenleben wie möglich! Ich ermutige euch dazu und möchte euch segnen. Es gibt keine wichtigere Aufgabe als das, was ihr macht. Seid beharrlich! Betet, betet und betet!“

Herkunft und Religion: Toleranz der Österreicher nimmt ab

Symbolbild: Frau mit Kopftuch in einem Geschäft – (c) Clemens Fabry (Presse)
Rund 44 Prozent von 500 Befragten stört es, wenn eine Verkäuferin ein Kopftuch trägt. 71 Prozent lehnen einen Moschee-Bau in ihrer Nachbarschaft ab.

Die Presse.com

Die Toleranz der Österreich in den Bereichen ethnische Herkunft, Hautfarbe und Religion nimmt ab. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts „meinungsraum.at“ im Auftrag des Mauthausen Komitee Österreich hervor. Demnach gaben etwa 44 Prozent der Befragten an, dass es sie stört, wenn die Verkäuferin in einem Lokal ein Kopftuch trägt. 2015 bejahten das nur 42 Prozent.

Anlässlich des 72-jährigen Jubiläums der Befreiung vom nationalsozialistischen Regime hat das Komitee Vergleichswerte zur Toleranzstudie von 2015 erhoben. „Toleranz ist ein Grundpfeiler der Demokratie und das Bollwerk gegen totalitäre Handlungsmuster und Regime“, so der Vorsitzende des Mauthausen Komitees, Willi Mernyi, zum Hintergrund der Studie (500 Befragte).

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Baden-Württemberg: Neonazis gesucht – Polizei gefunden

Grafik: TP
Der Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg sucht nach Neonazis und stößt auf die Polizei

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

Auch ein schlechter Untersuchungsausschuss ist besser als keiner. Dies trifft – wieder einmal – auf das Gremium in Baden-Württemberg zu, das den Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter untersuchen soll bzw. seine Hintergründe. Bei der Suche nach rechtsextremen Verbindungen des NSU nach BaWü ergab sich in der letzten Sitzung, dass ein zentraler Treffpunkt von Skinheads in Heilbronn vom polizeilichen Staatsschutz kontrolliert wurde. Mindestens kontrolliert, denn es gab auch Hinweise auf eine Zusammenarbeit.

Wer an dem Anschlag auf die beiden Polizisten in Heilbronn am 25. April 2007 beteiligt war und was das Motiv war – das ist auch nach zehn Jahren nicht aufgeklärt. Von mindestens vier bis sechs Tätern gingen die Ermittler des Landeskriminalamtes aus. Seit November 2011 behauptet die Bundesanwaltschaft (BAW), ausschließlich Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos seien die Täter. Sie hätten Repräsentanten des Staates treffen wollen. Tatsächlich gibt es mehrere offene Spuren. Nötig wäre, die Ermittlungserkenntnisse der Sonderkommission Parkplatz von vor November 2011 mit denen nach November 2011 zusammenzubringen. Doch das geschieht bisher nicht.

Der NSU-Ausschuss von BaWü teilt die Sicht der BAW von der Täterschaft des Duos, sucht aber nach Unterstützern in Baden-Württemberg. In seiner letzten Sitzung nahm er sich einen Szenetreffpunkt in Heilbronn vor, wo sich rechte Skinheads und auch bekannte Neonazis einfanden – den „Keller 38“, auch „Bayernkeller“ genannt, weil dort auch Fans des Fußballclubs Bayern München auftauchten.

Der Keller wurde von Mitte der 70er bis Mitte der 90er Jahre von Bernd P. betrieben – nicht als öffentliche Kneipe, sondern als private Einrichtung. Man musste klingeln, wie an einer Wohnungstür und wurde, wenn man beim Besitzer bekannt war, eingelassen. Der Laden brauchte so auch keine Schankerlaubnis. Das Bier gab es zum Selbstkostenpreis. Musik lief unter anderem von rechtsextremen Gruppen, wie Noie Werte.

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Was wir begehren

Heinz-Jürgen Voss ist Professor für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg.

Asexualität, Neosexualität und mehr als zwei Geschlechter: Bringt die Sexualwissenschaft Ordnung in Sex und Gender?

Von Peter Haffner | NZZ Folio

Herr Professor Voss, Sie sind Biologe und Sexualwissenschafter und schreiben den Blog «Das Ende des Sex: Biologisches Geschlecht ist gemacht». Manche sind der Meinung, das biologische Geschlecht sei ein soziales Konstrukt. Wollen Sie das damit sagen?

Ich will damit sagen, dass die aktuelle gesellschaftliche Deutung, es gebe nur zwei Geschlechter, zu kurz greift. Es gibt physisch und physiologisch so viele Ausprägungen für Merkmale, die wir als geschlechtlich betrachten – etwa die Genitalien oder die Brüste –, dass die zweigeschlechtliche Sicht der Komplexität nicht gerecht wird. Früher hat man «Geschlecht» anders gesehen und verstanden als heute.

So wurden etwa Hermaphroditen verehrt, Geschöpfe, die das Schönste von beiden Geschlechtern haben, Brüste und einen Penis. Aber «männlich» und «weiblich» sind doch die häufigsten Varianten?

In der Antike war man der Auffassung, dass Frauen und Männer die gleichen Sexualorgane hätten, einmal nach innen, einmal nach aussen gekehrt. Es geht darum zu erkennen, dass es die klare Zweigeschlechtlichkeit, die man für selbstverständlich hält, nicht gibt. Die Frage ist, worauf man fokussiert. Wann ist ein Penis ein Penis, und wann wird er eher als Klitoris wahrgenommen? Ist ein Penis, bei dem die Harnröhrenöffnung am Schaft und nicht an der Spitze der Eichel ist, ein «richtiger» Penis oder nicht? Schon die Vorstellung, dass Hoden immer Androgene, also als vermännlichend betrachtete Hormone, bilden, und Eierstöcke immer Östrogene, die als verweiblichend betrachtet werden, ist so schlicht falsch.

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54.000 Dollar pro Kilo: Südafrikanisches Gesetz gefährdet die letzten Nashörner

Breitmaul-Nashorn in Mpumalanga, Südafrika. (Bild: Imago)
Jährlich töten südafrikanische Wilderer über 1000 Nashörner. Nun soll der Handel mit den begehrten Hörnern legalisiert werden. Tierschützer warnen vor fatalen Folgen.

Von Christian Putsch | Neue Zürcher Zeitung

Die Wilderer stürmten das «Fundimvelo Thula Thula»-Nashorn-Waisenheim an einem Montagabend im Februar. Sie überwältigten und missbrauchten eine Bedienstete der südafrikanischen Farm, dann hackten sie die Hörner von zwei Breitmaulnashörnern ab. Gerade einmal 18 Monate alt waren die Tiere, die an den Verletzungen starben.

Im Jahr 2016 wurden in Südafrika 1054 der mächtigen Säugetiere illegal getötet, in diesem Jahr werden voraussichtlich erstmals weniger Nashörner geboren als sterben werden. In dem Land entscheidet sich der Kampf um das Überleben der vom Aussterben bedrohten Tierart, schliesslich leben rund drei Viertel der weltweit verbliebenen Dickhäuter in Südafrika.

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Ein offenbar vielseitig tätiger Spion wirft Fragen auf

Der in Deutschland festgenommene Schweizer soll nicht nur für den Nachrichtendienst des Bundes tätig gewesen sein. Er soll auch einem Agent provocateur auf den Leim gegangen sein.

Von Marcel Gyr | Neue Zürcher Zeitung

Die Schweizer Botschafterin in Berlin ist am Dienstag vom deutschen Aussenministerium einbestellt worden. Die deutsche Regierung verlangt Antworten in der Affäre um einen Schweizer, dem vorgeworfen wird, für den Schweizer Nachrichtendienst des Bundes (NDB) gegen deutsche Steuerfahnder ermittelt zu haben. Wenige Tage vor der Jahresmedienkonferenz mit Bundesrat Guy Parmelin und Nachrichtendienst-Chef Markus Seiler war der 54-Jährige in Frankfurt am Main festgenommen worden. Trotz drängenden Fragen wollten weder Parmelin noch Seiler, mit Verweis auf die laufenden Verfahren, Stellung nehmen zum konkreten Fall.

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Experte bescheinigt Bundeswehr strukturelles Problem

Die Bundeswehr © funky1opti auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Der Historiker Michael Wolffsohn bescheinigt der Bundeswehr ein strukturelles Problem. Sie sei attraktiv für Extremisten. Verteidigungsministerin von der Leyen nimmt der Experte in Schutz. Sie habe lediglich das Problem benannt.

MiGAZIN

In der Debatte um die jüngsten Bundeswehr-Skandale hat der Historiker Michael Wolffsohn den deutschen Streitkräften ein strukturelles Problem bescheinigt. Seit der Abschaffung der Wehrpflicht sei die Bundeswehr „attraktiv für Extremisten jedweder Couleur“, sagte Wolffsohn dem Berliner Tagesspiegel. Diese Entscheidung sei verantwortlich dafür, dass dem Militär jetzt die „normalen“ Bürger fehlten.

„Und es hat die Dämme geöffnet für den Zustrom extremistischen Personals“, sagte der frühere Geschichtsprofessor an der Münchner Bundeswehr-Hochschule. Er verwies darauf, dass die Streitkräfte nicht nur in Deutschland ein großes Personaldefizit hätten und „für Menschen mit Gewaltbereitschaft ein ideales Übungsfeld sind“.

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Antarktis: Riss im Schelfeis wächst weiter

Der Riss im Larsen-C-Schelfeis aus dem FLugzeug gesehen: Er wird immer breiter und wächst in die Länge. © NASA/ John Sonntag
Drohender Abbruch: Der gewaltige Riss im antarktischen Larsen C-Schelfeis wächst weiter. Inzwischen ist die Spalte im viertgrößten Schelfeis der Erde 180 Kilometer lang und hat sich an ihrer Front gegabelt. Nur noch rund 20 Kilometer Eis hindern das gigantische, rund 5.000 Quadratkilometer große Bruchstück daran, auf das Meer hinauszutreiben. Sollte dies geschehen, wäre dies einer der größten je beobachteten Tafeleisberge der Antarktis.

scinexx

Das Larsen-C-Schelfeis füllt eine der Buchten an der Ostküste der Antarktischen Halbinsel. 350 Meter dick ist die Eisschicht hier. Dennoch registrierten bereits im Jahr 2015 Eisforscher erste Hinweise auf einen wachsenden Riss im dicken Schelfeis. Im Oktober 2016 war der rapide länger werdende Riss bereits 112 Kilometer lang und 90 Meter breit.

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Neonazi-Mammutprozess geplatzt – weil der Richter in Rente geht

Die Prozessbeteiligten im Koblenzer Neonazi-Prozess bereiten sich am 24. Juli 2015 im Gerichtssaal des Landgerichts auf die Verhandlung vor © Thomas Frey/DPA
Vor fünf Jahren begann in Koblenz ein gewaltiger Neonazi-Prozess. Doch nach 337 Verhandlungstagen findet er zunächst ein vorzeitiges Ende. Ohne Urteil. Denn der zuständige Richter geht in Rente.

stern.de

17 Angeklagte, 34 Verteidiger, fast 1000 Seiten Anklage, 337 Verhandlungstage und ein Paukenschlag: Einer der umfangreichsten Neonazi-Prozesse Deutschlands ist geplatzt.
Im Windschatten des später begonnenen Münchner Verfahrens um die NSU-Morde hatte sich die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Koblenz fünf Jahre lang hingeschleppt – bis zum unrühmlichen Ende.

Schuld am Prozessabbruch ist ein Ruhestand. Gerichtssprecherin Tanja Becher teilt am Dienstag mit, die Hauptverhandlung werde ausgesetzt, weil der Vorsitzende Richter Hans-Georg Göttgen mit Erreichen der Altersgrenze Ende Juni laut Gesetz aus dem Dienst scheiden müsse. Bis dahin sei aber ein Prozessende auszuschließen. Der ursprüngliche Ergänzungsrichter musste schon vor Längerem für einen anderen Pensionsfall der Staatsschutzkammer einspringen.

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Die Jagd auf dunkle Materie: Teilchenbeschleuniger LHC läuft wieder

Bild: LHC Genf
Nach einer verlängerten Pause und weiteren Ausbauarbeiten hat das CERN den Large Hadron Collider wieder in Betrieb genommen. Die Ingenieure hoffen auf noch bessere Ergebnisse, vor allem bei der Suche nach dunkler Materie.

Von Christiane Oelrich | heise online(dpa)

Die mächtigen Magnete sind 100 Meter unter der Erde schon wieder in Betrieb. In riesigen Metallzylindern und -gehäusen sind tausende der filigransten Messgeräte gewartet und auf den neusten Stand gebracht worden. Hier beginnt nun die Jagd auf eines der größten Rätsel der Physik: die dunkle Materie. Nach dem Ende der alljährlichen Winterpause ist der gigantische Teilchenbeschleuniger nun wieder in Betrieb.

Forschung mit gigantischen Maschinen

Wie alle, die zum weltgrößten Teilchenbeschleuniger der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN), dem Large Hadron Collider (LHC), in die Tiefe hinabsteigen, hat Karl Jakobs ein Dosimeter zur Messung radioaktiver Strahlung dabei. Der Freiburger Physiker leitet mit ATLAS eines der beiden Experimente, die suchen, was niemand je gefunden hat. „Wir sind an der vordersten Grenze der Technologie“, sagt Jakobs im Aufzug in die Tiefe.

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Wanna Know If Someone Planted Spyware on Your Computer?

Photo: Melanie M
Activist Claudio Guarnieri has released a tool to detect and remove FlexiSpy from your PC.

By Joseph Cox | MOTHERBOARD

Figuring out whether someone has installed malware on your computer can be tricky. Specifically, victims of domestic abuse and surveillance often don’t know what sort of software has been used to monitor them.

A new project might change that though. Last week, a security researcher released a tool for detecting FlexiSpy malware on PCs, aptly named FlexiKiller.

„The immediate goal is to provide some simple ways to reveal whether FlexiSpy is present at all,“ Claudio Guarnieri, co-founder of activist and technologist group Security Without Borders, and creator of FlexiKiller, told Motherboard in an online chat. „And as usual, by transition, raise some awareness through some direct engagement.“

FlexiSpy’s malware can be installed on a range of mobile phones, as well as Mac and Windows platforms. The attacker requires physical access to the device, but once the malware is set up it can intercept phone calls and text messages, siphon emails, monitor internet browsing histories, and much more.

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Gefiederter Dinosaurier in China entdeckt

Life reconstruction of Jianianhualong tengi by Julius T. Csotonyi based on the holotype DLXH 1218. Bild:Julius Csotonyi/ Xu, Currie, Pittman/ Nature
Forscher haben in China die Fossilien eines Dinosauriers mit Federn gefunden. Das Tier war ungefähr einen Meter lang und hat Gemeinsamkeiten mit dem Urvogel Archaeopteryx.

SpON

In Nordostchina haben Forscher einen frühen vögelähnlichen Dinosaurier mit asymmetrischen Federn entdeckt. Solche Federn, die bis heute bei Vögeln üblich sind, gelten als wichtige Neuerung in der Evolution der Flugtiere, wie das Forscherteam um Michael Pittman von der Universität Hongkong im Magazin „Nature“ schreibt.

Die Fossilien des etwa ein Meter langen Jianianhualong tengi wurden im Westen der Provinz Liaoning gefunden. Das Tier lebte in der frühen Kreidezeit vor 100 bis 145 Millionen Jahren.

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Linkshändigkeit ist am Gesicht ablesbar

Menschen mit schmalem Kinn sind mit höherer Wahrscheinlichkeit Linkshänder. © pixabay
Verrät unser Gesicht, welche Hand wir bevorzugen? Tatsächlich sind Menschen mit schmalem Gesicht mit 25 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit Linkshänder, wie eine neue Studie zeigt. Gleichzeitig gilt ein schlanker Kiefer als Zeichen für erhöhte Tuberkuloseanfälligkeit. Das könnte darauf hindeuten, dass die gleichen Gene hinter all diesen Merkmalen stehen, so zumindest die Vermutung der Forscher.

scinexx

Nur zehn bis 15 Prozent der Menschen sind Linkshänder. Welche Hand wir als „starke“ Hand zum Schreiben oder Werfen benutzen, steht schon vor unserer Geburt fest – und ist durch die Gene, aber auch durch Umwelteinflüsse bestimmt. Eine Studie von Philippe Hujoel der University of Washington hat nun einen Zusammenhang zwischen Linkshändigkeit und der Gesichtsform aufgedeckt.

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Medizinethikerin: Jungfernhäutchen-OP nicht unmoralisch

Nach Ansicht der Göttinger Medizinethikerin Claudia Wiesemann sollten Ärzte Frauen helfen, die aus kulturellen Gründen Jungfräulichkeit vortäuschen wollen.

Von Miriam Bunjes | evangelisch.de

„Jungfernhäutchen zu diesem Zweck operativ wiederherzustellen, ist nicht unmoralisch“, sagt die Professorin, die auch Mitglied im Deutschen Ethikrat ist, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es sprächen mehr Gründe dafür, Betroffenen zu helfen, als dagegen.

Denn die akuten Folgen einer „Entehrung“ seien für die jungen Frauen gravierend: So könnten sie aus der Familie verstoßen werden, den Partner verlieren oder als Hure verschrien werden. „Das nennt man nicht umsonst den sozialen Tod, es ist ein fundamentaler Einschnitt.“

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‚Read the Fucking Emancipation Proclamation‘: Stephen Colbert Schools Trump on the Civil War

The „Late Show“ host gets a little help from the ghost of Abe Lincoln.

By Alexandra Rosenmann | AlterNet

From the White House that brought you alternative facts: Alternative American history.

On Monday, Trump mused that Andrew Jackson might have prevented the Civil War, a suggestion that can generously be called bizarre. That evening, „Late Show“ host Stephen Colbert felt compelled to straighten him out.

„Exactly, Andrew Jackson said, ‚There’s no reason for this,'“ he deadpanned. „He said, ‚We don’t need a Civil War, all my slaves are perfectly happy.'“

„Now — and one rarely hears this — in fairness to Andrew Jackson, I’m not surprised he didn’t stop the Civil War, given that he died 16 years before it started,“ Colbert added.

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